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Wie man aus Familienfotos ein Malbuch erstellen kann

Malbücher für Erwachsene werden immer beliebter und haben nachweislich positive Auswirkungen auf die geistige Gesundheit. Ausmalen baut Stress ab und fördert die Konzentration. Darüber hinaus ist diese kreative Beschäftigung wunderbar unkompliziert und macht Spaß.
Und wer sagt, dass man ein Malbuch immer kaufen muss? Mach doch mal dein eigenes – mit Bildern, die dir etwas bedeuten.

Fotos lassen sich gut in Motive zum Ausmalen umwandeln. Komplexe Details ergeben oft raffinierte Designs, wenn man das Bild auf Konturen reduziert. Und wenn der Beschenkte die dargestellte Person kennt oder das Bild einen schönen Hintergrund hat, wird ihm beim Ausmalen nicht langweilig.

Fotos in Linienzeichnungen umzuwandeln, geht jetzt ganz einfach. Mit Adobe Capture kannst du sogar von unterwegs deine Fotos in Grafiken umwandeln. Mit dieser leistungsstarken App kannst du kontrastreiche Bilder mit Leerflächen zum Ausmalen erstellen und bei Bedarf Objekte neu zeichnen oder aus dem Bild entfernen. Capture erstellt die Seite, doch du kannst bestimmen, wie das Endprodukt aussehen soll.

Die App ist leicht zu erlernen und zu bedienen – insbesondere mit der richtigen Anleitung. Illustrator und Grafik-Designer Phil Scroggs empfiehlt sowohl Adobe Illustrator als auch Adobe Capture zum Erstellen von Malbuchseiten. „Wer sich selbst als Comic-Zeichnung sieht, muss einfach schmunzeln“, so Phil. Anfängern empfiehlt er Adobe Capture, da die App ohne die zusätzlichen Schritte auskommt, die für dasselbe Resultat in Adobe Photoshop oder Adobe Illustrator erforderlich sind. Das Erstellen eines Malbuchs muss schließlich keine immens aufwendige Sache sein. Und das Buch muss auch nicht zwangsweise für Erwachsene sein. Kinder finden daran genauso viel Freude.

Lade Adobe Capture herunter und folge Phils Anleitung zur Erstellung eines Malbuchs, mit dem du Freunde und Verwandte begeistern wirst:

Schritt 1: Foto auswählen

Suche ein Familienfoto aus, aus dem du eine Malbuchseite erstellen möchtest. Wichtig ist, dass das Foto dir und der Person, für die das Malbuch gedacht ist, etwas bedeutet. Das Design spielt allerdings auch eine große Rolle. Phil verwendet gerne Fotos mit Elementen, die sich gut zum Ausmalen eignen, zum Beispiel ein Shirt mit einfachem Muster oder eine Mütze. Komplexe Muster oder verwirrende Hintergrundelemente sollte man vermeiden.

Nachdem du dich für ein Foto entschieden hast, starte Adobe Capture auf deinem Smartphone oder Tablet.

Schritt 2: Bild in Capture bearbeiten und an Illustrator übergeben

Du kannst entweder direkt von Capture aus ein Foto machen oder eine gespeicherte Aufnahme öffnen, indem du auf das Bildsymbol rechts unten tippst. Optimiere das Verhältnis von Tiefen zu Lichtern mithilfe des Schiebereglers für den Kontrast. Durch Aufhellen lassen sich störende Details beseitigen. Tippe auf den Button mit dem Häkchen, wenn du mit dem Ergebnis zufrieden bist.

Male mit dem Finger über alle Hintergrundelemente und Objekte, die in der fertigen Illustration nicht enthalten sein sollen. Tippe auf „Zuschneiden“ (Crop), und zieh an den Ecken des Begrenzungsrahmens, bis die Auswahl passt. Dann tippe auf „Speichern“ (Save).

Ist das Bild gespeichert, kannst du es von deinem Smartphone oder Tablet per E-Mail, Textnachricht oder über AirDrop an deinen Computer senden. Tippe auf die Auslassungszeichen rechts unter dem Bild, und wähle „Form freigeben“ (Share Shape) und dann „Gemeinsam nutzen mit…“.

