Auf der National Asso­ci­a­tion of Broadcasters-Show in Las Vegas let­zte Woche hat Adobe nicht nur erst­mals die Cre­ative Suite 6 und die Cre­ative Cloud (die heute offiziell angekündigt wur­den) gezeigt, son­dern im Rah­men eines Reports auch die steigende Nutzer­akzep­tanz von Internet-Werbung in TV-Qualität belegt. Der Report (PDF-Download) kommt zu dem Ergeb­nis, dass die Zuschauer während live stat­tfind­en­den Online-Events und Mid-Roll-Werbepausen das größte Inter­esse an Wer­bung zeigen. Darüber hin­aus schenken die Zuschauer Video-Ads die größte Aufmerk­samkeit, wenn diese auf Tablet-PCs oder Smart­phones laufen.

Der hal­b­jährlich erscheinende Report basiert auf einer aggregierten, anony­men Daten­er­he­bung aus den let­zten sechs Monaten des Jahres 2011. Die Stich­probe umfasst 2,5 Mil­liar­den Ad Impres­sions aus Adobe Audi­tude, einer Plat­tform für Vide­ower­bung und Schlüs­selkom­po­nente von Adobes “Project Prime­time”. Diese indus­trieweit erste, kom­plett inte­gri­erte dig­i­tale Vide­olö­sung setzt sich aus Adobe Audi­tude, der Adobe Dig­i­tal Mar­ket­ing Suite, Adobe Access, Adobe Stream­ing Tech­nolo­gies, Adobe Pass und Prime­time High­lights zusam­men und wird voraus­sichtlich im Laufe des Jahres 2012 erhältlich sein. Mit der neuen Plat­tform wer­den durchgängige Video­er­leb­nisse in TV-Qualität für wer­begestützte Vide­ofilme auch im Web möglich. Prime­time schafft dabei einen ein­heitlichen und durchgängi­gen Work­flow und ermöglicht Videoan­bi­etern die naht­lose und dynamis­che Ein­bindung von Wer­bung – ob lin­ear, live oder on-demand über sämtliche inter­net­fähige Geräte.

Der “2012 ADOBE DIGITAL VIDEO ADVERTISING REPORT” zeigt, dass die Betra­ch­tung­shäu­figkeit von Online-Videowerbung zunehmend mit der von tra­di­tioneller TV-Werbung übere­in­stimmt und eröffnet Medi­enun­ternehmen so zusät­zliches Umsatzpoten­zial. Ver­glichen mit den Daten aus den ersten sechs Monaten des Jahres 2011 gab es eine Zunahme bei der durch­schnit­tlichen Anzahl der Video-Ads pro Content-Stream bei pro­fes­sionellen, lan­gen Vide­ofil­men. Zudem erre­ichte die Completion-Rate von Video-Ads ein Rekordniveau.

Mark­t­forschun­gen zufolge kön­nte die Anzahl der Per­so­nen, die sich Videoin­halte online anse­hen, während der näch­sten fünf Jahre um 50 Prozent steigen“, sagt Jeremy Helfand, Vice Pres­i­dent Mon­e­ti­za­tion bei Adobe. „Ein Großteil von ihnen wird dazu ver­net­zte Geräte wie Tablet-PCs, IPTVs oder Smart­phones nutzen. Die neuen Daten zeigen, dass für Medi­enun­ternehmen und Con­tent Owner ein großes Poten­zial in der Bud­getausweitung von tra­di­tioneller TV Wer­bung hin zu dig­i­talen Videos liegt.“

Die wichtig­sten Ergeb­nisse des Reports:

  • Mid-Roll Video-Ads zählen nach wie vor zu den beliebtesten Online-Werbeplätzen und übertr­e­f­fen die Completion-Rates von Pre-Roll– und Post-Roll-Werbung. Mit einer Completion-Rate von 87 Prozent übertr­e­f­fen Mid-Roll-Spots die Pre-Roll-Werbung um fast 30 Prozent. Diese Platzierung ist am ehesten ver­gle­ich­bar mit tra­di­tionellen TV-Werbepausen und verdeut­lichen die Bere­itschaft der Zuschauer, Wer­bung in TV-Qualität online anzusehen.
  • Die Completion-Rates für mobile Geräte sind mit 94 Prozent die höch­sten. Dieses Ergeb­nis weist darauf hin, dass die Nutzer von Tablets und Smart­phones eher daran inter­essiert sind, sich unter­wegs Wer­bung im Aus­tausch für Inhalte anzuse­hen – wo sie wollen, wann sie wollen und was sie wollen.
  • Live Con­tent führt nach wie vor zu den höch­sten Inter­ak­tion­sraten, im Ver­gle­ich zu Video-On-Demand-Inhalten (VOD). Die Completion-Rate von Videospots in Live Con­tent erzielt jetzt 85 Prozent – fast ein Vier­tel (23 Prozent) mehr, als Anzeigen in VOD-Inhalten. Das Ergeb­nis lässt ver­muten, dass Zuschauer befürchten bes­timmte Inhalte zu ver­passen, wenn der Live Event vorüber ist, und dass sie daher auch online eher während der Wer­bepausen dran bleiben.
  • Durch­schnit­tlich 5,5 Video-Werbespots wer­den derzeit im Rah­men län­gerer pro­fes­sioneller Inhalte gezeigt. Mit einer  durch­schnit­tlichen Completion-Rate von 70 Prozent sind die Zuschauer gewillt, eine ins­ge­samt größere Zahl von Wer­be­un­ter­brechun­gen im Aus­tausch für pro­fes­sionellen Con­tent anzuse­hen. Die Completion-Rates von Wer­be­clips in pro­fes­sionellen Inhal­ten sind mit 76 Prozent höher, als die von User-Generated Con­tent (UGC) mit ins­ge­samt 63 Prozent – ein Indiz dafür, dass pro­fes­sioneller Con­tent die Zuschauer eher fesselt.
  • Die Mehrzahl soge­nan­nter Overlay-Werbespots wer­den aber nach wie vor im Rah­men von UGC gezeigt, während der größte Teil der lin­earen Wer­be­clips in pro­fes­sionellen Inhal­ten erscheint.