Blog Post:Deutsche Manager sind allergisch gegen Analytics-Reports“ betitelte das Online-Portal iBusiness letzte Woche eine Meldung, in der es dann weiter hieß: „Da kann man per Internet immer mehr auswerten, analysieren und messen. Und die ganzen Analytics-Daten dann in schöne Reports gießen. Doch deutsche Manager machen mit Reports vor allem eines. Sie schmeißen sie weg“. Wenn man sich die (nicht besonders repräsentative) Studie genauer anschaut, die zu dieser Nachricht geführt hat, liest man folgendes: „In den Unternehmen nimmt zwar die Zahl der Reports kontinuierlich zu, aber häufig entsprechen sie zu wenig den Erfordernissen in der Praxis und werden dadurch nur wenig genutzt.“ Von den 250 befragten Business-Managern hatten 60 Prozent angegeben, dass sie die aufbereiteten Analysedaten „nur bei Bedarf oder sogar nur sporadisch“ für ihre operative Arbeit verwenden. Lediglich jeder sechste Fachbereichsverantwortliche nutzt die ihn betreffenden Berichte „sehr intensiv“, in zusätzlich jedem fünften Fall wird zumindest „häufig“ hinein geschaut. Ich weiß nun aus eigener leidvoller Erfahrung, dass es heute oft ein Überangebot an Analyticsdaten gibt. Deshalb sehe ich im reinen Sammeln von Daten an sich auch noch keinen unmittelbar nutzbaren Wert. Erst durch die Verbindung der Daten, durch das Erkennen von Abhängigkeiten, Trends und Mustern wird aus dem wild wuchernden Datendschungel eine aussagekräftige Analyse. Wenn man dazu noch den menschlichen Faktor „Erfahrung" hinzunimmt, ist man schon recht nah am Ziel: Aus Daten werden Informationen, die sich schließlich in Wissen verwandeln. Womit wir wieder bei der erwähnten „Studie“ wären. Denn was sagt sie tatsächlich aus? 40 Prozent der befragten Entscheider lesen die Reports „häufig“ oder „sehr intensiv“, die anderen zum Teil „nach Bedarf“ oder eher selten. Ich finde, das ist doch gar kein so schlechtes Ergebnis. Wobei es - wie schon erwähnt  – auf die Aufbereitung der gesammelten Daten und deren Aussagekraft ankommt, ob ein Fachbereichsverantwortlicher damit etwas Sinnvolles anfangen kann. Deshalb legen wir bei den Reports, die mit unserer Digital Marketing Suite erstellt werden, besonderen Wert auf die Verbindung von Webanalyse-Daten mit den geschäftlichen Zielen. Hat man vorher die richtigen Key Performance Indicators (KPIs) festgelegt und misst daran die tatsächlichen Ergebnisse, lassen sich sehr schnell Schlussfolgerungen für die weitere Optimierung des Webauftritts ziehen. Wohin übrigens der Trend zum schrankenlosen Datensammeln führen kann, hat sehr schön ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung am letzten Wochenende beschrieben. Danach nutzen immer mehr Amerikaner mobile Apps, um mit Hilfe von Sensoren möglichst viele Analysedaten zum eigenen Körper zu sammeln, auszuwerten und zu speichern. Gesünder oder fitter werden sie dadurch aber nicht. Wie überall gilt auch hier das Prinzip des abnehmenden Grenznutzens. Eine Reporting-Allergie, wie sie iBusiness beschreibt, ist jedoch für Marketing-Verantwortliche keine Lösung. Im Gegenteil: Sie kann tödlich für den Unternehmenserfolg sein. Aber zum Glück tritt diese Krankheit ja gar nicht so oft auf. Oder wie sehen Ihre Erfahrungen damit aus? Author: Date Created:19 Oktober 2012 Date Published: Headline:Achtung: Reporting-Allergie kann tödlich sein Social Counts: Keywords: Publisher:Adobe Image:http://blogs.adobe.com/digitaleurope/wp-content/themes/pagelines-template-theme/images/no-image.jpg

Deutsche Man­ager sind aller­gisch gegen Analytics-Reports“ betitelte das Online-Portal iBusi­ness let­zte Woche eine Mel­dung, in der es dann weiter hieß: „Da kann man per Inter­net immer mehr auswerten, analysieren und messen. Und die ganzen Analytics-Daten dann in schöne Reports gießen. Doch deutsche Man­ager machen mit Reports vor allem eines. Sie schmeißen sie weg“.