Schritt 3: Foto in Illustrator importieren

Es empfiehlt sich, einige Ebenen in einem neuen Illustrator-Dokument einzurichten, um Teile deiner Illustration leichter anordnen zu können. Öffne über das Menü „Fenster“ das Ebenen-Bedienfeld. Doppelklicke auf den Namen „Ebene 1“, um den Text zu markieren. Ändere den Namen in „Fotoebene“, und drücke die Eingabetaste.

Suche das Bild, das du zuvor für deinen Computer freigegeben hast, und ziehe es mittig auf deine Seite.

Klicke auf die quadratische Miniaturansicht links neben dem Namen der Fotoebene, und aktiviere das Kontrollkästchen „Vorlage“ (Template), um die Ebene als Nachzeichnungsebene festzulegen. Gleichzeitig wird die Ebene fixiert und abgeblendet, damit du das Motiv leichter nachzeichnen kannst. Klicke auf „OK“.

Klicke am rechten unteren Rand des Bedienfelds auf „Neue Ebene erstellen“. Im Ebenen-Bedienfeld erscheint eine neue Ebene namens „Ebene 2“. Doppelklicke auf den Ebenennamen, um den Text zu markieren, und benenne ihn in „Meine Zeichnung“ um. Jetzt kannst du deine Formen erstellen.

Schritt 4: Zeichnung erstellen

Wähle das Buntstift-Werkzeug aus, und zeichne die Konturen des Gesichts nach. Beginne mit einer großen Form wie der Nase oder einem Auge. (Tipp: Halte die Umschalttaste beim Zeichnen gedrückt, um eine gerade Linie zu erstellen.)

Lege als Nächstes den Stil der Linie fest. Öffne über das Menü „Fenster“ das Bedienfeld „Kontur“. Während die erste Linie noch ausgewählt ist, erhöhe die Konturstärke auf 4 Punkt.  Ändere dann den Stil von „Abschluss“ (Cap) und „Ecke“ (Corner) jeweils in „Abgerundet“. Zeichne weitere geschlossene Formen für Augen, Ohren, Beine und andere größere Merkmale oder Objekte, die geeignete Formen zum Ausmalen darstellen.

Die meisten Formen werden weiße Flächen mit schwarzen Konturen sein. Manchmal möchtest du aber vielleicht auch schwarze Flächen festlegen, z. B. für Pupillen oder Schatten. Öffne über das Menü „Fenster“ das Bedienfeld „Farbfelder“ (Swatches).

Mit Farbfeldern kannst du wahlweise eine Kontur und/oder eine Fläche einfärben. Diese beiden Optionen werden durch die beiden übereinanderliegenden Quadrate links oben im Bedienfeld dargestellt. Die aktuelle Konturfarbe in diesem Beispiel ist Schwarz. Die Fläche ist auf „Keine“ gesetzt, was am weißen Quadrat mit rotem Schrägstrich zu erkennen ist. Klicke auf das Flächen-Symbol und anschließend auf das schwarze Farbfeld. Wenn die nächste gezeichnete Form nur aus einer Kontur bestehen soll, setze die Flächenfarbe auf „Keine“ zurück.

Füge mit dem Buntstift-Werkzeug weitere Linien hinzu. Wenn dir eine gezeichnete Linie nicht gefällt, wähle „Bearbeiten > Rückgängig“, und zeichne sie erneut. Und keine Sorge – die Linien müssen nicht perfekt sein. Du musst nur darauf achten, dass sie sich berühren, damit ausmalbare Formen entstehen.

Klicke auf das Auswahlwerkzeug (ganz oben auf der Werkzeugleiste), um Formen im Bedarfsfall zu verschieben. Oder wähle eine Form aus, und drücke die Löschtaste, wenn du sie neu zeichnen möchtest.

Vergiss nicht, dass es sich hierbei um DEINE persönliche Interpretation handelt. Fehler gibt es nicht. Wenn du Spaß beim Zeichnen hast, werden ihn die Beschenkten beim Ausmalen auch haben!

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Bildbearbeitung, Illustration, Inspiration

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