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Das Finale unseres Video-Contest in München | Wir stellen vor: Moderator Matthias Hacker

Diese Woche ist es endlich soweit: Der Video-Contest der Stiftung Bildungspakt Bayern, den Adobe in diesem Jahr als Partner unterstützt, findet in der finalen Award Show im Münchner Gloria Palast seinen Höhepunkt. Die besten Filme von über 100 Einsendungen aus ganz Bayern werden in den vier Kategorien Bestes Storytelling, Beste Technik, Originellster Beitrag und Bester Erkläransatz prämiert. Neben verschiedensten politischen Gästen, Vertretern der Stiftung Bildungspakt Bayern & Adobe, einigen Medienvertretern und den kreativsten Schülern & Lehrern Bayerns werden auch unsere beiden Coaches Sebastian Linda und Shawn Bu in die Show eingebunden. Auch wenn nur Sebastian persönlich vor Ort sein kann,  freuen wir uns schon auf die inspirierenden Momente im Gespräch mit unserem Moderator Matthias Hacker!

Übrigens: Man hat auch nicht alle Tage einen jungen, talentierten Moderator vom bayrischen Rundfunk auf der Bühne stehen – dies freut uns natürlich ebenfalls unheimlich! Weil vielleicht einige von euch Matthias noch nicht kennen (oder ihn aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit im Radio zumindest noch nie gesehen haben 😉 ), haben wir uns mit ihm getroffen und über seinen bisherigen Werdegang & den Video-Contest gesprochen!

Adobe: Hallo Matthias, wir freuen uns sehr auf die von dir moderierte Award Show unseres Video-Contests am Donnerstag in München! Stell dich doch gerne nochmal kurz vor, wenn du magst, damit unsere Community dich ein bisschen besser kennen lernt!
Hallo zusammen! Ich heiße Matthias, bin im tiefsten Bayerischen Wald geboren, lebe aber seit vielen Jahren in München, da ich hier meinen Traumberuf als Radiomoderator bekommen habe. Ich moderiere die Morningshow bei PULS – dem Jugendradio des Bayerischen Rundfunks und beim Musikmagazin Zündfunk (Bayern2). Mein Arbeitstag beginnt dementsprechend oft um 4:30 Uhr (man gewöhnt sich dran…). Musik ist meine größte Leidenschaft. Ich gehe viel auf Konzerte, sammle Platten und lege ab und zu auf. Außerdem liebe ich American Football. 2017 bin ich für ein Spiel meines Teams sogar extra in die USA nach Pittsburgh geflogen. Selber spiele ich aber lieber Fußball, weil mir dann Football doch zu heftig ist. Ansonsten reise ich gerne so oft es möglich ist und bin am Wochenende gerne in den Bergen.

Gemeinsam mit der Stiftung Bildungspakt Bayern prämiert Adobe am Donnerstag auf der abschließenden Video-Contest Award Show die besten Filme aus über 100 Einsendungen von Schülern aus ganz Bayern. Worauf freust du dich am meisten?
Ich freue mich besonders auf die Schülerinnen und Schüler. Alle mal zu sehen, die diese tollen Videos gemacht haben. Ich war richtig begeistert von den Filmen. Vor allem wie kreativ, ideenreich und professionell die Videos aussahen, hat mich besonders beeindruckt.

Was hat dich persönlich dazu motiviert, an der Award Show teilzunehmen und Teil des Video-Contest-Projektes zu werden?
Im Gymnasium durfte ich an einem ähnlichen Projekt teilnehmen. Es hieß „tatfunk“ und wir durften im kleinen Team eine ganze Radiosendung gestalten und produzieren. Das waren meine ersten Schritte in der Medienwelt. Der Funke ist bei mir sofort übergesprungen. Das Arbeiten mit dem Medium Radio an sich und das Erzeugen von Kino im Kopf fand ich so toll, dass ich das auch später beruflich machen wollte. Heute bin ich Radiomoderator der Sendungen, die ich als Jugendlicher gerne gehört habe. Wenn ich mir vorstelle, dass unter den Schülerinnen und Schülern vielleicht auch zukünftige erfolgreiche Filmemacher, Regisseure oder Youtuber sind, dann finde ich das genial. Außerdem muss ich gestehen, dass ich in Sachen Videoschnitt ein absoluter Anfänger bin und ziemlich neidisch auf die Skills der Kinder.

Welche Rolle spielte Kreativität denn für deinen persönlichen Werdegang? Bist du also auch schon in jungen Jahren mit kreativer Arbeit in Kontakt gekommen?
Kreative Tätigkeiten haben mich schon immer angezogen. Auf meinem Saxophon habe ich früher viel improvisiert und auch Gitarre habe ich früh angefangen zu spielen. In der Schule gründeten wir eine Rock-Band, bei der ich als Sänger und Texter natürlich auch jede Menge Kreativität abliefern musste. Daneben habe ich auch mein halbes ganzes Leben lang Theater gespielt. Davon profitiere ich bis heute noch enorm – besonders in meinem Beruf. Das Konzept der Theatergruppe war besonders. Wir spielten keine bekannten Stücke von Shakespeare und Co. Sondern die Stücke entstanden aus der Gruppe und aus jeder Menge Brainstormings und Projektgruppen. Unsere Lehrerin hat uns auch immer ermutigt aus den einfachsten Ideen tolle Konzepte und Szenen zu bauen. Sie hat meinen Blick für die Dramaturgie schon sehr früh geschärft. Zusätzlich lernten wir ein selbstbewusstes Auftreten, Sprechen und Rumspinnen. Für die Möglichkeit, das schon in der Schule gelernt zu haben und mit auf meinen Lebensweg bekommen zu haben, bin ich heute noch sehr dankbar.

