Das Köl­ner ECC Han­del hat jetzt das Poten­zial und die Her­aus­forderun­gen im Mobile Com­merce in Deutsch­land analysiert. Laut der Studie Mobile Com­merce in Deutsch­land — Die Rolle des Smart­phones im Kauf­prozess (PDF-Download) ist die schlechte Darstel­lung von Web­sites auf Smart­phones einer der häu­fig­ste Hin­derungs­gründe für die Infor­ma­tion­ssuche und hält jeden vierten Nutzer vom mobilen Einkauf ab. Grund­sät­zlich wächst jedoch der Wun­sch nach Shop­ping­möglichkeiten für unter­wegs:  59  Prozent  der für die Studie befragten Kon­sumenten  finden,  dass  Online-Shops  unbe­d­ingt  so  opti­miert  wer­den  soll­ten, dass  sie  dort  auch  mit  dem  Smart­phone  ein­fach  und  schnell  einkaufen  können.

Über die grund­sät­zliche Frage dabei — spezielle App oder mobile Web­site — schreiben die Autoren:

Händler, die sich im M-Commerce engagieren möchten, ste­hen zunächst vor der Frage, ob sie ihren Kun­den das mobile Einkaufen über eine App oder über die mobilop­ti­mierte Web­site ermöglichen sollen. Dabei ist zu bedenken, dass der Nutzen dieser bei­den Optio­nen nicht deck­ungs­gle­ich ist. Während eine mobile Web­seite in erster Linie dazu geeignet ist, durch mehr mobile Nutzer Umsatz zu gener­ieren, dient eine App vornehm­lich der Kun­den­bindung. Die Mehrheit der Kon­sumenten zieht es vor, in einem Online-Shop einzukaufen, ein Kunde, der eine App instal­liert ist dage­gen zwar sel­tener, aber wesentlich loyaler und wertvoller.

Hier noch eine INFOGRAFIK zum Thema.

Aus­gewählte Ergeb­nisse der Studie im Überblick

  • Die Infor­ma­tion­ssuche mit Smart­phone und Tablet ist die am meis­ten genutzte M-Commerce-Funktion — Vier von fünf Nutzern ver­wen­den ihr Tablet oder Smart­phone für diesen Zweck.
  • Smartphone-Besitzer fordern mobil opti­mierte Web­sites — 58,8 Prozent der Befragten wün­schen sich, dass Anbi­eter Online-Shops für den ein­fachen und schnellen Einkauf mit dem Smart­phone optimieren.
  • Daten­sicher­heit, Kos­ten­trans­parenz und Über­sichtlichkeit sind wichtig­ste Erfol­gs­fak­toren — Die sichere Ver­schlüs­selung von Daten finden 84,4 Prozent wichtig, die Offen­le­gung aller Kosten 83 Prozent und eine über­sichtliche und ver­ständliche Menüführung 80 Prozent.
  • Aufwändige Bestell– und Reg­istrierung­sprozesse führen zu Kau­fab­brüchen — Knapp die Hälfte der Smartphone-Besitzer hat schon ein­mal den Kauf abge­brochen, weil ihnen der Bestell– und Reg­istrierung­sprozess zu aufwändig war und 45 Prozent haben ein Pro­dukt schon ein­mal nicht gekauft, da ihnen die Nav­i­ga­tion zu umständlich war.
  • Mobile Com­merce steht in Deutsch­land am Anfang einer äußerst dynamis­chen Entwick­lung — Die befragten Experten erwarten ein deut­lich schnelleres Wach­s­tum im M-Commerce als bei der Inter­ne­trev­o­lu­tion. Trendthe­men und Treiber sind Mobile Pay­ment, inno­v­a­tive Ser­vices und die Inte­gra­tion von Kun­den­daten zur per­son­al­isierten Ansprache.