Blog Post:FB_speaker_willhaywardEiner der Top-Speaker auf dem Adobe Summit in London am 14./15. Mai ist Will Hayward, Vice President of Advertising bei BuzzFeed. Der ehemalige Werbemann des Wall Street Journals verantwortet in Europa das Werbegeschäft des amerikanischen Online-Portals, das nach Großbritannien, Australien, Spanien, Frankreich und Brasilien demnächst auch in Deutschland starten will.

Vorzeigemodell

Buzzfeed? Noch vor einem Jahr war der Name hier zu Lande höchstens Eingeweihten ein Begriff, mittlerweile gilt die Seite als Vorzeigemodell für erfolgreiches virales Marketing – und wächst sich immer mehr zum Konkurrenten traditioneller Medienunternehmen aus. Denn die kämpfen mit sinkenden Auflagen und zurückgehenden Werbeeinnahmen, während bei Buzzfeed („Buzz“ steht für Begeisterung, Gerüchte oder Rauschen) Nutzerzahlen und damit auch die Werbeeinnahmen kontinuierlich zulegen.

Mehr Leser als die New York Times

Nach eigenen Angaben besuchen jeden Monat weltweit 140 Millionen Unique User die Seite. 60 Prozent der Leser sind zwischen 18 und 34 Jahren alt. Das sind drei- bis viermal so viel wie die Online-Angebote von „The Guardian“ oder der „New York Times“ in ihren besten Monaten auf ihre Websites ziehen. 75 Prozent des Traffic werden durch soziale Netzwerke wir Facebook, Twitter und Instagram auf die Seite geleitet, die Hälfte über mobile Endgeräte.

Alles Inhalte können geteilt werden

Das Erfolgsgeheimnis? Bei Buzzfeed werden die Inhalte so aufbereitet, dass sie möglichst unterhaltsam sind und häufig in den sozialen Medien geteilt werden. Zu einem großen Teil bestehen sie aus so genannten Listicles, Artikeln im Listenformat mit meist trivialem Content. Aber auch bewegtes Bildmaterial in Form von GIFs lockt Leser. Mittlerweile werden aber auch längere und investigative Artikel, sogenannte Longforms, produziert. Dazu beschäftigt das Portal mittlerweile rund 400 Redakteure und Korrespondenten an verschiedenen Orten auf der Welt. Das Grundprinzip: Bei Buzzfeed ist alles „shareable“: Ganze Artikel, einzelne Textabschnitte oder einzelne GIFs und Videos.

Finanzierung über Native Advertising

Finanziert wird das Portal komplett über Native Advertising. Die Werbung ist wie der redaktionelle Inhalt aufgebaut und lediglich mit einer gelben Hintergrundfarbe sowie mit dem Hinweise „Featured Partner“ gekennzeichnet. Das Erstaunliche sind dabei die überaus hohen Klickraten (CTR) von 1 % bis 3 %, was 20 Mal über dem sonst üblichen Durchschnitt bei Werbeangeboten liegt. Konsequent setzt Buzzfeed auf das Zusammenspiel von „Paid, Owned und Earned Media“. Laut Angaben der Portalbetreiber erzielt der Werbekunde im Durchschnitt einen Social Lift von 1,3. Wenn also z.B. 10.000 Views über bezahlte Werbung („Paid Media“) erzielt werden, erhält er zusätzlich noch 3.000 Views über das Teilen („Earned Media“).

Analyse des Nutzerverhaltens

Durch ständige Tests und Optimierungen wird versucht, die User zum Weiterverbreiten des Content anzuhalten. Beispielsweise durch die Anordnung der Share-Buttons abhängig vom dem sozialen Netzwerk, über das ein Nutzer auf das Portal gekommen ist. Im Ergebnis erhöht sich das Teilverhalten massiv. Basis für den Erfolg von Buzzfeed ist auch die konsequente Analyse des Nutzerverhaltens und entsprechende Konsequenzen daraus. Etwa, wie weit die Leser in einer Geschichte herunterscrollen oder wie viel Zeit sie bei einem Inhalt verbringen. „Man kann alles verbessern, wenn man es misst“, so Will Hayward. Es wird also ein spannender Vortrag auf dem Adobe Summit werden, den man nicht versäumen sollte. Jetzt anmelden!
Author: Date Created:14 April 2014 Date Published: Headline:Adobe Summit EMEA: Das Geheimnis von BuzzFeed Social Counts: Keywords: Publisher:Adobe Image:http://blogs.adobe.com/digitaleurope/files/2014/04/Will-Hayward.jpeg

FB_speaker_willhaywardEiner der Top-Speaker auf dem Adobe Sum­mit in Lon­don am 14./15. Mai ist Will Hay­ward, Vice Pres­i­dent of Adver­tis­ing bei Buz­zFeed. Der ehe­ma­lige Werbe­mann des Wall Street Jour­nals ver­ant­wortet in Europa das Wer­begeschäft des amerikanis­chen Online-Portals, das nach Großbri­tan­nien, Aus­tralien, Spanien, Frankre­ich und Brasilien dem­nächst auch in Deutsch­land starten will.

