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Sechs Tipps von Adobe Stock Vektor-Profis

Das Angebot bei Adobe Stock ist inspirierend und vielfältig – doch die Konkurrenz ist groß. Wer erfolgreich sein will, muss strategisch, fokussiert und vor allem mit Herzblut bei der Sache sein. Hier verraten euch vier Adobe Stock Vektor- und Illustrationsgrafiker ihre Erfolgsrezepte und geben euch Tipps, wie ihr ein erfolgreiches Stock Portfolio aufbaut.

1. Findet euren eigenen Stil

Ein unverwechselbarer Stil hebt euch von den anderen Suchergebnissen ab. Nicht nachahmen, sondern selbst herumprobieren und einen eigenen Stil entwickeln, das rät deshalb Designer und Stock Contributor Mike McDonald. “Man muss experimentieren und herausfinden, was die Leute wirklich interessiert. Klar, das klappt nicht immer sofort. Bleibt dran, schaut, welche Designs besonders gut laufen und entwickelt so eure Strategie.”

Die Illustratorin Natalia Hubbert fühlt sich in gleich zwei Stilrichtungen zu Hause: Cartoonartige Designs mit schwarzen Konturen einerseits, ein weicher, malerischer Aquarellstil andererseits. “Beide haben ihr Publikum und bringen mir Käufer und neue Kunden aus der ganzen Welt”, sagt sie. Besonders erfolgreich laufen Themen, die Natalia als “für die meisten von uns unverzichtbar” beschreibt, zum Beispiel Familie, Essen, Natur, Jahreszeiten, Technologie und Mode.

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2. Saison und Trends einbeziehen

Unternehmen und Marken planen ihre Saison- und Feiertagskampagnen mehrere Monate im voraus. Inhalte mindestens drei bis vier Monate vorher hochzuladen, zahlt sich deshalb aus. Neben den jedes Jahr wiederkehrenden Feiertagen lohnt es sich außerdem, nach Trends Ausschau zu halten.

“Ich liebe niedliche Dinge, also checke ich immer wieder Geschenkartikel-, Schreibwaren-, Spielwaren- und Heimdekor-Shops online und überall”, verrät die in Kalifornien ansässige JungleOutThere. “So erkenne ich früh Trends wie Einhörner oder Sukkulente. Wenn man rechtzeitig auf einen Trend aufspringt, verkauft sich die Arbeit fast von selbst.”

Bestes Beispiel sind für sie Lamas: Als die Tiere beliebt wurden, lud sie bereits im Sommer, vier Monate vor der Weihnachtssaison, ein Feiertagsset bei Adobe Stock hoch – die Strategie ging voll auf.

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3. Mach es dem Käufer so einfach wie möglich

Käufer wollen Inhalte, die sie leicht bearbeiten und für ihre Projekte anpassen können. Vektorgrafiken sollten deshalb auf einem einfachen Hintergrund oder auf einer Ebene liegen, die ausgeblendet oder gelöscht werden kann. Intelligent gruppierte Elemente lassen sich zudem isolieren, verschieben oder in der Größe ändern. Linienartige Elemente sollten Striche statt Formen mit Füllungen sein, so können Kunden die Linienstärke gegebenenfalls anpassen. Formen sollten sauber gezeichnet sein – ihr könnt Abweichungen oder Unregelmäßigkeiten mit Outline View erkennen – und auf Farben in einer von euch erstellten Swatch Palette setzen.

Auch die Weißfläche ist entscheidend: Viele Anbieter wollen das Design um Text ergänzen. Adobe Stock bietet hierfür jetzt einen Filter an, mit dem ihr Bilder isolieren und Platz für das Hinzufügen von Elementen lassen könnt.

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4. Entwerft Sets und Serien

Entwürfe zu Sets zusammenzufassen oder Variationen eines Motivs anzubieten, kann den Umsatz steigern. Mikes Label Set wurde bereits über 1800 mal über Adobe Stock verkauft. Kunden mögen die Vielfalt und die Flexibilität, davon ist Mike überzeugt.

 

 

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Natalia rät, Inhalte in Serie zu erstellen. Die Chancen, dass Käufer ein Motiv für sich entdecken, ist so wesentlich höher. “Ob Sternzeichen, Frühstück oder andere Mahlzeiten, Gewürze oder eine Schuhkollektion: Wenn einem Käufer ein Design gefällt und er es kauft, wird er wahrscheinlich auch den Rest der Grafiken lizensieren wollen”, erklärt sie.

5. Auf das richtige Keyword kommt es an

Doch großartige Inhalte sind nur ein Teil der Gleichung. “Achtet auf treffende Keywords – nur so können die Leute eure Grafiken auch finden”, rät die Designerin und Vektorkünstlerin Anne Bracker, die ihr bei Adobe Stock unter bearsky23 findet.

Keywords müssen nach Wichtigkeit sortiert sein. Ihr könnt bis zu 50 Keywords pro Bild angeben – das bedeutet aber nicht, dass ihr es auch müsst. Viel wichtiger ist, präzise und relevant zu sein. Das Adobe Stock Contributor Portal generiert automatisch Keywords, so dass ihr lediglich die korrekte Reihenfolge überprüfen müssen.


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6. Ladet regelmäßig neuen Content hoch

Wie bei jedem Kreativprojekt sind Geduld und Beständigkeit entscheidend, wenn es um den Erfolg bei Adobe Stock geht. Mike ermutigt Anbieter, regelmäßig neue Bilder hochzuladen und sich nicht von niedrigen Verkaufszahlen entmutigen zu lassen. “Es braucht Zeit, um ein gefragtes Portfolio aufzubauen. Am Anfang kommt vielleicht nicht viel dabei herum, aber ihr werdet schnell merken, was gut ankommt.”

Anne empfiehlt, sich ein persönliches Ziel zu setzen. Sie hat vor, täglich einen Beitrag für Adobe Stock zu entwerfen. In besonders arbeitsintensiven Wochen holt sie am Wochenende oder in der folgenden Woche nach, was liegengeblieben ist. Mit Erfolg: Seit sie regelmäßig neue Inhalte hochlädt, ist ihr Umsatz exponentiell gewachsen.

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Am Ende halten sich persönlicher Einsatz und Einnahmen die Waage. Die Zeit, die ihr investiert, zahlt sich auf jeden Fall aus. “Ich bin seit mehr als zehn Jahren im Geschäft und manche meiner Bilder sind inzwischen mehr als 10.000 Mal heruntergeladen worden”, verrät Mike.

Ladet eure Vektorgrafiken noch heute bei Adobe Stock hoch.

Zuerst erschienen in Printmag.

Adobe Stock, Design, Grafikdesign, Illustration, Kreativ-Business

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