Creative Connection

Artist Spotlight: Shane Griffin

Shane Griffin ist ein in Irland geborener Künstler und Regisseur, dessen Arbeiten die ganze Skala vom Zeichentrick- und Realfilm bis hin zu Plastiken und CGI abdecken. Mit seinem dynamischen Stil und seiner Hightech-Ästhetik hat er auch Kampagnen für große Marken wie Apple, Google, Ford, Adidas und Nike gestaltet. Wir haben mit ihm über seine Inspirationen gesprochen und über die Trends, die er beobachtet, sowie die Musik, die seine Kreativität beflügelt.

Adobe Stock: Hi Shane! Kannst du uns etwas über dich und deinen kreativen Hintergrund erzählen?

Shane Griffin: Ich habe in Designläden, Firmen für Spezialeffekte und Postproduktionsfirmen gearbeitet und die Erfahrungen aus allen drei Bereichen haben meinen Stil beeinflusst. Heute nutze ich mein Knowhow als Regisseur für Werbespots und die Schaffung visueller Kunstwerke.

Adobe Stock: Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Shane Griffin: Ich knüpfe gerne Fäden zwischen Kunst, Technologie und Film — irgendwo in der Mitte zwischen diesen Dreien bewege ich mich also mit meinen Gedanken.

ShaneGriffin

Bildquelle: Behance

Adobe Stock: Wo findest du Inspiration?

Shane Griffin: Gute Frage — Ich glaube, viele Menschen suchen ihr ganzes Leben lang nach der Antwort darauf! Es gibt eigentlich nichts, was mich besonders inspiriert. Allerdings macht mir der Anblick neuer Technologien und das Nachdenken darüber, wie ich diese auf künstlerische Weise einsetzen kann, richtig viel Spaß. Man könnte also sagen, dass Technologie einen großen Einfluss auf mich hat. Auch Licht spielt in meiner Arbeit eine große Rolle, deshalb haben mit Licht arbeitende Künstler stets unheimlich viel Inspirierendes für mich.

Adobe Stock: In diesem Monat reden wir im Creative Cloud-Blog über Stille und Einsamkeit als einen visuellen Trend. Wie denkst du über ein gewisses Alleinsein bei deiner Arbeit?

Shane Griffin: Lange Pausen mit mir allein, in denen ich meine Ideen entwickeln kann, sind auf jeden Fall etwas, das ich genieße. Ich denke, jeder tut das. Diese Zeit, in der du experimentieren und dich selbst herausfordern kannst, ohne ständig deine Fortschritte vorzeigen zu müssen. Fehlschläge nur mit sich selbst ausmachen zu müssen, gibt einem ein merkwürdig dankbares Gefühl! Bei meiner Arbeit geht es für gewöhnlich ganz anders zu: sehr laut und mit vielen leuchtenden Farben, die fröhliche Gefühle wecken!

Shane Griffin

Bildquelle: Behance

Adobe Stock: Was war die größte Herausforderung, die du als Künstler meistern musstest?

Shane Griffin: Einen Stil zu finden, mit dem ich mich wohlfühle und der zu Design, Live Action, Kunst und allem dazwischen führt. Das Streben nach einem eigenen Ausdruckstil ist das, was mich nicht loslässt. Als Designer entwickeln wir uns meiner Meinung nach immer weiter und, weil meine Arbeiten derart durch Futurismus und Technologie beeinflusst sind, ist dies stets aufs Neue eine Herausforderung.

Adobe Stock: Was magst du am meisten an der Arbeit mit Adobe Stock?

Shane Griffin: Die Qualität der Bilder ist fantastisch, und die Möglichkeit, sie direkt zu Photoshop hinüberzuziehen, spart jede Menge Zeit. Wenn du eine Idee im Kopf hast, dann willst du dich eben gerade nicht damit beschäftigen müssen, wie du hochaufgelöste Bilder finden, diese speichern und importieren kannst. Bei Adobe Stock braucht es diese ganze verschwendete Zeit nicht. Zudem gibt es dort eine große Vielfalt an Bildern. Egal, ob ich nach einer Textur suche, nach etwas Kleinem im Hintergrund oder nach dem Hauptblickfang eines Bildes – es ist einfach da.

Adobe Stock: Nach welchen Designtrends sollte man deiner Meinung nach in diesem Jahr Ausschau halten?

Shane Griffin: Nach abstrakteren Arbeiten, einer Bewegung hin zu mehr konzeptionellem Design in der Werbung, mehr experimentellen Arbeiten und nach einem Drang von Künstlern, ihre Arbeiten über mehr Medien zu projektieren. Ich glaube, wir werden eine Abkehr von dem hochglänzenden Instagram-Look hin zu etwas sehen, das ein wenig filmischer und realistischer ist. Das alles finde ich aufregend!

Adobe Stock: Welche Musik hörst du bei deiner Arbeit?

Shane Griffin: Musik hat für mich etwas unheimlich Inspirierendes. Ich höre mir eine ganze Menge unterschiedlicher Genres an, mit denen ich Stimmungen erzeugen kann. Wenn ich an dunklen und stimmungsvollen Dingen wie einem Werbespot für ein Auto arbeite, höre ich mir eher etwas Aggressiveres an. Es gibt eine tolle Aufnahme von Blanck Mass auf seiner „World Eater“-EP, die heißt „Silent Treatment“. Die vermittelt ein enorm rebellisches Gefühl – so als ob damit ein Aufstand oder sowas angezettelt wird. Sie bringt einem tolle Bilder vor Augen.

Ich arbeite auch mit vielen Textilunternehmen zusammen, die sich häufig im Bereich der Straßenkultur bewegen, daher höre ich auch viel Hiphop, um in die Denkart hineinzukommen. Heute habe ich ein paar Mal „Super Slimey“ von Future and Young Thug gehört.

Wenn ich mehr in der Stimmung zum Chillen bin, höre ich The Japanese House oder Nosaj Thing oder etwas Ähnliches. Musik ist ein ganz großer Teil von dem, was ich bin und was ich gerne mag. Ich bin mir sicher, die Leute können sehen, wie das in meine Arbeit eingeht.

Shane Griffin

Bildquelle: Behance

Wir danken Shane für seine Zeit, uns etwas über seine Arbeit und seine Inspirationen zu erzählen. Seine lange Liste an Projekten beinhaltet in diesem Jahr auch die Zusammenarbeit mit einem Fashion-Label, an dessen neuer Kollektion und die Entwicklung eines Experimentalfilms. Mit Spannung warten wir darauf, wie sich das alles entwickelt!

Mehr von Shanes Arbeiten könnt ihr in seinem Portfolio auf Behance sehen. Und mehr über Adobe Stock erfahrt ihr im diesmonatigen visuellen Trend Stille und Einsamkeit.

Adobe Stock, Audiovisuell, Bildbearbeitung, Design, Grafikdesign, Inspiration, Kreativ-Business

Join the discussion