Creative Connection

Kreativität – die treibende Kraft hinter dem Erfolg kleiner Unternehmen

„Sei neugierig.“ Wer Kreativität am Arbeitsplatz fördern will, sollte sich an diese Empfehlung von Scott Boniface halten, Partner und Projekt-Manager der kanadischen Kreativagentur Playground. Der Zusammenhalt im Team werde gestärkt, wenn Mitarbeiter die Möglichkeit haben, sich am Arbeitsplatz mit Dingen zu beschäftigen, die sie persönlich interessieren und begeistern, so Boniface. Und dieser Zusammenhalt spiegelt sich in der Qualität der Arbeit wieder.

Die im Adobe-Bericht zur Studie State of Create vorgestellten Ergebnisse belegen diese These und deuten sogar darauf hin, dass die Erfolge kleiner Unternehmen auf genau dieser Freiheit und Kreativität beruhen. Der Studie zufolge glaubt eine überwältigende Mehrheit, dass Mitarbeiter und Führungskräfte ihre Aufgaben durch und mit Kreativität besser ausführen können. Aber wenn man nach ihrer persönlichen Kreativität fragt, denkt weniger als die Hälfte, dass sie kreativ sei oder ihr kreatives Potenzial voll ausschöpfe. Kann Kreativität also tatsächlich bessere Geschäftsergebnisse bewirken? Und wie gelingt es Unternehmen, mehr Kreativität am Arbeitsplatz zu etablieren und sich damit Wettbewerbsvorteile zu verschaffen?

Die meisten Unternehmen wissen um den Wert von Innovation. Aber viele tun sich schwer mit dem Gedanken, die Wettbewerbsposition mit kreativen statt operativen Mitteln zu verbessern. Sie wissen, dass sie innovativ sein müssen. Allzu oft aber werden beim Versuch, die richtige Balance zwischen kreativer Freiheit und Produktionsgebot zu finden, die besten Ideen ungewollt zunichte gemacht.

Einfacher ist es, genau das zu tun, was Boniface empfiehlt: den Forscherdrang in Mitarbeitern zu beleben. Eine kreative Belegschaft ist förderlich für Innovation und Wachstum, die sich wiederum positiv im Geschäftsergebnis niederschlagen. Hier sind einige Möglichkeiten, wie Unternehmen die Neugierde und Kreativität ihrer Mitarbeiter anregen können:

Jedem zuhören. Für Jon Ostroushko, Desktop Application and Support Supervisor bei Quality Bicycle Products, war die Förderung einer kreativen Unternehmenskultur von Anfang an unumgänglich. Als junges Unternehmen ohne durchkonzipierte Marketing-Strategie wurden Mitarbeiter häufig um eigene Ideen zur Entwicklung der Marke gebeten. Diese offene Kultur wird bis heute fortgeführt – mit Kreativ-Sessions und Programmen zur Prozessverbesserung, die die Bildung hochleistungsfähiger Teams durch offenen Austausch und gemeinsame Ideenfindung fördern. Mitarbeiter auf allen Ebenen tragen mit kreativen Beiträgen zu dieser Kultur bei. Jeder kann seine Meinung offen äußern und eigene Ideen vortragen. Mit diesem Konzept erstellt Quality Bicycle bessere Produkte und löst Probleme auf eine Weise, die sich auf das gesamte Unternehmen überträgt. Ostroushko rät: „Die Gedanken jedes einzelnen Mitarbeiters sind wertvoll. Wer sie anhört, wird offener für kreative Lösungswege. Wer sie ignoriert, riskiert es, wichtige Chancen zu verpassen.“

Neues unternehmen. Workshops, Ausflüge oder gemeinsame Mittagspausen öffnen den Geist für neue Denkweisen. „Wir haben alle Mitarbeiter zu einem Siebdruck-Workshop eingeladen“, erzählt Ostroushko. „Statt den ganzen Tag lang am Computer zu sitzen, hatten sie die Gelegenheit, sich mal die Hände schmutzig zu machen und gemeinsam an greifbaren Objekten zu arbeiten – eine völlig neue Form der Zusammenarbeit.“ Die gewohnte Umgebung zu verlassen und mit Menschen außerhalb seines regulären Umfelds zu interagieren, bietet eine großartige Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen und Inspirationen zu finden.

Den Geist trainieren. Bonifaces Team macht regelmäßig kreative Übungen: Sie denken über ein Design-Problem nach, das irgendwo auf der Welt besteht, und erarbeiten gemeinsam eine originelle Lösung. Als Nächstes wird ein Team-Mitglied ausgewählt, das von Anfang bis Ende völlig unabhängig an der Umsetzung der Idee arbeiten kann. Diese Übung schafft Raum und Gelegenheit für kreatives Wachstum. „Es ist erstaunlich“, so Boniface. „Manchmal führt genau der Ansatz, der anfangs völlig unrealistisch erschien, zu einer bahnbrechenden Erkenntnis und einem brillanten Produkt.“

Geschichten erzählen. Eine gute Story gewinnt die Aufmerksamkeit der Kunden. Und Geschichten – z.B. über die Entstehung eines Produkts oder eines Service – lassen sich am besten mit kreativen Mitteln erzählen. „Kreativität bedeutet für uns u.a., Kunden so sehr für unser Produkt zu begeistern, dass sie es gleich in die Hand nehmen und Freunden davon erzählen möchten“, erklärt Boniface. „Es geht darum, wie man mit seinem Publikum spricht. Dabei hilft eine effektive Text- und Content-Strategie.“

Alle an Bord holen. Boniface stellt vor allem kreative Problemlöser ein – und sorgt dafür, dass sie bei Kundengesprächen dabei sind. So erhalten Mitarbeiter regelmäßig die Gelegenheit, die Anforderungen von Kunden zu hören und zu ergründen. Die Kunden profitieren von diesen Treffen ebenfalls. „Wenn kreative Denker anwesend sind, müssen wir nie Sätze sagen wie ,Wir denken darüber nach und melden uns nochmal bei Ihnen‘ oder ,Holen wir die Meinung von jemanden ein, der das Ganze aus einem anderen Blickwinkel betrachtet‘. Kunden bekommen die Antworten und die Zuversicht, die sie brauchen, um die nächsten Schritte einzuleiten.“

Mehr Kreativität am Arbeitsplatz fördert Innovation und Wachstum und wirkt sich positiv auf Mitarbeiterbindung und Geschäftsziele aus. In einer solchen Arbeitsumgebung können bessere Produkte und Services entwickelt und zufriedenere Kunden gewonnen werden. Kreativität ist ein Erfolgsfaktor.

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