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Artist Spotlight: Sebastian Hue

Bei der Auswahl eines Künstlers für unseren Visual Trend „Machine Learning Comes to Life” im November konnte es keine bessere Wahl geben als den französischen „Photobasher”, Konzeptkünstler und Matte-Painter Sebastian Hue. Angetrieben von seiner Liebe zu Science Fiction ist Sebastian ein Pionier für digitale Bilder in dieser innovativen Landschaft und begeistert uns mit unglaublicher Tiefe und Liebe zum Detail. Wir haben mit ihm gesprochen, um mehr über seine Arbeit zu erfahren.

ADOBE STOCK: Kannst du uns etwas über dich und deinen kreativen Hintergrund erzählen?

Sebastian Hue: Mein Name ist Sebastien Hue, ich bin Digitalkünstler aus Paris. Ich habe als Autodidakt vor etwa 8 Jahren begonnen kreativ zu arbeiten. Als Inspiration dienten mir Dylan Cole und andere berühmte Matte-Painter. Ursprünglich habe ich mit Adobe Photoshop angefangen, aber als ich meine zeichnerischen Fähigkeiten eine Weile beiseite ließ, beschloss ich, 3D-Modellierung zu erlernen, um so Objekte oder Dinge erstellen zu können, die ich nicht malen konnte. Ich spürte, dass die Umwelt eher mein Ding war und meine Science-Fiction-Leidenschaft meine Fantasie belebte. Als ehemaliger Freiwilliger der Community Deviantart Sci-Fi-Galerie und Angestellter des internationalen Kollektivs The Luminarium wurde ich 2014 freischaffender CG-Künstler und arbeite seitdem weltweit für Verlage und Gaming-Unternehmen.

ADOBE STOCK: Wie würdest du deinen Stil und die von dir verwendeten Techniken beschreiben?

Sebastian Hue: Ich weiß nicht, ob ich wirklich einen Stil habe, aber es ist ein tolles Kompliment, wenn es so wäre. Ich würde sagen, mein Stil geht in Richtung fotorealistischer Umgebungen und Keyframes. Deshalb ist meine wichtigste Technik, Stockfotos zu verwenden, um derartige Ergebnisse zu erzielen. Ich fange am liebsten mit gemalten Skizzen an, um den Prozess zu beschleunigen, verwende Photobashing mit Texturen und Stockmaterial, um dann durch Übermalen eine Mischung zu erzeugen.

ADOBE STOCK: Wo suchst du, wenn du Inspiration brauchst?

Sebastian Hue: Ich habe verschiedene Quellen, um Inspiration zu finden – schon einfach nur nach Fotoreferenzen zu suchen, kann Inspiration auslösen. Ich folge vielen Künstlern in den sozialen Netzwerken, auch das ist Teil meiner Suche nach Inspiration. Dies gilt auch für Filme, so dass ich sehr oft Miniaturansichten in mein Skizzenbuch zeichne, wenn ich beim Anschauen eines Films ein cooles Keyframe sehe. Dann wird mein Skizzenbuch zu meiner eigenen Inspirationsdatenbank.

ADOBE STOCK: Was war deine größte Herausforderung, um in der Designbranche zu bestehen?

Sebastian Hue: Es gab viele Herausforderungen, aber die größte war, meine Karriere vom Versorgungsdenken zum freischaffenden Künstler zu entwickeln. Ich habe hart daran gearbeitet, um diese Kehrtwende hinzubekommen und von meiner Kunst leben zu können. Der Wille, meine berufliche Situation zu ändern, war stärker als alles andere. Dieser Wille war von der Leidenschaft getrieben, lernen zu wollen, was die harte Arbeit in das positive Bedürfnis verwandelte, ein besserer Künstler zu werden und immer bessere Kunstwerke zu schaffen.

ADOBE STOCK: Wie ist deine Haltung zu Stockbildern und glaubst du, dass sich die allgemeine Wahrnehmung verändert?

Sebastian Hue: Meine Wahrnehmung ist, dass alle Mittel gut sind, um wirkungsvolle und ansprechende Kunst in einer Branche zu produzieren, die Dinge in einer minimalen Zeit mit der besten Qualität erschaffen will. Deshalb betrachte ich es nicht als Betrug, wenn ich Stockbilder verwende, es ist eine Technik wie viele andere. Einige würden stattdessen 3D verwenden. Also ja, ich denke, die Wahrnehmung ändert sich in der Tat.

ADOBE STOCK: Welche Künstler und Designer sollten wir im Auge behalten?

Sebastian Hue: Die, von denen du denkst, dass du sein willst wie sie (lacht). Folge den Künstlern, die dich so sehr inspirieren, dass du sie als natürliche Inspirationsquelle empfindest. Fühle dich nicht vom künstlerischen Niveau des Künstlers erdrückt, sondern nimm ihn ganz im Gegenteil als Ziel und Herausforderung an.

ADOBE STOCK: Welche Funktionen gefallen dir bei der Verwendung von Adobe Stock am meisten?

Sebastian Hue: Die Synchronisation in Photoshop CC gespeicherten Stockmedien. Der Zugriff auf Adobe Stock direkt aus Photoshop CC ist großartig und bedeutet Zeitersparnis. Die Vorschau für Bilder, für die du keine Lizenz hast, ist ebenfalls klasse. So kannst du schnell einige Grobentwürfe machen und brauchst dann nur die Stockfotos zu lizensieren, die du schließlich wirklich nutzen willst.

ADOBE STOCK: Was war bis jetzt dein Lieblingsprojekt?

Sebastian Hue: Mein Lieblingsprojekt ist immer das, an dem ich gerade arbeite. Ich bin Konzeptkünstler in einem französischen Studio, das spezialisiert ist auf TV-Shows, Live-Performance-Grafik-Layouts und Screen-Animationen. Ich arbeite inhouse mit 3D-Modellierern und Motion-Designern an der nächsten Tournee einer sehr berühmten französischen Rock-Pop-Band aus den 80ern. Es ist ein großes Projekt, für das ich Designs und Konzeptkunst entwerfe. Ich kann es kaum erwarten, es nächstes Jahr live in Paris Bercy zu sehen.

ADOBE STOCK: Welche Musik hörst du während der Arbeit (wenn überhaupt)?

Sebastian Hue: Es hängt von meiner Stimmung ab, aber Musik beeinflusst meine Malerei nicht wirklich. Die Bandbreite reicht von Metal- zu Score-Musik über Blues und Pop zur klassischen Musik. Ich arbeite jedenfalls kaum ohne Musik.

ADOBE STOCK: Auf welche Design-Trends sollten wir 2018 achten?

Sebastian Hue: Ehrlich gesagt, ich versuche einem Trend nicht zu sehr folgen, der meine Arbeit beeinflussen würde. Ich hoffe einfach nur, dass der Trend zu Sci-Fi-Spielen, Filmen und Kunst-Covers nicht aus dem Takt gerät.

Mehr über Sebastians Arbeiten findet ihr auf seiner Website, auf Behance, Facebook und Instagram.

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