Creative Connection

22. September 2017 /Design /Grafikdesign /Inspiration /

Erstellung von Grafikanimationsvorlagen in Adobe After Effects

Als Ergänzung zu dem Beitrag What the Heck is a .mogrt?! (Was um alles in der Welt ist eine .mogrt?!) haben wir einen Kurzleitfaden für die Erstellung von Grafikanimationsvorlagen (Motion Graphic Templates oder .mogrt-Dateien) aus Kompositionen in After Effects geschrieben, die in Premiere Pro flexibel eingesetzt werden können.

Mit dem neuen Dateiformat .mogrt können Designer Grafikanimationen und Titel problemlos mit anderen teilen, ohne die Kontrolle über den Stil der Titel für das untere Bilddrittel, Markenlogos oder andere animierte Elemente zu verlieren. Cutter können die Vorlagen über das Bedienfeld Essential Graphics in Adobe Premiere Pro CC anpassen. Dabei bestimmt du als Designer, welche Einstellungen geändert werden können.

Wer mit After Effects und Premiere gleichzeitig arbeitet, kann die Parameter, die beim Schnitt am häufigsten verändert werden, in die Vorlagen übernehmen. So kannst du sie bei Videoprojekten schnell aktualisieren, ohne zwischen den beiden Anwendungen hin- und herspringen zu müssen.

Allein schon das Bedienfeld Essential Graphics in After Effects erleichtert die Arbeit ungemein. Bei einer superkomplizierten Komposition beispielsweise kannst du den neuen Essential Graphics-Arbeitsbereich als Steuerfläche einsetzen, mit der du die am häufigsten verwendeten Elemente auf eine höhere Ebene heben kannst – das Herumsuchen in der Zeitleiste hat somit ein Ende. BÄNG!

Sogar Eigenschaften von Vorkompositionen lassen sich hinzufügen; durch einen Rechts- oder Doppelklick auf die Eigenschaft gelangt man in der Zeitleiste direkt zu ihnen.

Erstellung einer Grafikanimationsvorlage (.mogrt)

Die Erstellung einer Grafikanimationsvorlage aus einer Komposition in After Effects ist ein Kinderspiel.

Öffne das Bedienfeld Essential Graphics in After Effects v14.2 oder höher und wähle die Komposition aus dem Auswahlmenü, für die eine Vorlage erstellt werden soll.

Dann klickst du einfach auf „Solo Supported Properties“, ziehst die unterstützten Eigenschaften in Essential Graphics…

…und benennst sie neu, um der Person, die deine .mogrt-Datei verwendet, zu erklären, welche Rolle das jeweilige Element spielt. (Das ist hilfreich, selbst wenn du selbst die Datei weiter verwendest!)

Über die Funktion „Poster-Frame definieren“ kann die aktuelle Position auf der Zeitleiste (d. h. die jeweilige Position des CTI-/Wiedergabekopfes) als Poster-Frame eingestellt werden.

Anschließend klickst du auf „Animationsgrafikvorlage exportieren“, um die .mogrt-Datei in einer Creative Cloud-Bibliothek oder lokal auf einem Laufwerk zu speichern.

Profi-Tipp: Wenn du die Datei im Essential Graphics-Ordner auf deinem Gerät speicherst, erscheint sie automatisch im Bedienfeld Essential Graphics von Premiere Pro.

Mehr Starthilfe? Dieses Video-Tutorial zeigt dir die Schritte im Einzelnen. TUTORIAL ANSEHEN

Was kann in eine Grafikanimationsvorlage aufgenommen werden?

Alle Elemente, die über ein Textfeld, einen Farbwähler, Schieber oder ein Kontrollkästchen gesteuert werden, können als editierbare Parameter in einer Animationsvorlage erscheinen. Du kannst auch Kommentare hinzufügen, entweder als persönliche Notiz oder als Hinweise für Kollegen.

Und wer was richtig Schickes machen will, kann Expressions mit Schiebern oder Kontrollkästchen verknüpfen und so zwischen verschiedenen Animationen oder Hintergründen in einer .mogrt hin- und herschalten.

Hoffentlich hilft dir dieser Kurzleitfaden bei der Erstellung von Grafikanimationsvorlagen in After Effects. Sag uns in den Kommentaren deine Meinung zu diesem Workflow. Demnächst mehr in dieser Serie!

Design, Grafikdesign, Inspiration

Diskutiere jetzt mit