Mobile World Congress 2012: 10 Thesen zur mobilen Zukunft

Während die Branchenmesse „Mobile World Congress“ in Barcelona weitergeht und Adobe mit allerlei Neuigkeiten für Aufmerksamkeit sorgt, hat auch die Fachgruppe Mobile im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. das Ereignis im fernen Spanien genutzt, um aus diesem Anlass “Zehn Thesen zur Zukunft des Mediums Mobile in 2012” zu veröffentlichen. Die Experten der Fachgruppe erkennen darin wichtige Veränderungen aus Unternehmens- und Anwendersicht für das Mobile Internet, Mobile Advertising sowie für die Bereiche Mobile Business Solutions, Mobile Creation und Mobile Commerce.

Die unglaublich schnelle Entwicklung von Mobile hat einen starken Einfluss auf nahezu alle wichtigen Teilbereiche unseres Lebens. Alle entscheidenden Marktakteure sind zusammen mit Nutzern und Kunden gefordert, sich den innovativen Neuerungen zu stellen und die mobilen Trends zu verinnerlichen“, sagt Mark Wächter (MWC.mobi), Vorsitzender der Fachgruppe Mobile im BVDW. Von den 10 Thesen greifen wir einmal fünf heraus, die aus unserer Sicht besonders nachdenkenswert für Entscheider in Unternehmen und Agenturen sind:

  • Die Claims im Ökosystem Mobile sind noch nicht abgesteckt
    Neben den zwei etablierten Betriebssystemen ist Platz für ein drittes, starkes Ökosystem mit seinen Technologie- und Content-Partnern. Dies betrifft vor allem den wachsenden Bereich der Business-Applikationen. Unternehmen müssen diese Entwicklung im Rahmen ihrer Mobile Strategy berücksichtigen.
  • Mobile Dienste müssen nutzwertig und relevant sein
    Nur valide Kennzahlen über die Nutzung der Dienste und Inhalte können bestehende Informations- und Unterhaltungsangebote optimieren. Das Messen der Relevanz sowie ein genaues Usability- und Conversion-Tracking von Mobile-Applikationen und Mobile Sites werden für Unternehmen zur Pflicht. Was im Web schon lange Selbstverständlichkeit ist, dringt künftig auch in die Mobile Web- und App-Economy. Bei dem rasanten Zuwachs an Mobile Apps und Sites wird es sich kein Anbieter mehr leisten können, auf die Optimierung zur Sicherung von Wettbewerbsvorteilen zu verzichten.
  • Social Kampagnen müssen mobil funktionieren
    Die mobile Nutzung von sozialen Netzwerken und Angeboten wächst bereits jetzt rasant, so dass für Social Media ausgelegte Kampagnen auch mobil nutzbar sein müssen. Social Media-Kampagnen sind jedoch im mobilen Kanal über die mobile Internetseite oder Apps üblicherweise nicht sichtbar. Kunden müssen deshalb eine Strategie entwickeln, wie sie die Sichtbarkeit auf dem mobilen Kanal in Zukunft erreichen können.
  • Mobile gehört in einen intelligenten Media-Mix
    Im Zuge der rasanten Verbreitung von Smartphones und Tablets wird Mobile zu einem zentralen Customer-Touch-Point für Marken aller Branchen. Über Mobile Marketing werden Unternehmen immer besser dazu in der Lage sein, den relevanten Kunden im richtigen Kontext, am richtigen Ort und zur richtigen Zeit anzusprechen. So können Unternehmen die Kunden mit mobiler Werbung genau dort abholen, wo sie sich gerade befinden.
  • Reichweite für Mobile Advertising wächst stark
    Die mobile Nutzung von Inhalten über Smartphones wird ein Massenphänomen. Bis 2015 werden rund 50 Millionen Smartphones in Deutschland genutzt. Die mobile Reichweite wird weiter wachsen, so dass schon in 2012 mit einem Marktwachstum für Mobile Advertising von deutlich über 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu rechnen ist. Neben einer potenziellen Verlagerung der Nutzung von sozialen Netzwerken auf mobile Endgeräte werden neue Dienste und Marken entstehen, die am Markt vorher noch nicht bekannt waren. Deshalb müssen etablierte Marken im Medium Mobile präsent sein.

 

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Veröffentlicht unter Mobile, Social Media
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