Blog Post:  Im letzten Blogbeitrag haben wir uns bereits – in Nachbereitung des Adobe Digital Marketing Breakfast für Banken und Versicherer in Frankfurt – mit den Assekuranzunternehmen und der Digital Insurer-Studie der Strategieberatung Accenture beschäftigt. Jetzt haben die Consultants von Bain & Company ihrerseits die Studie „Auf dem Weg zur Retail-Bank der Zukunft" vorgelegt und untersuchen darin das künftige Geschäftsmodell der Geldinstitute. „Während die Bedeutung digitaler Kommunikation weltweit rasant wächst und eine Vielzahl entsprechender Start-ups in den Markt drängt, können viele Banken mit dieser Entwicklung noch nicht Schritt halten“, konstatiert die internationale Managementberatung. Und die Konsequenz daraus: „Um langfristig zu bestehen, müssen Banken ihr Geschäftsmodell grundlegend reformieren – und dies schnell.“ Im Jahr 2013 – so die Studie – erfolgte weltweit bereits mehr als die Hälfte aller Interaktionen mit Banken online oder mobil. In etablierten Märkten wie Skandinavien, den USA oder Deutschland liegt dieser Anteil sogar bei über 60 Prozent. Und das sei erst der Anfang: Würden die Interaktionen an den Selbstbedienungsgeräten mit Internetfunktionalität in den Bankfilialen hinzugerechnet, der Nutzungsanteil der digitalen Kanäle in den kommenden Jahren auf bis zu 95 Prozent. Weltweite Bain-Studie zur Zukunft des Retail-Banking: Digitalisierung wird fŸr Banken zum kritischen ErfolgsfaktorWenn eine Bank ihre Kunden langfristig binden will, muss sie sich eher heute als morgen auf das veränderte Nutzerverhalten einstellen, und das ist auch digital", betont Dr. Dirk Vater, Autor der globalen Studie und Leiter der Banken-Praxisgruppe von Bain & Company im deutschsprachigen Raum. Denn nur begeisterte Kunden sind loyal, bleiben ihrer Bank länger treu, kaufen mehr Produkte, verursachen geringere Betreuungskosten und empfehlen das Institut häufiger weiter. Aber die Bankgeschäfte für den Kunden – so die Studie – durch innovative, nützliche und einfache digitale Anwendungen bequemer und ansprechender zu gestalten, spielte bei den meisten Banken bislang kaum eine Rolle. Dies könne jetzt angesichts der dynamischen Entwicklung in der Branche existenzbedrohend sein. Weltweit setzten bereits mehr als 3.000 Finanzdienstleister und Start-ups mit rein digitalen Geschäftsmodellen, die alternative Produkte und eine individuellere Kundenansprache bieten, die Margen der Banken unter Druck. Nach eigenem Bekunden fehlen den meisten Finanzinstituten noch die organisatorischen Strukturen, Prozesse und Fähigkeiten für Innovationen. Immerhin stufen neun von zehn Befragten es als „extrem wichtig" ein, ein nahtloses Omnikanalangebot zu schaffen. Aber nur 60 Prozent erklären, dass sie einen klaren Plan mit Budgets für eine solche Umstellung haben und die notwendigen Mittel bereitstehen. Um ein herausragendes Kundenerlebnis bieten zu können, müssen digitale und physische (physical) Kanäle konsequenter zusammenwachsen. Diese Entwicklung bezeichnet Bain als "Digical Transformation". Dafür sind fünf Handlungsfelder entscheidend: 1. Schaffung eines einzigartigen, digital gestützten Kundenerlebnisses 2. Schrittweise Entwicklung eines Vertriebs- und Servicemodells mit Omnikanalfähigkeit 3. Integration moderner Technologien in den Kern der Geschäftsstrategie 4. Finanzierung der Transformation durch Abbau von Altlasten und Repriorisierung 5. Dauerhafte und schnelle Organisation von Innovationen und Veränderungen „Künftig dient die Filiale vor allem der Beratung und verknüpft auf intelligente Weise das traditionelle mit dem digitalen Kundenerlebnis", ist Bankenexperte Vater überzeugt. Bis zu drei Viertel der befragten Banken planen daher in den kommenden Jahren mehr Kundenberater einzusetzen. Bis zu 60 Prozent wiederum wollen ihre Filialen mit Tablets, SB-Geräten mit Videotechnologie und weiterem modernen Equipment ausstatten. Wen dieses spannende Thema näher interessiert: Die Präsentationen vom Adobe Digital Marketing Breakfast für Banken und Versicherer in Frankfurt gibt es hier zum Download. Weltweite Bain-Studie zur Zukunft des Retail-Banking: Digitalisierung wird fŸr Banken zum kritischen Erfolgsfaktor Author: Date Created:23 Juli 2014 Date Published: Headline:Auch die Banken hinken bei der Digitalisierung hinterher Social Counts: Keywords: Publisher:Adobe Image:http://blogs.adobe.com/digitaleurope/files/2014/07/vault.jpg

 

Im let­zten Blog­beitrag haben wir uns bere­its – in Nach­bere­itung des Adobe Dig­i­tal Mar­ket­ing Break­fast für Banken und Ver­sicherer in Frank­furt – mit den Asseku­ranzun­ternehmen und der Dig­i­tal Insurer-Studie der Strate­gieber­atung Accen­ture beschäftigt. Jetzt haben die Con­sul­tants von Bain & Com­pany ihrer­seits die Studie „Auf dem Weg zur Retail-Bank der Zukunft” vorgelegt und unter­suchen darin das kün­ftige Geschäftsmod­ell der Geldinstitute.

