Creative Connection

Durch die Augen der Welt: Die Adobe Stock Visual Trend-Vorschau für 2018

Header-Bild von Hayden Williams/Stocksy/Adobe Stock.

2018 steht quasi schon vor der Tür und Adobe Stock wagt einen Blick in die Zukunft. Wir haben die visuellen Entwicklungen auf der ganzen Welt verfolgt – von Ausstellungen und Galerien über Werbekampagnen bis hin zu unserer eigenen Stockmedien-Kollektion, um eine Liste der wichtigsten visuellen Trends für das kommende Jahr zusammenzustellen.

Unsere Trendprognose soll Marken und Künstlern gleichermaßen einen Ausblick auf das geben, was in einer sich schnell verändernden Welt die Aufmerksamkeit der Konsumenten auf sich zieht. „Vor allem als Künstler kann es schnell passieren, dass man sich in seiner Arbeit isoliert fühlt. Trends geben uns Vertrauen und Fakten darüber, wo und warum das Interesse für gewisse Themen wächst”, erklärt Brenda Milis, Principal of Creative Services and Visual Trends bei Adobe. „Trends sind für Künstler und Brands zu gleichen Teilen ein wichtiges Werkzeug. Es geht dabei um mehr als das, was die Menschen im Moment genießen oder fasziniert: Sie sind ein Blick auf den Status quo unserer Kultur und Welt, damit man wirklich verstehen kann, was ein Bild zum Nachwirken bringen kann.”

Hier ist ein erster Einblick auf die Trends, die wir 2018 erwarten:

Stille und Einsamkeit

Zu Beginn des neuen Jahres konzentrieren wir uns auf die Relevanz von Erneuerung und Reflexion. In unserer Welt des überwältigenden und konstanten digitalen Inputs, so vermuten Forscher, ist das Schweigen eines der am wenigsten geschätzten Produktivitätswerkzeuge. Doch die unaufhörliche Bewegung des Alltags verstärkt unser Verlangen nach Frieden und Einsamkeit. Um zu sehen, wie sich dieser Trend auf die visuelle Landschaft auswirkt, erforschen wir Bilder, die unserer Sehnsucht nach Ruhe und Besinnlichkeit entsprechen, und sprechen mit Künstlern, die ihre kreative Inspiration aus der Einsamkeit schöpfen.

Die Galerie zu “Stille und Einsamkeit” findet ihr hier.

Das flüssige Selbst

Die Idee der eigenen Identität verschiebt sich immer mehr. Auch Künstlerinnen und Künstler arbeiten stetig daran, die neue Art und Weise, wie wir uns selbst verstehen, aufzugreifen. „Identität ist weniger dauerhaft und instabiler als früher”, erklärt Brenda. „Das zeigt schon die Tatsache, dass Facebook derzeit 71 Gender-Optionen hat. Es gibt endlose Kombinationen aus den verschiedensten Identitäten. Vor einigen Jahren sprachen Leute noch über Rasse oder Ethnien, dann über Körperbau, Fähigkeiten und Alter. Jetzt betrachten wir die fließende Selbst-Identität als eine riesige und sich ständig ändernde Vielfalt an Ideen, die gefeiert werden sollte.” Während wir diesen Trend näher betrachten, werden wir darüber berichten, wie sich Marken an die neuen Definitionen des Selbst anpassen, und mit Künstlern sprechen, deren Arbeit dazu beiträgt, einige der größten Lücken in der Repräsentation zu füllen.

Die Galerie zu “Das flüssige Selbst” findet ihr hier.

