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Design-Tipps für 6 typische Marketing-Materialien

Täglich haben wir mit den verschiedensten Projekten zu tun. Auch wenn ihr bereits erfahrener Designer seid: Weder seid ihr allwissend, noch lassen sich Inspirationen einfach nach Bedarf abrufen. Photoshop CC, Illustrator CC und InDesign CC sind Hauptbestandteile jedes Designer-Toolsets. Sofern ihr diese jedoch nicht wirklich täglich nutzt, könnte ein wenig Starthilfe oder eine kleine Auffrischungen ganz nützlich sein.

Hilf deiner Kreativität auf die Sprünge, z. B. mit gebrauchsfertigen Vorlagen von Adobe für gängige Marketing-Materialien. Auf den Training- und Support-Seiten zu Photoshop, Illustrator und InDesign findet ihr außerdem Tutorials für Einsteiger und Profis. Hier könnt ihr Schritt für Schritt lernen, während ihr an echten Projekten arbeitet.

Im Folgenden findet ihr ein paar hilfreiche Design-Tipps und Best Practices zur Umsetzung sechs typischer Marketing-Projekte. Einfach ausprobieren und Ergebnisse präsentieren, die alles andere als typisch sind!

  1. Logos

Als Erstes: Verwechselt nicht das Logo mit der Identität der Marke. Das Logo dient als grafisches Erkennungszeichen und ist daher lediglich ein Aspekt der Marke. Manche Logos bestehen nur aus einem Bild oder Signet (siehe unten), während andere nur aus dem Firmennamen oder einer Wortmarke gebildet werden. Logos aus zwei oder mehr Elementen bezeichnet man als Wort-Bild-Marke. Sie werden als einzelnes Bild behandelt. Farben, Personen, Philosophie und sogar Typografie sind als Bestandteile der Identität Ihrer Marke ebenso bedeutend und können beim Design eines Logos hilfreich sein. Erweckt die Geschichte und die Identität eures Unternehmens mit einem flexibel einsetzbaren Logo zum Leben: In der multimedialen Welt von heute müssen Markensymbole in einer großen Bandbreite von Größen, Formen, Dimensionen und Anwendungen skalierbar, responsiv und erkennbar sein. Verwendet am besten Illustrator, um ein möglichst flexibles Design zu erstellen. Speichert es anschließend in eurem bevorzugten Dateiformat und legt die Datei an einem Ort ab, auf den alle Mitglieder eures Teams mühelos zugreifen können, z. B. in einer Creative Cloud-Bibliothek.

Diese Animation veranschaulicht die Idee für das Logo eines Reisebüros (L’Ufficio dei Viaggi). Erstellt von Concreate Studio, Venedig, Italien.

  1. Briefpapier, Visitenkarten & Co.

Briefkopf und Visitenkarten gestaltet ihr in InDesign. Drucksachen mögen altmodisch wirken, jedoch wird nach wie vor das Konzept des Corporate Design benötigt, und es muss für zahlreiche digitale Medien geeignet sein. Die Qualität des Designs spielt dabei eine wichtige Rolle. 72 Prozent beurteilen ein Unternehmen oder eine Person nach der Qualität der Visitenkarte; 78 Prozent sind der Ansicht, dass farbige Visitenkarten einprägsamer sind als einfache weiße. Wenn ihr Briefpapier und Visitenkarten drucken lassen möchtet, dann achtet darauf ein Farbschema zu wählen, das zu eurem Budget passt. Mehrfarbige Logos lassen sich z. B. als einfarbige Variante ausgeben, die genauso wirkungsvoll ist, aber mehr finanziellen Spielraum für Papier und Druck in hoher Qualität lässt. Macht euch auch Gedanken darüber, wie der Fließtext zu eurem Briefkopf passt und wählt Einstellungen für Rand und Schriften, die sich gut für Textverarbeitungs-Software eignen. Dabei solltet ihr natürlich darauf achten, dass alle Elemente gut miteinander harmonieren.

Ansprechende Visitenkarte mit sauberem Design und nur einer Farbe. Design von Quim Marin.

