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Die Bildredaktion der Zukunft: Delius Klasing macht es vor – mit Adobe Stock

Dank Künstlicher Intelligenz und Vernetzung ermöglicht Adobe Stock ein einfacheres Lizenzmanagement und effizientere Workflows. Wir sprachen darüber mit Wolfgang Papp, Bildredakteur beim Special-Interest-Medienhaus Delius Klasing.

Die digitale Welt krempelt den Job von Bildredaktionen zwar schon seit mindestens 20 Jahren gehörig um, doch in der derzeitigen Phase der Digitalisierung nimmt der Wandel nochmals Fahrt auf. Insbesondere in breit aufgestellten Medienhäusern stehen Bildredaktionen vor der Herausforderung, schnell und effizient sehr viele Inhalte für diverse Medienprodukte zu recherchieren und zu managen. Vor diesem Hintergrund sieht der traditionsreiche Special-Interest-Verlag Delius Klasing eine wegweisende Perspektive im Ökosystem von Adobe. Dieses revolutioniert den Workflow von Bildreaktionen durch eine enge Verzahnung von Adobe Stock und Adobe Creative Cloud. Auf diese Lösung will das auf Sport spezialisierte Medienhaus künftig noch stärker setzen.

Delius Klasing: Über 100 Jahre alt und immer noch sportlich

„Vernetzte Workflows sind die Zukunft in Art Buying und Bildredaktion“, sagt Wolfgang Papp, leitender Bildredakteur bei „Tour“ und „MyBike“, zwei Magazinen aus dem Themenbereich Radsport, in dem Delius-Klasing-Publikationen seit Jahrzenten eine Instanz sind. 1911 gegründet, ist Delius Klasing heute Europas größtes familiengeführtes Special-Interest-Medienhaus. Neben Radsport-Medien erscheinen bei Delius Klasing auch zu den Themenbereichen Wassersport, Bergsport und Automobil Zeitschriften, Bücher, Kalender und Apps.

Zwar produzieren die Redaktionen in Bielefeld, München, Hamburg und Stuttgart viele Bilder selbst, insbesondere für die Reiseteile und Produkttests. Dennoch ist der Bezug von Stockmedien eine feste und unverzichtbare Größe in der Content-Erstellung bei Delius Klasing.

„Bisher verfolgten die Standorte des historisch gewachsenen Verlagshauses individuelle Beschaffungsabläufe. Nun wollen wir dies stärker koordinieren, weil alle Kollegen von effizienteren Abläufen und einem gebündelten Einkauf profitieren“, erklärt Wolfgang Papp, der von München aus die Radsportmagazine illustriert und zusammen mit einer Kollegin die Modernisierung der Bildbeschaffung verlagsweit vorantreibt.

Digitale Zäsur: Mehr kreativer Freiraum für Bildredaktionen

Zur Modernisierung der Bildbeschaffung ermutigen Delius Klasing auch neue Trends, wie sie Adobe Stock beispielsweise mit einer KI-gestützten Bildersuche sowie mit der Vernetzung zwischen dem Stockmarktplatz und der Creative-Cloud-Grafiksoftware setzt. Dadurch können Layouter und Mediengestalter in Photoshop, Illustrator, Premiere Pro und anderen Programmen diverse Medien bei Adobe Stock finden und lizenzieren, ohne die Programmoberfläche verlassen zu müssen. Ferner ermöglicht die Künstliche Intelligenz von Adobe Sensei passende Treffer anhand von bereits vorliegenden Bildern zu suchen.

Das klingt nach einer tiefgreifenden Zäsur für die bisherige Tätigkeit von Bildredaktionen. Wird das Berufsbild überflüssig? „Ganz im Gegenteil“, betont Wolfgang Papp, der die Chancen der Technologie erkennt. „Wenn ein Layouter ein Bild direkt in der Software lizenzieren kann und für diesen Vorgang nicht erst den Bildredakteur kontaktieren muss, verschafft das beiden einen Zeitgewinn. Und weil die Bildredaktion von solchen formalen Schritten entlastet wird, kann sie ihre Ressourcen freier in kreativen Aufgaben entfalten – der Vorbereitung von Fotoshootings beispielsweise“, so Papp.

Dank der KI-Algorithmen nach Bildern per Rückwärtssuche recherchieren zu können, betrachtet Wolfgang Papp als weitere große Entlastung. „Dass man sich von bereits einmal gesehenen Bildern inspirieren lässt und anhand dessen Erwartungen an einen Suchauftrag formuliert, ist ja typisch für den Rechercheprozess. Wenn KI mir diesen Weg erleichtert und ich dadurch weniger Einträge sichten muss, ist das eine faszinierende Arbeitserleichterung.“

„One-Stop-Shop“ Adobe Stock: Alle Medienformate aus einer Hand

Zunehmend beschränkt sich der Bezug von Stockmedien nicht nur auf Fotos. Auch Illustrationen, Vektorgrafiken, 3D-Modelle und Videos werden häufiger nachgefragt und machen deshalb einen wachsenden Teil der 120 Millionen Assets bei Adobe Stock aus.

Dies ist insbesondere für E-Books und für die Content-Produktion für Smartphone- und Tablet-Apps interessant. Bei Delius Klasing stellen beispielsweise multimediale Sportbootkarten oder Trainings-Apps für Bootsführerscheine einen wachsenden Geschäftszweig dar. Deshalb gewinnen animierte und bewegte Stockmedien perspektivisch an Bedeutung für die Bildredaktionen des Verlages, so Wolfgang Papp.

Bildlizenzen zentral und stressfrei managen

Greifen alle Bildredaktionen von Delius Klasing auf einen Stockmarktplatz zu, vereinfacht dies außerdem das Lizenzmanagement. „Das ist für ein dezentral aufgestelltes Haus, wie wir es sind, vorteilhaft. Denn dadurch ist auf den ersten Blick ersichtlich, ob ein Bild bereits zuvor lizenziert wurde“, sagt Wolfgang Papp.

Delius Klasing nutzt Adobe Stock bislang auf Credit-Basis. Einen noch einfacheren Überblick über die genutzten Lizenzen ermöglichen maßgeschneiderte Laufzeitverträge von Adobe Stock für Unternehmen. Unter anderem lässt sich dadurch sehr leicht Anwendern Zugriff auf das Stockmedienkontigent geben. Zudem erleichtern erweiterte Reporting-Funktionen die Lizenzverfolgung. Weil das Abo von Adobe Stock in diesem Fall für das gesamte Unternehmen gilt, wird auch die Zahlungs- und Bestellabwicklung viel einfacher. Aus Sicht von Wolfgang Papp ist das eine attraktive Alternative, weshalb Delius Klasing diese Option prüft.

„In unserer visuellen Welt ist der Bedarf an Stockmedien so groß wie nie und eine breite und gute Auswahl aus einer Hand Gold wert. Technologie ändert die Rolle von Bildredaktionen, hilft ihnen aber auch dabei, eine noch viel bessere Arbeit für stark diversifizierte Medienhäuser zu machen“, lautet das Fazit von Wolfgang Papp.

 

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