Creative Connection

Gutes Schneiden, besseres Schneiden

Damit Serien-Fans jeden Tag ihre Dosis Drama im Fernsehen erleben, setzt TV-Produzent UFA Serial Drama auf moderne Cloud-Technologien und profitiert von Proxy-Workflows, dem Echtzeit-Rendering und Team-Funktionen in Adobe Premiere Pro CC.

Mit „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ revolutionierte die UFA Serial Drama GmbH im Jahr 1992 den TV-Markt. Denn mit dem inzwischen preisgekrönten Format brachte die Produktionsfirma die erste tägliche Serie auf die deutschen Fernseher. Seitdem ließ der TV-Pionier viele erfolgreiche Programmarken und über 25.000 produzierte Serienepisoden folgen. Zu den bekanntesten Serien gehören „Unter uns“, „Verbotene Liebe“, „Hinter Gittern“, „Verliebt in Berlin“ und „Alles was zählt“. Auch hinter den Kulissen setzt UFA Serial Drama kontinuierlich neue Maßstabe. Denn nur durch moderne und effiziente Produktionsmethoden ist es überhaupt machbar, täglich mehrere Episoden zu produzieren und damit jeden Tag Millionen von Zuschauer zu begeistern.

Damit die Mitarbeiter von UFA Serial Drama an den Produktionsstandorten Berlin, Potsdam, Köln, und Budapest jeden Tag aufs Neue nahtlos Hand in Hand arbeiten können, setzen die Serienspezialisten den Hebel an einem zentralen Glied in der Produktionskette an: im Videoschnitt. Seit drei Jahren setzt die UFA Serial Drama GmbH dabei auf Adobe Premiere Pro CC und Creative Cloud. Die zukunftsweisenden Workflows in Premiere Pro unterstützt die Filmcrews dabei, die Drehzeit am Set deutlich zu reduzieren, nicht-kreative Arbeitsabläufe zu automatisieren und die kollaborative Bearbeitung von Videomaterial über Standortgrenzen hinweg enorm zu erleichtern.

Adobe Premiere Pro ist für die Arbeitsweise moderner Cutter optimiert

Adobe hat Premiere Pro CC konsequent für die moderne Arbeitsweise von Cuttern optimiert und gibt ihnen – neben umfangreichen Schnittfunktionen – mit Werkzeugen für Farbe, Grafiken, Audio viel mehr kreative Kontrolle über das Gesamtprojekt. Weil Premiere Pro CC dabei eine außergewöhnlich breite Auswahl an nativen Medienformaten unterstützt, können Cutter Footage diverser Kameras, Auflösungen und Codecs in einer Timeline kombinieren und direkt losschneiden. Zusätzlich ermöglichen leistungsstarke Proxy-Workflows den Einsatz verkleinerter Arbeitskopien und machen die Postproduktion dadurch unabhängiger von hochgerüsteter Rechenhardware.

Weniger Takes, mehr Output: Mit Premiere Pro CC spult UFA Serial Drama schneller zum Finale vor

Videomaterial in unterschiedlicher Auflösungen in einer Timeline zu kombinieren und sehr hoch aufgelöstes Material in Form verkleinerter Arbeitskopien (Proxy-Workflow) bearbeiten zu können, passt optimal zum Produktionsschema der UFA Serial Drama. Denn der Serienproduzent unter dem Dach der UFA dreht immer mehr Aufnahmen im 4K/UHD-Standard, obwohl Zuschauer die Serien später nur in der geringeren Darstellungsqualität des Full-HD-Standards betrachten können. Schließlich bietet 4K/UHD rund vier mal mehr Bildpunkte als Full-HD und ermöglicht dadurch im anschließenden Schnittprozess Cropping und virtuelle Kamerabewegungen ohne sichtbaren Qualitätsverlust.

Beispielsweise musste die Filmcrew am Set früher für eine Totale und Close-Ups auf die Dialogpartner beim Dreh einer Dialogszene mehrfach Kamera, Beleuchtung und Ton justieren. Da bis zu 100 Personen wie etwa Schauspieler, Komparsen, Techniker und Assistenzen an einem Dreh beteiligt sind, bedeutete das vielfach ungenutzten Leerlauf. Im Gegensatz dazu genügt heute nur noch eine Kameraeinstellung am Set, weil sich Bildausschnittsvergrößerungen und Kameraschwenks im anschließenden Videoschnitt digital vornehmen lassen. „Durch den Reframing-Ansatz sparen wir im Schnitt bis zu 20 Prozent Drehzeit ein. Das funktioniert aber nur, weil wir die nötigen Auschnittsvergrößerungen und Kamerabewegungen anschließend unkompliziert in Premiere Pro CC erstellen können“, schildert Philip Schlicht, Supervisor Postproduction bei der UFA Serial Drama GmbH.

