2007 kon­nte Chris Messina nicht vorausse­hen, dass sein schlichtes Konzept der Hash­tags sich ras­ant von Twit­ter über Insta­gram, tum­blr, Pin­ter­est bis hin zu Face­book ver­bre­iten würde.

In einer kür­zlich veröf­fentlichten Ankündi­gung von Face­book heißt es: „[…] Hash­tags wer­den auf Face­book klick­bar sein […] und ermöglichen, einem Beitrag einen Kon­text hinzuzufü­gen oder anzugeben, dass es sich um einen Teil einer umfan­gre­icheren Diskus­sion han­delt. Wenn Sie in Face­book auf einen Hash­tag klicken, sehen Sie einen Feed mit den Aus­sagen anderer Per­so­nen und Seiten zum jew­eili­gen Ereig­nis oder Thema.“

Von „memegenerator.net“

Von „memegen​er​a​tor​.net“

Dies ist aus ver­schiede­nen Grün­den ein beachtlicher Schritt. Mar­keter ver­suchen schon lange, Kon­ver­sa­tio­nen auf der Plat­tform außer­halb der Seite ihrer Marke nachzu­ver­fol­gen. Vielle­icht ermöglicht dieser Schritt es Marken, die Erwäh­nung ihrer Pro­dukte und Dien­ste etwas besser zu beobachten und nachzu­ver­fol­gen sowie mit passen­dem Feed­back zu reagieren.

Außer­dem ist Face­book nun in der Lage, nach einem Teil des beträchtlichen TV-Budgets zu greifen, das den Marken zur Ver­fü­gung steht. Die Aus­gaben für Social-Media-Werbung liegen immer noch bei durch­schnit­tlich 2 bis 5 %. In diesem Zusam­men­hang bezieht Face­book sich in seinem Blog auf die Zuschauer­sta­tis­tiken bei Game of Thrones und der Oscar™-Verleihung – offen­sichtlich sieht man hier eine Chance, sich ein größeres Stück vom Kuchen zu sichern.

Und nicht zuletzt wächst durch diesen Schritt der Social-Media-Bereich weiter zusam­men. Kön­nen Sie sich vorstellen, wie Sheryl Sand­berg Marc Zucker­berg darauf hin­weist, dass Hash­tags bei Face­book nicht klick­bar sind, und Zucker­berg darauf antwortet: „Ja, stimmt. Ich glaube, das steht irgendwo auf einer
To-do-Liste …“?

Die Funk­tion steht gegen­wär­tig nur einer begren­zten Anzahl von Desktop-Benutzern zur Ver­fü­gung. Bei einem Klick auf einen Hash­tag öffnet sich in einem Popup-Fenster ein Feed mit Beiträ­gen mit dem gle­ichen Hash­tag – inklu­sive öffentlicher Beiträge von Usern und von Marken.

Wie kön­nen Mar­keter dies in der Zukunft nutzen? Wer­den wir Trends pro­moten oder Hash­tags spon­sern kön­nen wie bei Twit­ter? Was glauben Sie, wie es weitergeht?