Ein Schlüsselbegriff für uns ist die Vermittlung „kreativer Problemlösungskompetenzen“. Damit ist gemeint, dass Schüler Herausforderungen neu denken und diese durch frische und kreative Lösungsansätze sogar in Chancen verwandeln können. Fällt dir ein Beispiel aus deinem Beruf ein, wo im Nachhinein genau das passiert ist?
Ohne meinen Computer im Sendestudio bin ich aufgeschmissen. Darauf sind alle meine Vorbereitungen, Ideen, Manuskripte. Hier recherchiere ich nahezu alles, was ich im Radioprogramm erzähle. Vor 5 Jahren ist der Rechner während ich live gesprochen habe vor meinen Augen abgestürzt – Bluescreen. Alles war weg, ich hatte keinen Zugriff mehr zum Internet, ich war völlig auf mich allein gestellt. In den ersten paar Sekunden war ich kurz etwas überfordert und habe auch gestottert. Aber dann habe ich aus der Not eine Tugend gemacht. Ich habe einfach – ohne meine Vorbereitungen – die komplette Sendung umgeschmissen und einfach nur erzählt, was mir gerade durch den Kopf ging. Später habe ich auch noch den Studiotechniker, der den Rechner reparieren wollte live im Radio interviewt und er hat erklärt, wie er glaubt, den PC reparieren zu können. Ich fand es ziemlich lustig. Und nicht nur ich. Das Feedback auf die Sendung war super. Es hat allen besonders Spaß gemacht zuzuhören. Seitdem kann mich kein Rechnerabsturz, kein zu verspäteter Studiogast und kein Sendeloch mehr aus der Ruhe bringen. Im Gegenteil: solche Fehler, Pannen und augenscheinliche Katastrophen machen einen auf lange Sicht nur besser.

Du triffst regelmäßig Kreativschaffende im Zuge deiner Arbeit für den Bayrischen Rundfunk. Was glaubst du persönlich: Fehlt etwas in unserem Schulsystem, um noch mehr talentierte Künstler zu fördern und Ihnen einen beruflichen Werdegang zu ermöglichen?
Ich persönlich finde, dass Freiräume und auch „Freistunden“ zum Entfalten fehlen. Hätte ich mir diese Zeit nicht aktiv in der Schule genommen und hätten meine Eltern dies auch nicht so sehr unterstützt, dann wäre der Schulalltag stark durchgetaktet gewesen. Kreative Freiräume sind wichtiger denn je. Stupides Hausaufgabenmachen ist nicht mehr ganz so zeitgemäß in einer Zeit, wo man alles schnell googlen oder sich ein Tutorial im Netz ansehen kann. Das eigenständige Bewältigen von Aufgaben und das Erkunden neuer Lösungsansätze finde ich heutzutage sehr wichtig. Auch das Arbeiten im Team ist enorm von Bedeutung. Solche Projekte finde ich deshalb sehr gut. Sie sind eine tolle Möglichkeit, bei der die Schülerinnen und Schüler selber aktiv werden und nicht nur passiv zuhören. Ich habe so viel Gelerntes aus der Schulzeit längst vergessen, aber diese Skills und die trainierte Eigeninitiative verlernt man nie und kann sie in den unterschiedlichsten Bereichen anwenden.

Und abschließend: Was möchtest du persönlich jungen Menschen mit auf den Weg geben, die ihre Zukunft als Kreative in der modernen, digitalisierten Medienwelt sehen?
Einfach machen! Keine Angst haben etwas anzufangen und vor allem nicht denken, dass man etwas nicht schafft. Ich hätte damals auch nicht gedacht, dass das mit meiner eigenen Radiosendung wirklich klappen würde. Aber probieren geht über Studieren. Man kann heute so viel ausprobieren. Schaut euch um – und sei es nur im Netz. Ihr werdet so viele spannende Bereiche entdecken. Dann schreibt ihr einfach eine Bewerbungsmail und vielleicht klappt es mit einem Praktikum. Das ist immer der erste Einstieg. Die Möglichkeiten sind so vielfältig. Ansonsten ist es das Wichtigste, dass man Spaß bei der Sache hat. Wer Spaß hat, macht auch gute Sachen und wird Erfolg haben. Besonders in der Medienwelt merken das die Zuhörer oder Zuschauer sofort. Die viel beschworene Authentizität ist definitiv ein sehr gutes Erfolgsrezept.

Weitere Informationen zu Matthias und seiner Tätigkeit bei PULS findet ihr hier!

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