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Stockvideo für Einsteiger: Top-Tipps von Helen Fields

Als ehemalige Rechtsanwältin startete Helen Fields eine neue Karriere. Inzwischen hat sich die Britin als Videografin einen Namen gemacht. Bei Adobe Stock kennt man sie als hotelfoxtrot69. Welche Skills braucht man, um in der Stockvideo-Branche erfolgreich zu sein? Hier kommen Helens Top-Tipps für Einsteiger!

Authentizität ist Trumpf

Das Wichtigste überhaupt: Ein Videoclip muss authentisch wirken, anderenfalls ist er nicht zu gebrauchen. Über fünf Jahre war eine Aufnahme meines damals vierjährigen Sohns beim Essen in einem Café mein absoluter Bestseller. Das zeigt, wie ausdrucksstark ein Video sein kann, das ganz spontan entstanden ist.

Entdecke die Möglichkeiten

Dein wichtigstes Stilmittel ist die Kameraführung. Denn sie ist es, die deine Aufnahme von gewöhnlicher Massenware unterscheidet. Deshalb solltest du dich in jeder freien Minute mit deiner Ausrüstung vertraut machen, ihre Limits ausloten und herausfinden, wie du ihre Möglichkeiten optimal nutzen kannst.

Übe Selbstkritik

Eine Frage, die du dir immer wieder stellen solltest: Was ist der Grund dafür, dass man sich um den einen Clip reißt, während ein anderer kaum Beachtung findet? Du musst nicht nur den Markt verstehen, sondern auch dein eigenes Produkt. Was hebt den Clip deines Wettbewerbers von deinem eigenen ab? Vergleiche die Aufnahmen, das Framing, die Belichtung. Ebenso hilfreich ist es, ältere Aufnahmen zu sichten. Wie würden deine Shoots heute aussehen, wenn du sie noch einmal machen könntest?  Mein Team stellt sich diese Frage immer wieder. Nur so stellst du sicher, dass deine Arbeit zeitgemäß ist und du die besten Clips im Portfolio hast.

Top-Model – Top-Aufnahmen

Um die Verkaufscharts zu stürmen, braucht man die richtigen Models. Vielfalt ist nicht alles, was du brauchst, sind die Besten unter den Besten. Bezahle deine Models und behandle sie so, dass sie jederzeit wieder für dich arbeiten wollen. Deine Models müssen gute Schauspieler und auf Kommando voll bei der Sache sein. Probiere verschiedene Looks und Stylings aus, wenn du die Möglichkeit dazu hast. Künstlerische Freiheit bedeutet nicht, am Altbewährten festzuhalten.

Riskiere nicht zu viel

Arbeite dich Schritt für Schritt, Aufnahme für Aufnahme nach vorne. Dein Zeil sollte stets sein, die nächste Aufnahme zu finanzieren. Erst dann kommt die Frage, ob du dauerhaft profitabel sein kannst. Statt gleich deinen Hauptberuf aufzugeben, nutze die Wochenenden und arbeite nach Feierabend, um das Risiko gering zu halten. Mit der Zeit wirst du erkennen, ob du es zu einem Vollzeitjob ausbauen kannst – wenn du es dann noch willst. Bis dahin solltest du deine Kamera immer und überall dabeihaben. Denn man weiß nie, wann man die Gelegenheit hat, ein fantastisches Video zu drehen.

Mehr von Helens Arbeiten findest du bei Adobe Stock.

Adobe Stock, Audiovisuell, Inspiration, Kreativ-Business

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