  1. Broschüren

Eine Broschüre ist ein gängiges Marketing-Dokument, das schon ein wenig mehr Expertise erfordert. Verwendet InDesign, um Bilder, Überschriften und Text auf mehreren Seiten und in unterschiedlichen Größen zusammenzustellen. Das ist keine leichte Aufgabe, denn es gibt unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten. Genauso unendlich ist fast auch die Anzahl der Broschürenvorlagen, die ihr als Ausgangspunkt für eure Arbeit verwenden könnt Als Erstes legt ihr die Rahmenbedingungen für eure Broschüre fest: Print oder digital, Anzahl der Seiten und Farben, gebunden oder gefalzt und das Verhältnis von Bildern, Text und Leerflächen zueinander. Wählt eine Vorlage aus, die diesen Vorstellungen am besten entspricht – so spart ihr wertvolle Zeit. Arbeitet stets mit Rastern, d. h. mehreren sich überkreuzenden Hilfslinien, um Inhalte zu strukturieren und Grafikelemente perfekt auszurichten. Achtet zugunsten des Leseflusses auf eine sinnvolle Hierarchie von Kontrast und Skalierung.

Das zweifach gefalzte Querformat mit kräftigen Farben und vielen Bildern lockert den ausführlichen Text auf – eine Broschüre, die ins Auge springt. Von Rayz Ong.

  1. Flyer

Flyer sind wie Broschüren, aber meist kürzer und mit mehr Grafiken als Text. In InDesign könnt ihr Flyer erstellen, um online oder auf Papier auf euer Event, euren Service oder euer Unternehmen aufmerksam zu machen. Erleichtert euch die Inspiration und schafft Konsistenz für eure Marke, indem ihr für Broschüren, Flyer und andere Marketing-Materialien die gleichen Design-Elemente verwendet. Aktualisiert die Bilder ggf., um sie an euer konkretes Anliegen anzupassen. Bei Flyern ist die Überschrift von zentraler Bedeutung; Text sollte auf das Wesentliche beschränkt sein. Und wählt die einfachen Schriften – Leser sollen sich auf den Inhalt euer Botschaft konzentrieren und nicht von einer ungewöhnlichen Schriftart abgelenkt werden.

Caption: Dieser Flyer hat eine bequem zu lesende Schrift, die gut zum Kunden passt: MIA Electronic Clubbing. Von Angela Lluch.

  1. Social Media Grafiken

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte – und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Kunden über soziale Medien Kontakt aufnehmen, um das Zehnfache. Mit Photoshop lassen sich ganz einfach Bilder für Social Media erstellen. Schneidet die Bilder auf die richtige Größe zu, und wählt eine passende Auflösung, damit die Bilder zwar ausreichend scharf, jedoch ohne lange Ladezeiten dargestellt werden. Denkt auch daran, euer Design für responsive Websites zu optimieren, damit es für unterschiedliche Bildschirmgrößen und -ausrichtungen verwendet werden kann. Häufig werden die Bilder durch Beschriftungen ergänzt. Mit Fotos oder Bildern aus Adobe Stock, Text und anderen Design-Elementen erstellt ihr unverwechselbare Bilder für gängige soziale Netzwerke.

Caption: Diese Sportcollagen aus Fotos, Text und Grafiken wurden an die Größenvorgaben bestimmter sozialer Netzwerke angepasst. Von Dylan Drake.

  1. Visualisierung von Daten für Infografiken und Präsentationen

Daten, die eure Botschaft unterstützen, lassen sich am besten in Diagrammen und Graphen darstellen. Adobe bietet eine Illustrator-Vorlage für solche Projekte. Egal, ob ihr Grafiken für eine Online-Infografik oder Beamer-Präsentation bearbeitet – Regel Nr. 1 lautet: So wenig Text wie möglich! Verwendet am besten nur Überschriften – alles andere zeigt ihr über euer Design. In beiden Fällen würden zu feine Details untergehen. Denkt auch bei diesen Projekten an euer Corporate Design und verwende entsprechende Farben, Schriften und Illustrationen. Fügt euer Logo ein und veranschaulicht die Daten so, als hättet ihr sie selbst erhoben.

Ein konsistentes Farbschema, einfache Überschriften und visuelle Vielfalt erzählen die Geschichte der Daten in dieser Infografik . Von Tanya Boyko.

Letztendlich lernt ihr in puncto Design am besten dazu, indem ihr gutes Material nachahmt – so wie Kunstmaler in Museen Meisterwerke kopieren. Wählt als Vorlage etwas, das euch gefällt, und verändert es Stück für Stück nach euren eigenen Vorstellungen. So entwickelt ihr ein Gespür für Details, die euch zuvor nicht einmal aufgefallen sind. Nutzt alle Vorteile eures Creative Cloud-Abos, und vertieft euer Know-how. Verwendet dazu die Design-Vorlagen inkl. Anleitung bei Adobe Stock:

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