Creative Connection

Die Adobe Stock #VisualTrends für 2019

Autor: Brenda Millis

In unserem schnelllebigen, intensiv visuellen Zeitalter, sind Bilder für Marken eines der wichtigsten Instrumente, um Konsumenten zu erreichen. Deshalb ist es wichtig, visuelle Trends und deren Bedeutung für Verbraucher vorauszusehen. Mit den Visual Trends möchte Adobe Stock der kreativen Community helfen, die sich stetig wandelnden Trends zu erkennen und deren Relevanz für Verbraucher einzuordnen. Unser Ziel: Euch zu Designs mit maximaler Ausdruckskraft zu inspirieren.

Natural Instincts (Natürliche Instinkte), Creative Democracy (kreative Demokratie), Disruptive Expression (disruptive Selbstentfaltung) und Brand Stand (Markenstandpunkte) – das sind aus unserer Sicht die #VisualTrends für 2019. Das Adobe Stock-Team hat sich in der ganzen Welt umgesehen. Wir haben überall recherchiert – in Kunstgalerien, auf den Runways der Modebranche und in der Geschäftswelt. Natürlich haben wir bei den Recherchen auch auf die Popkultur und die sozialen Medien geschaut. Dies alles mit dem Ziel, die wichtigsten visuellen Trends zu identifizieren, die die kommenden zwölf Monate prägen werden.

Die visuelle Landschaft von 2019 steht im Zeichen von weitaus mehr als nur kurzlebigen Hypes, Likes und Shares. Wir werden von Bildern umgeben sein, die leidenschaftliche, schöne, zeitlose, aber auch kulturell kontroverse Bildgeschichten über Werte einfangen. Es wird um nichts Geringeres gehen als darum, wie wir unseren Persönlichkeiten und Erlebnissen Ausdruck verleihen, und wo wir in turbulenten Zeiten innere Zuflucht finden.

Das ganze Jahr über werden wir auf die Trends eingehen und dabei deren Ursprünge erforschen sowie ihre Relevanz für den Alltag aufzeigen. Darüber hinaus werden wir mit Adobe Stock-Künstlern sprechen, die die Trends aufgreifen und damit ihre kreativen Ergebnisse fördern. Jetzt aber zu den Trends:

Natural Instincts

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Da Technologie und digitale Medien immer mehr Einzug in unser Leben halten, spüren viele Menschen eine zunehmende Distanz zu ihrer natürlichen Umgebung. Deshalb suchen viele von ihnen ganz bewusst (oder unbewusst) den Ausgleich in und mit der Natur. Künstler wie der Adobe Stock Premium-Anbieter Archan Nair sind Teil einer Bewegung von Kreativen, die sich von den Geheimnissen und Rätseln der Natur inspirieren lassen. Archans Illustrationen vereinen Surrealismus, Mystik und organische Formen, um die Verbindung zwischen Mensch und Natur künstlerisch zu ergründen.

Das gesteigerte Umweltbewusstsein und der Wunsch sich mit der Natur zu verbinden, prägen auch das Verbraucherverhalten. Laut dem Marktforschungsinstitut NPD Group bevorzugt heute beispielsweise fast die Hälfte der US-Verbraucher natürliche Inhaltsstoffe in den von ihnen gewählten Produkten. Darüber hinaus informieren sich Verbraucher gezielt darüber, wie Hersteller Zutaten produzieren und welche Auffassung Marken diesbezüglich vertreten.

Das Global Wellness Institute berichtet, dass der am schnellsten wachsende Teil der 999 Milliarden Dollar umfassenden Wellness- und Schönheitsindustrie „Clean Beauty“ ist. Dieser Geschäftszweig steht für Produkte, die ethisch, nachhaltig und transparent gefertigt werden. Große Einzelhändler von Nordstrom über Barney’s bis Sephora haben das erkannt und reservieren entsprechend mehr Stellfläche für Naturprodukte.

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Neben einer gesteigerten Nähe zur Natur suchen Verbraucher nach Marken, die ihren spirituellen Bedürfnissen entsprechen. Einzelhändler reagieren darauf mit Einkaufserlebnissen, die den inneren Ausgleich in den Vordergrund stellen. Spirituelle Wellness-Events, wie beispielsweise die monatlichen Conscious Family Dinners in Los Angeles, sind regelmäßig ausverkauft. Und Unternehmen wie Moon Bath und Zephorium verwischen die Grenzen zwischen Schönheit, Heilung und Spiritualität mittels Produkten, die all diese Attribute vereinen.

In der visuellen Welt greifen Designer dies auf, indem sie anspruchsvolle Bilder mit natürlichen Elementen bevorzugen. Das körperliche, emotionale und spirituelle Wohlbefinden steht dabei im Mittelpunkt der Bildaussage.

Creative Democracy

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Heutzutage überlassen wir es längst nicht mehr nur kreativen Profis, unsere Bildwelten zu gestalten. Stattdessen machen sich die Menschen Technologien zunutze, um ihre Erlebnisse unverfälscht und authentisch in all ihren Farbnuancen mit anderen zu teilen. Jeden Tag werden 95 Millionen Fotos auf Instagram hochgeladen und 100 Millionen Stunden Videoinhalte auf Facebook betrachtet. Die Generation Z und die Millennials sind zwar Vorreiter in dieser Hinsicht, aber alle Altersgruppen beteiligen sich munter daran. Möglich machen dies mobile Services, mit denen das Teilen von Inhalten unterwegs sowie Livestreams im Social Web ein Leichtes sind.