Während die Bedeu­tung dig­i­taler Kom­mu­nika­tion weltweit ras­ant wächst und eine Vielzahl entsprechen­der Start-ups in den Markt drängt, kön­nen viele Banken mit dieser Entwick­lung noch nicht Schritt hal­ten“, kon­sta­tiert die inter­na­tionale Man­age­ment­ber­atung. Und die Kon­se­quenz daraus: „Um langfristig zu beste­hen, müssen Banken ihr Geschäftsmod­ell grundle­gend reformieren – und dies schnell.“

Im Jahr 2013 – so die Studie – erfol­gte weltweit bere­its mehr als die Hälfte aller Inter­ak­tio­nen mit Banken online oder mobil. In etablierten Märk­ten wie Skan­di­navien, den USA oder Deutsch­land liegt dieser Anteil sogar bei über 60 Prozent. Und das sei erst der Anfang: Wür­den die Inter­ak­tio­nen an den Selb­st­be­di­enungs­geräten mit Inter­net­funk­tion­al­ität in den Bank­fil­ialen hinzugerech­net, der Nutzungsan­teil der dig­i­talen Kanäle in den kom­menden Jahren auf bis zu 95 Prozent.

Weltweite Bain-Studie zur Zukunft des Retail-Banking: Digitalisierung wird fŸr Banken zum kritischen Erfolgsfaktor

Wenn eine Bank ihre Kun­den langfristig binden will, muss sie sich eher heute als mor­gen auf das verän­derte Nutzerver­hal­ten ein­stellen, und das ist auch dig­i­tal”, betont Dr. Dirk Vater, Autor der glob­alen Studie und Leiter der Banken-Praxisgruppe von Bain & Com­pany im deutschsprachi­gen Raum. Denn nur begeis­terte Kun­den sind loyal, bleiben ihrer Bank länger treu, kaufen mehr Pro­dukte, verur­sachen gerin­gere Betreu­ungskosten und empfehlen das Insti­tut häu­figer weiter.

Aber die Bankgeschäfte für den Kun­den – so die Studie – durch inno­v­a­tive, nüt­zliche und ein­fache dig­i­tale Anwen­dun­gen beque­mer und ansprechen­der zu gestal­ten, spielte bei den meis­ten Banken bis­lang kaum eine Rolle. Dies könne jetzt angesichts der dynamis­chen Entwick­lung in der Branche exis­tenzbedro­hend sein. Weltweit set­zten bere­its mehr als 3.000 Finanz­di­en­stleis­ter und Start-ups mit rein dig­i­talen Geschäftsmod­ellen, die alter­na­tive Pro­dukte und eine indi­vidu­ellere Kun­de­nansprache bieten, die Mar­gen der Banken unter Druck.

Nach eigenem Bekun­den fehlen den meis­ten Finanzin­sti­tuten noch die organ­isatorischen Struk­turen, Prozesse und Fähigkeiten für Inno­va­tio­nen. Immer­hin stufen neun von zehn Befragten es als „extrem wichtig” ein, ein naht­loses Omnikanalange­bot zu schaf­fen. Aber nur 60 Prozent erk­lären, dass sie einen klaren Plan mit Bud­gets für eine solche Umstel­lung haben und die notwendi­gen Mit­tel bereitstehen.

Um ein her­aus­ra­gen­des Kun­den­er­leb­nis bieten zu kön­nen, müssen dig­i­tale und physis­che (phys­i­cal) Kanäle kon­se­quenter zusam­menwach­sen. Diese Entwick­lung beze­ich­net Bain als “Dig­i­cal Trans­for­ma­tion”. Dafür sind fünf Hand­lungs­felder entscheidend:

1. Schaf­fung eines einzi­gar­ti­gen, dig­i­tal gestützten Kundenerlebnisses

2. Schrit­tweise Entwick­lung eines Ver­triebs– und Ser­vice­mod­ells mit Omnikanalfähigkeit

3. Inte­gra­tion mod­erner Tech­nolo­gien in den Kern der Geschäftsstrategie

4. Finanzierung der Trans­for­ma­tion durch Abbau von Alt­las­ten und Repriorisierung

5. Dauer­hafte und schnelle Organ­i­sa­tion von Inno­va­tio­nen und Veränderungen

Kün­ftig dient die Fil­iale vor allem der Beratung und verknüpft auf intel­li­gente Weise das tra­di­tionelle mit dem dig­i­talen Kun­den­er­leb­nis”, ist Banken­ex­perte Vater überzeugt. Bis zu drei Vier­tel der befragten Banken pla­nen daher in den kom­menden Jahren mehr Kun­den­ber­ater einzuset­zen. Bis zu 60 Prozent wiederum wollen ihre Fil­ialen mit Tablets, SB-Geräten mit Videotech­nolo­gie und weit­erem mod­er­nen Equip­ment ausstatten.

Wen dieses span­nende Thema näher inter­essiert: Die Präsen­ta­tio­nen vom Adobe Dig­i­tal Mar­ket­ing Break­fast für Banken und Ver­sicherer in Frank­furt gibt es hier zum Down­load.


Weltweite Bain-Studie zur Zukunft des Retail-Banking: Digitalisierung wird fŸr Banken zum kritischen Erfolgsfaktor