Weil sich in Adobe Premiere Pro CC sowohl das 4K/UHD-Quellmaterial als auch die in geringerer Auflösung skalierten Proxies direkt von der Kamera parallel im Projekt bearbeiten lassen, entfällt der zeitraubende Prozess des Transcodierens. Auch das so genannte Offline/Online-Relinking, also der Austausch von Proxies gegen die Quelldateien, ist nicht nötig. Cutter können sich mit Premiere Pro CC jederzeit entscheiden, ob sie lieber mit den kleineren Proxies oder den rechenintensiven 4K/UHD-Originaldateien arbeiten – je nachdem, was besser zum aktuellen Bearbeitungssschritt passt.

Für den Fall, dass bei einer Aufnahme mehrere Kameras gleichzeitig zum Einsatz kommen, müssen in der Postproduktion nicht mehr Audio- und Videospuren manuell zusammengefügt werden. Dies erledigt Premiere Pro CC automatisch anhand des Timecodes, und zwar sowohl bei den hochauflösenden Quelldateien als auch bei den Proxy-Dateien.

UFA Serial Drama will Proxy-Workflow mit Adobe auf komplette Programmmarken ausweiten

Auf diese Weise können die UFA-Cutter die 4K/UHD-Sequenzen in Adobe Premiere Pro CC so schnell schneiden als wäre es Full-HD-Material, ohne dabei auf den Qualitätsvorteile des besseren Auflösungsstandards verzichten zu müssen. „Davon profitieren wir in unserer täglichen Arbeit enorm. Auf den Proxy-Workflow von Adobe umzustellen, war für uns ein Riesenschritt nach vorn. Premiere Pro CC ist für die komplette Produktion ein wahrer Segen“, erklärt Philip Schlicht.

Bisher kommt der Proxy-Workflow bereits bei zwei langlaufenden Serienproduktionen zum Einsatz. Weil sich dieser Prozess einfach durch ein Software-Upgrade von Premiere Pro CC implementieren lässt, will UFA Serial Drama ihn sukzessive auf all ihre Produktionen ausweiten. „Dass wir für den Proxy-Workflow unsere Serverinfrastruktur nicht ausbauen müssen, ist einer der größten Vorteile überhaupt. Wir können loslegen und es funktioniert einfach“, betont Philip Schlicht.

Videoschnitt im Gigabit-Zeitalter: Adobe Team Projects erleichtert Zusammenarbeit über die Cloud

Während der Proxy-Workflow von Adobe die Arbeit innerhalb eines Produktionsstandortes beschleunigt, plant UFA Serial Drama mithilfe der Adobe Creative Cloud auch die Zusammenarbeit über die Standortgrenzen hinweg weiter zu verbessern. Im Frühjahr 2018 startet das Unternehmen ein hochmodernes Datennetzwerk, dank dessen die Teams der deutschen UFA-Standorte Videodateien mit einer Geschwindigkeit von bis zu 10 Gbit/s austauschen können.

Als ein Eckpfeiler für das kollaborative Arbeiten an Schnittprojekten kommt der Cloud-Service Adobe Team Projects zum Einsatz. Dabei teilen Cutter und Effekt-Spezialisten über die Creative Cloud ihre Projekte und bearbeiten diese gemeinsam. Team Projects übernimmt dann die Verwaltung aller Versionen und gewährleistet somit eine reibungslose Zusammenarbeit.

Auf diese Weise treibt UFA Serial Drama als Vorreiter in modernen Produktionsmethoden abermals einen Paradigmenwechsel voran. Denn bislang werden Schnittprojekte stets gebündelt an einem Standort bewältigt, weil der Transfer großer Daten eine Herausforderung ist. Werden kurzfristig zusätzliche Schnittspezialisten benötigt, müssen sie dorthin reisen, wo das Material ist, was den eng getakteten Zeitplan und das Budget einer Produktion beeinträchtigt.

Im Cloud-Zeitalter ist das nicht mehr nötig. Mithilfe von Team Projects können UFA-Cutter an einem Standort die Kollegen an einem anderen Standort unterstützen und Belastungsspitzen in Produktionshochphasen abfedern. „Von Adobe Team Projects wird unser Talent-Management sehr profitieren. Denn Cutter nehmen eine Schlüsselposition in der Produktion ein und entscheiden oft über die Qualität des kreativen Endergebnisses“, erklärt Philip Schlicht. „Mit Team Projects können wir die Arbeitsauslastung an den Standorten besser koordinieren und der Lebensplanung unserer Mitarbeiter besser entgegenkommen, weil sie beispielsweise auch von ihrem Zuhause aus arbeiten können“, ist Philip Schlicht überzeugt. Denn trotz der Vorzüge moderner Produktionstechnik ist immer noch der Mensch das wichtigste kreative Element.

Kreativ-Business, Kundenstories

Diskutiere jetzt mit