Vorzeige­mod­ell

Buz­zfeed? Noch vor einem Jahr war der Name hier zu Lande höch­stens Eingewei­hten ein Begriff, mit­tler­weile gilt die Seite als Vorzeige­mod­ell für erfol­gre­iches virales Mar­ket­ing – und wächst sich immer mehr zum Konkur­renten tra­di­tioneller Medi­enun­ternehmen aus. Denn die kämpfen mit sink­enden Aufla­gen und zurück­ge­hen­den Wer­beein­nah­men, während bei Buz­zfeed („Buzz“ steht für Begeis­terung, Gerüchte oder Rauschen) Nutzerzahlen und damit auch die Wer­beein­nah­men kon­tinuier­lich zulegen.

Mehr Leser als die New York Times

Nach eige­nen Angaben besuchen jeden Monat weltweit 140 Mil­lio­nen Unique User die Seite. 60 Prozent der Leser sind zwis­chen 18 und 34 Jahren alt. Das sind drei– bis vier­mal so viel wie die Online-Angebote von „The Guardian“ oder der „New York Times“ in ihren besten Monaten auf ihre Web­sites ziehen. 75 Prozent des Traf­fic wer­den durch soziale Net­zw­erke wir Face­book, Twit­ter und Insta­gram auf die Seite geleitet, die Hälfte über mobile Endgeräte.

Alles Inhalte kön­nen geteilt werden

Das Erfol­gs­ge­heim­nis? Bei Buz­zfeed wer­den die Inhalte so auf­bere­itet, dass sie möglichst unter­halt­sam sind und häu­fig in den sozialen Medien geteilt wer­den. Zu einem großen Teil beste­hen sie aus so genan­nten Lis­ti­cles, Artikeln im Lis­ten­for­mat mit meist triv­ialem Con­tent. Aber auch bewegtes Bild­ma­te­r­ial in Form von GIFs lockt Leser. Mit­tler­weile wer­den aber auch län­gere und inves­tiga­tive Artikel, soge­nan­nte Long­forms, pro­duziert. Dazu beschäftigt das Por­tal mit­tler­weile rund 400 Redak­teure und Kor­re­spon­den­ten an ver­schiede­nen Orten auf der Welt. Das Grund­prinzip: Bei Buz­zfeed ist alles „share­able“: Ganze Artikel, einzelne Textab­schnitte oder einzelne GIFs und Videos.

Finanzierung über Native Advertising

Finanziert wird das Por­tal kom­plett über Native Adver­tis­ing. Die Wer­bung ist wie der redak­tionelle Inhalt aufge­baut und lediglich mit einer gel­ben Hin­ter­grund­farbe sowie mit dem Hin­weise „Fea­tured Part­ner“ gekennze­ich­net. Das Erstaunliche sind dabei die über­aus hohen Klick­raten (CTR) von 1 % bis 3 %, was 20 Mal über dem sonst üblichen Durch­schnitt bei Wer­beange­boten liegt. Kon­se­quent setzt Buz­zfeed auf das Zusam­men­spiel von „Paid, Owned und Earned Media“. Laut Angaben der Por­tal­be­treiber erzielt der Wer­bekunde im Durch­schnitt einen Social Lift von 1,3. Wenn also z.B. 10.000 Views über bezahlte Wer­bung („Paid Media“) erzielt wer­den, erhält er zusät­zlich noch 3.000 Views über das Teilen („Earned Media“).

Analyse des Nutzerverhaltens

Durch ständige Tests und Opti­mierun­gen wird ver­sucht, die User zum Weit­er­ver­bre­iten des Con­tent anzuhal­ten. Beispiel­sweise durch die Anord­nung der Share-Buttons abhängig vom dem sozialen Net­zw­erk, über das ein Nutzer auf das Por­tal gekom­men ist. Im Ergeb­nis erhöht sich das Teil­ver­hal­ten mas­siv. Basis für den Erfolg von Buz­zfeed ist auch die kon­se­quente Analyse des Nutzerver­hal­tens und entsprechende Kon­se­quen­zen daraus. Etwa, wie weit die Leser in einer Geschichte herun­ter­scrollen oder wie viel Zeit sie bei einem Inhalt ver­brin­gen. „Man kann alles verbessern, wenn man es misst“, so Will Hayward.

Es wird also ein span­nen­der Vor­trag auf dem Adobe Sum­mit wer­den, den man nicht ver­säu­men sollte. Jetzt anmelden!