Multilokalismus

Reisen und Technologien machen die Welt immer kleiner – und uns alle zu Bewohnern eines globalen Dorfes. Immer mehr Menschen bevorzugen Entdeckungen und Erfahrungen gegenüber materiellem Besitz. Die Grenzen zwischen Geschäft und Abenteuer verwischen immer mehr, da berufliches Reisen die Sehnsucht nach authentischen Erfahrungen vergrößert. Marken versuchen dabei natürlich Schritt zu halten und hoffen, ihre Kunden als lokale und globale Bürger zu erreichen. Während wir diesen Trend betrachten, werden wir uns anschauen, wie Künstler und Marken ein Mosaik aus kulturellen Erlebnissen zusammensetzen und das sich vertiefende globale Bewusstsein der Verbraucher damit ansprechen.

Die Galerie zu “Multilokalismus” findet ihr hier.

Kreative Realität

Unruhige Zeiten prägen auch die Kunstwelt. „Wir leben in einer Zeit, in der es so viel Ungewissheit gibt und so viel in Bewegung ist. Viele Menschen werden politisch aktiv, aber es gibt auch die Kreativität, die eine Art Flucht darstellt”, erklärt Brenda. „Wir betrachten idealisierte, abwechslungsreiche Welten – üppig, tropisch, fast utopisch. Es gibt eine Ehrfurcht vor unserer Natur, mit einer starken Intensität und einem fast psychedelischen Twist. Wir werden durch die Künstler dazu angeregt, darüber nachzudenken, was schön und was lebendig ist. Während wir tiefer in diesen Trend eintauchen, sprechen wir mit Kreativen, die Phantasiewelten aus exzentrischen Texturen und hypersensorischen Erfahrungen kreieren, in denen sich die Natur und die menschliche Vorstellungskraft vermischen.

Die Galerie zu “Kreative Realität” findet ihr hier.

Geschichte und Erinnerung

In unsicheren Zeiten blicken wir auch oft auf die Vergangenheit als Grundlage und Sinnbild für das, was kommt. Wir beobachten, wie sich eine wachsende Gruppe von Künstlern und Marken von der klassischen Kunst inspirieren lässt, um das Kostbare aus der Vergangenheit zu bewahren und zu feiern und gleichzeitig Brücken zwischen Techniken der alten und neuen Welt zu schlagen. Wir sprechen mit den Artists über das neu aufkommende Interesse an der Geschichte als Inspiration und darüber, wie sie Altes mit Neuem verbinden, um an diesem kulturellen Dialog teilzunehmen.

Die Galerie zu “Geschichte und Erinnerung” findet ihr hier.

Berührung und Haptik

Unsere Tage werden immer mehr von Bildschirmen und Geräten geprägt, statt von realen, haptischen Interaktionen und Erfahrungen. „Um diesen Verlust wiedergutzumachen, sehen wir einen unglaublichen Schub auf der künstlerischen Seite in Richtung tatsächlicher Verbindungen, reeller Berührungen und wirklichem Zusammensein mit jemandem im gleichen Raum”, so Brenda. „Es ist schon überall wahrnehmbar – man bedenke nur den Trend hin zu gewebten Sneakern. Allein das ist schon eine Einladung zu einem haptischen, sensorischen Erlebnis. Menschen reagieren auf alles, was mit direktem Kontakt zu tun hat. In der visuellen Welt heißt das, Verbindungen zu zeigen, sei es durch Bilder mit vielen Texturen oder durch Menschen, die direkt in die Kamera schauen, um einen kühnen, persönlichen Moment mit dem Betrachter zu schaffen.” Wir sehen uns also Bilder an, die uns dazu einladen, uns zu verbinden, und sprechen mit Künstlern darüber, wie sie Texturen und Berührungen in ihren Bildern aufgreifen.

Die Galerie zu “Berührung und Haptik” findet ihr hier.

Seid 2018 mit dabei

Folgt uns auch im Jahr 2018 auf dem Creative Connection-Blog und seid dabei, wenn wir jeden dieser Trends unter die Lupe nehmen. Dabei setzen wir sie in den globalen Kontext, in dem sie sich entfalten, und sprechen mit Adobe Stock-Artists und Designern, die unsere visuelle Welt gestalten.

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