Wenn man sich die (nicht beson­ders repräsen­ta­tive) Studie genauer anschaut, die zu dieser Nachricht geführt hat, liest man fol­gen­des: „In den Unternehmen nimmt zwar die Zahl der Reports kon­tinuier­lich zu, aber häu­fig entsprechen sie zu wenig den Erfordernissen in der Praxis und wer­den dadurch nur wenig genutzt.“

Von den 250 befragten Business-Managern hat­ten 60 Prozent angegeben, dass sie die auf­bere­it­eten Analyse­daten „nur bei Bedarf oder sogar nur spo­radisch“ für ihre oper­a­tive Arbeit ver­wen­den. Lediglich jeder sech­ste Fach­bere­ichsver­ant­wortliche nutzt die ihn betr­e­f­fenden Berichte „sehr inten­siv“, in zusät­zlich jedem fün­ften Fall wird zumin­d­est „häu­fig“ hinein geschaut.

Ich weiß nun aus eigener lei­d­voller Erfahrung, dass es heute oft ein Überange­bot an Ana­lyt­ics­daten gibt. Deshalb sehe ich im reinen Sam­meln von Daten an sich auch noch keinen unmit­tel­bar nutzbaren Wert. Erst durch die Verbindung der Daten, durch das Erken­nen von Abhängigkeiten, Trends und Mustern wird aus dem wild wuch­ern­den Datend­schun­gel eine aus­sagekräftige Analyse. Wenn man dazu noch den men­schlichen Fak­tor „Erfahrung” hinzu­nimmt, ist man schon recht nah am Ziel: Aus Daten wer­den Infor­ma­tio­nen, die sich schließlich in Wis­sen verwandeln.

Womit wir wieder bei der erwäh­n­ten „Studie“ wären. Denn was sagt sie tat­säch­lich aus? 40 Prozent der befragten Entschei­der lesen die Reports „häu­fig“ oder „sehr inten­siv“, die anderen zum Teil „nach Bedarf“ oder eher sel­ten. Ich finde, das ist doch gar kein so schlechtes Ergeb­nis. Wobei es — wie schon erwähnt  – auf die Auf­bere­itung der gesam­melten Daten und deren Aus­sagekraft ankommt, ob ein Fach­bere­ichsver­ant­wortlicher damit etwas Sin­nvolles anfan­gen kann.

Deshalb legen wir bei den Reports, die mit unserer Dig­i­tal Mar­ket­ing Suite erstellt wer­den, beson­deren Wert auf die Verbindung von Webanalyse-Daten mit den geschäftlichen Zie­len. Hat man vorher die richti­gen Key Per­for­mance Indi­ca­tors (KPIs) fest­gelegt und misst daran die tat­säch­lichen Ergeb­nisse, lassen sich sehr schnell Schlussfol­gerun­gen für die weit­ere Opti­mierung des Webauftritts ziehen.

Wohin übri­gens der Trend zum schranken­losen Daten­sam­meln führen kann, hat sehr schön ein Artikel in der Süd­deutschen Zeitung am let­zten Woch­enende beschrieben. Danach nutzen immer mehr Amerikaner mobile Apps, um mit Hilfe von Sen­soren möglichst viele Analyse­daten zum eige­nen Kör­per zu sam­meln, auszuw­erten und zu spe­ich­ern. Gesün­der oder fit­ter wer­den sie dadurch aber nicht. Wie über­all gilt auch hier das Prinzip des abnehmenden Grenznutzens.

Eine Reporting-Allergie, wie sie iBusi­ness beschreibt, ist jedoch für Marketing-Verantwortliche keine Lösung. Im Gegen­teil: Sie kann tödlich für den Unternehmenser­folg sein. Aber zum Glück tritt diese Krankheit ja gar nicht so oft auf. Oder wie sehen Ihre Erfahrun­gen damit aus?