Inzwischen haben Unternehmen die Vorliebe der Menschen für eigene Bilder in die Markenkommunikation integriert. So bat beispielsweise das Bekleidungsunternehmen American Eagle in seiner #aeriereal-Kampagne Frauen, unretouchierte Fotos von sich selbst zu posten. Damit setzte die Marke ein starkes Statement für eine positivere Einstellung zum eigenen Körper. Mehrere Möbelhersteller von West Elm bis Wayfair ermutigen Nutzer, Fotos ihrer neuen Produkte zu teilen, damit andere Kunden sich einen Eindruck davon bilden, wie die Möbel in einem echten Zuhause aussehen.

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Neue Tools und Communities verleihen dem Trend zum eigenen kreativen Bild Schubkraft. Beispielsweise ermöglichen unser Partner GoPro, aber auch Adobes eigenes Tool Premiere Rush CC, Kreativen aller Generationen, Videos plattformübergreifend zu erstellen, zu bearbeiten und zu teilen.

In der kreativen Demokratie herrscht Vielfalt, sowohl vor, als auch hinter der Linse. Visuell geht es bei der kreativen Demokratie um authentische Bilder, leuchtende Farben, facettenreiche Motive und Videos, die Menschen bewegen.

Disruptive Expression

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Immer mehr Menschen entschließen sich dazu, ihrer Stimme Gehör zu verschaffen. Ob im kreativen Sinne oder im politischen Widerstand, Bilder extremer Selbstdarstellung finden Anklang. Unsere Newsfeeds in den sozialen Netzwerken sind voll von marschierenden Demonstranten und spontanen Protestreden. Marken nutzen diesen Schwung und greifen die Bildsprache des Protestes in ihren Schaufenstern und für Modeserien auf. Institutionen vom Museum of the City of New York bis zum Smithsonian’s National Museum of American History halten das Phänomen für derart relevant, dass sie vorsorglich Protestschilder für zukünftige Ausstellungen sammeln.

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Selbst wenn keine politische Agenda dahintersteckt, dreht sich bei dieser aktuellen Welle der disruptiven Selbstentfaltung alles um integrative, kompromisslose und aufsehenerregende Bilder, die sich von der Masse abheben. Das Spektrum dieser Bildsprache ist breit. Es reicht an einem Ende von gespenstisch bis hypnotisierend, wie bei den atemberaubend biegsamen Modellen des Luxusmodehauses Balenciaga. Am anderen Ende stehen schillernde und verspielte Kreationen. Dies veranschaulicht der Boom der Instagram-Posts, die mit der KiraKira-App „verzaubert“ wurden.

Im visuellen Kontext bedeutet disruptive Selbstentfaltung, in Bildgeschichten ein breites Spektrum an Identitäten zu berücksichtigen, mutigen Persönlichkeiten Raum zu geben und die Wucht des Augenblicks abzubilden.

Brand Stand

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Nicht nur, aber insbesondere in der Generation Z und unter den Millennials wünschen sich Verbraucher von Marken mehr als nur Produkte. Sie schenken bevorzugt denjenigen Unternehmen Vertrauen, die gesellschaftliche Werte vertreten und sich zur Transparenz bekennen. Einer aktuellen Studie zufolge ist fast die Hälfte der Millennials der Ansicht, dass CEOs höchstpersönlich zu sozialen Fragen Stellung beziehen sollten.

Im besten Fall äußert sich das Verantwortungsbewusstsein nicht nur in Worten, sondern auch in Taten. Schlagzeilen machte etwa Outdoor-Kleidungsspezialist Patagonia, der sich offen für den Schutz bedrohter Nationalparks ausspricht, mit einer Klage gegen den US-Präsidenten. Andere Unternehmen stellten sich öffentlich gegen ein Gesetz, das Transgender-Menschen von öffentlichen Toiletten ausschließt.

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Weitere Marken unterstützen wiederum ihre Kunden, sich ethischer zu verhalten. So hat beispielsweise das Finanzunternehmen Aspiration ein Programm entwickelt, das Verbrauchern ermöglicht, ihre täglichen Ausgaben leichter mit ihren moralische Überzeugungen abzugleichen.

Marken, die diesem Trend folgen wollen, sollten ihre Unternehmenswerte in der Bildkommunikation auf sinnvolle Weise in Zusammenhang mit großen Themen wie soziale Gerechtigkeit und Naturschutz bringen. Eindrucksvolle Darstellungen von Ursachen und Folgen globaler Probleme entfalten erfahrungsgemäß eine starke Wirkung auf den Betrachter.

Wer sich etwa in den Dienst des Naturschutzes stellt, kann zeigen, welcher Schatz auf dem Spiel steht. So lässt die Adobe Stock-Collection der Ocean Agency Betrachter und Käufer der Bilder die seltene Schönheit der Unterwasserwelt erleben. „99 Prozent der Menschen tauchen nicht und werden es wahrscheinlich auch nie“, erklärt der Gründer des Unternehmens, Richard Vevers. „Deshalb ist die Bildkommunikation so wichtig, wenn es um den Schutz der Meere geht. Unsere Aufgabe ist es, Bilder aufzunehmen, die die Welt begeistern und Menschen mit dem magischsten Teil unseres Planeten, unserer Unterwasserwelt, bekannt zu machen und zu deren Rettung ermutigen.“

Bleibt dran, wenn wir die #VisualTrends 2019 für euch weiter verfolgen.

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