Creative Connection

Digitalnomaden, Globetrotter und jetzt Adobe Stock #NewFace: Into The World

Marcus Hofschulz (57) und Christof Schoppa (32) leben den Traum vieler Menschen: Sie sind das, was man heute als Digitalnomaden bezeichnet. Ihr Schreibtisch ist das aufgeklappte Handschuhfach, ihr Wecker die aufgehende Sonne. Sie verdienen ihr Geld indem sie reisen und ihre Abenteuer in wunderschönen Bildern festhalten. Wie sie auf die Idee kamen, alles hinter sich zu lassen, um gemeinsam die Welt zu erobern – und was ausgerechnet Nachrichtensprecher Claus Kleber damit zu tun hat – haben sie uns in einem sehr unterhaltsamen Gespräch verraten.

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Adobe Stock: Wie entstand die Idee zu „Into the World“?

Christof: Wir haben uns 2013 kennengelernt. Damals wohnten wir noch getrennt, haben oft telefoniert. Eines Abends lief bei Marcus zuhause nebenher das Heute Journal im Fernsehen. In einem Beitrag sagte Claus Kleber: „Im März 2014 wird in Brasilien der letzte VW -Bulli T2 vom Band gehen.“

Marcus: Christof sagt mir, dass er schon immer mit so einem Auto die Welt bereisen wollte. Nach dem Telefonat stand unser Entschluss fest. 2014 verkauften wir so gut wie all unsere Besitztümer. 2015 ging es los. Bis heute haben wir keinen festen Wohnsitz. Für uns bedeutet das Freiheit. Morgens um fünf mit den ersten Sonnenstrahlen aufstehen, Kaffee auf dem Gaskocher zubereiten, die Wellen rauschen hören und dabei völlig allein sein. Unser Name Into The World ist übrigens eine Hommage an unseren Lieblingsfilm Into the Wild: Fernab von Konsum die Natur und die Welt zu erleben, das ist unsere Definition von Glück.

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Adobe Stock: Reisen und damit Geld verdienen  das ist eine sehr romantische Vorstellung. Wie sieht’s in der Realität aus?

Marcus: Wir leben ziemlich minimalistisch. Von zehn, 15 Euro am Tag. Essen und Sprit mit eingerechnet. Das reicht uns völlig, ist aber sicher kein Lifestyle für jedermann. Wir haben mehrere Sponsoren und Partner, wie Peak Performance, Hankook Reifen und Sony. Außerdem nehmen wir natürlich gerne Auftragsarbeiten an, vor allem wenn die Kooperation mit unseren Vorstellungen und Prinzipien übereinstimmt.

Chris: Stockfotografie hatten wir, ehrlich gesagt, sehr lange nicht auf dem Schirm. Bis uns jemand von Adobe letztes Jahr bei der langen Fotonacht in Hamburg darauf aufmerksam machte. Gegen Ende des Jahres 2017 haben wir angefangen, Bilder dort hochzuladen.

Adobe Stock: Wie habt ihr eure Leidenschaft für Fotografie entwickelt?

Marcus: Mit 13 Jahren habe ich von meinem Großvater meine erste Kamera bekommen. Eine Kleinbildkamera mit Kassettenfilm. Damit habe ich unsere Familie laufend fotografiert. Mich interessierten besonders die Gesichter der Menschen. Die Jungen mit ihrer glatten Haut, die Alten mit den von Falten gezeichneten Gesichter. Zu meinem 18. Geburtstag habe ich eine Hasselblad 501 c/m mit einer 150mm Optik bekommen. Mein Großvater hatte wohl erkannt, dass ich ein Faible für die Portraitfotografie entwickelte. Jeder Mensch hat eine Geschichte und diese möchte ich in meinen Portraits festhalten. So fotografierte ich weiterhin Gesichter. 2008 wurde ich Hasselblad Semi-Master im Bereich Portraitfotografie. Danach ging es weiter als Trainer für Hasselblad, Leica und Nikon. Erst 2014 habe ich schließlich begonnen, mich zusätzlich mit Landschaftsfotografie auseinanderzusetzen.

Chris: Als Kind habe ich schon immer gerne mit der alten russischen Zenit meiner Mutter gespielt, aber so richtig kam ich eigentlich erst durch die ersten fotofähigen Handys auf den Geschmack. Irgendwann entdeckte ich dann die Fotosharing-Seite Flickr und verfiel so der Fotografie immer weiter. Ich war begeistert von den Portfolios anderer Menschen. Auch ich wollte meine eigenen Geschichten und Bilder teilen. Ich fokussierte mich auf Street- und Portraitfotografie. Wenn wir Zeit in Städten verbringen, gehe ich dem auch immer noch gerne nach.

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Adobe Stock: Wie darf man sich euren Arbeitsalltag in der Praxis vorstellen?

Marcus: Egal wohin wir gehen, die Kameras sind immer dabei. Zusätzlich haben wir Action Cams auf dem Autodach. Wir produzieren locker 40, 50 Gigabyte an Fotos pro Woche. Tagsüber fotografieren wir, abends sichten, sortieren wir in Adobe Lightroom CC. Veröffentlicht werden nur Bilder, die uns wirklich beiden gefallen. Ich sitze dann auf dem Beifahrersitz, klappe das Handschuhfach auf und benutze das als Schreibtisch. Ich kümmere mich hauptsächlich um die administrative Seite, das heißt Büro, Steuer, Konten und so weiter. Chris sitzt hinten im Wagen, bearbeitet die Bilder. Wenn wir dann Internet brauchen, um zu posten oder die Fotos zu sichern, dann ist das auch kein Problem: Ob in den Alpen oder auf den Lofoten  man findet wirklich überall WLAN.

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Adobe Stock: Was ist euer nächstes Projekt?

Chris: Ein neues Zuhause. Natürlich wieder auf vier Rädern. Vielleicht einen Sprinter oder ähnliches, den wir nach unserem Geschmack ausbauen können. Momentan schlafen wir in einem Dachzelt und arbeiten, wie gesagt, auf sehr engem Raum. Auf Dauer wäre es einfach schön, etwas Größeres, Praktischeres zu haben. Schlafzimmer, Küche, Büro in einem.

Marcus: Sobald wir das neue Auto haben, werden wir für längere Zeit wieder unterwegs sein. Wir stecken schon mitten in den Reisevorbereitungen. Geplant sind zwei bis drei Jahre in Europa und Nordafrika. Außerdem wollen wir demnächst Rezepte konzipieren und fotografieren, die landestypisch sind und sich auf zwei Flammen, mit nur einer Pfanne und einem Topf zubereiten lassen.

Adobe Stock: Danke für das nette Gespräch, wir freuen uns, bald wieder von euch zu hören  und zu sehen!

Psst, die Jungs haben natürlich noch viel mehr beeindruckende Fotos veröffentlicht. Schaut einfach mal auf ihrem Adobe Stock Portfolio vorbei.

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Adobe Stock

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