Blog Post:Wenn man sich, so wie ich, fast den gesamten Tag mit digitalem Marketing beschäftigt, hält man das sehr schnell für den Normalzustand. Zumal in einem Unternehmen wie Adobe, dass mittlerweile 74 Prozent seines globalen Marketingetats  in die digitalen Kanäle investiert und damit erfolgreich ist. Dass dies aber noch längst nicht die Regel ist, hat gerade wieder eine Umfrage der EBS Business School im Auftrag eines Beratungsunternehmens gezeigt. Darin wurden mehr als 100 Unternehmen der konsumnahen Industrien zum Entwicklungsstand der Digitalisierung ihrer Marketingaktivitäten interviewt. Das ist zwar nicht unbedingt repräsentativ, zeigt aber einen bestimmten Trend. Überraschendes Ergebnis der Studie: Die meisten der befragten Unternehmen beobachten die „digitale Transformation“ zwar interessiert, verhalten sich aber immer noch abwartend. Digitalisierung beschränkt sich für mehr als ein Drittel der Unternehmen immer noch überwiegend auf die Nutzung von Standard-Kommunikationsmitteln wie E-Mail oder Suchfunktionen im Web. In anderen digitalen Kanälen wie z.B. den sozialen Netzwerken experimentiert die breite Mehrheit lediglich.  Nur etwa zehn Prozent geben an, sie verfügten über eine übergeordnete digitale Strategie und ihre Initiativen folgten einem strategischen Plan. Die Haupteffekte sehen diese Firmen in der Stärkung der Kundenbeziehung und der Individualisierung der Kommunikation – direkt messbare Umsatz- und Gewinnsteigerungen werden allerdings auch hier meist weder erwartet noch realisiert. Das dem nicht so sein muss, zeigen die Vorreiter. Adobe zum Beispiel erwirtschaftet heute über die Website www.adobe.com mit ihren 59 Länderversionen pro Jahr mit ca. 100 Produkten bereits einen Umsatz von ca. 500 Mio. Dollar. Das ist natürlich kein Selbstläufer. Sondern es muss permanent getestet, gemessen und optimiert werden. Ein Fünftel unseres Budgets fließt deshalb in experimentelle Kampagnen. Denn jeder Produkt-Launch erfordert einen unterschiedlichen Mix an Maßnahmen. Auch bei der Neugestaltung der Website im letzten Jahr fanden 35 Einzeltests statt, um die Konversionsraten zu verbessern und die Abbrüche vor Auslösen des Bestellknopfes zu reduzieren. Beides ist zwar gelungen, doch die digitale Welt entwickelt sich schnell weiter. Dadurch entsteht ein permanenter Optimierungsbedarf. Der Dialog zum  Kunden und Konsumenten – so die EBS-Studie – wird an Dynamik und Geschwindigkeit zunehmen. Die notwendigen Verfahren, um das Nutzungsverhalten zu messen und den Erfolg digitaler Marketingaktivitäten zu beurteilen, müssen erst noch etabliert werden. Doch: Internet findet statt, ob man dabei ist oder nicht. Die EBS-Studie zeigt, dass in den meisten Unternehmen noch ein weiter Weg zu gehen ist. Alte und neue Welt werden noch länger nebeneinander existieren.  Aber – so das Fazit der Autoren – „die Revolution fällt nicht aus, sie ist nur vertagt worden.“ Author: Date Created:28 Juni 2012 Date Published: Headline:Digital Marketing: Die vertagte Revolution Social Counts: Keywords: Publisher:Adobe Image:http://blogs.adobe.com/digitaleurope/wp-content/themes/pagelines-template-theme/images/no-image.jpg

Wenn man sich, so wie ich, fast den gesamten Tag mit dig­i­talem Mar­ket­ing beschäftigt, hält man das sehr schnell für den Nor­malzu­s­tand. Zumal in einem Unternehmen wie Adobe, dass mit­tler­weile 74 Prozent seines glob­alen Mar­ketinge­tats  in die dig­i­talen Kanäle investiert und damit erfol­gre­ich ist. Dass dies aber noch längst nicht die Regel ist, hat ger­ade wieder eine Umfrage der EBS Busi­ness School im Auf­trag eines Beratung­sun­ternehmens gezeigt. Darin wur­den mehr als 100 Unternehmen der kon­sum­na­hen Indus­trien zum Entwick­lungs­stand der Dig­i­tal­isierung ihrer Mar­ketingak­tiv­itäten inter­viewt. Das ist zwar nicht unbe­d­ingt repräsen­ta­tiv, zeigt aber einen bes­timmten Trend.

Über­raschen­des Ergeb­nis der Studie: Die meis­ten der befragten Unternehmen beobachten die „dig­i­tale Trans­for­ma­tion“ zwar inter­essiert, ver­hal­ten sich aber immer noch abwartend. Dig­i­tal­isierung beschränkt sich für mehr als ein Drit­tel der Unternehmen immer noch über­wiegend auf die Nutzung von Standard-Kommunikationsmitteln wie E-Mail oder Such­funk­tio­nen im Web. In anderen dig­i­talen Kanälen wie z.B. den sozialen Net­zw­erken exper­i­men­tiert die bre­ite Mehrheit lediglich.  Nur etwa zehn Prozent geben an, sie ver­fügten über eine über­ge­ord­nete dig­i­tale Strate­gie und ihre Ini­tia­tiven fol­gten einem strate­gis­chen Plan. Die Haupt­ef­fekte sehen diese Fir­men in der Stärkung der Kun­den­beziehung und der Indi­vid­u­al­isierung der Kom­mu­nika­tion – direkt mess­bare Umsatz– und Gewinnsteigerun­gen wer­den allerd­ings auch hier meist weder erwartet noch realisiert.

Das dem nicht so sein muss, zeigen die Vor­re­iter. Adobe zum Beispiel erwirtschaftet heute über die Web­site www​.adobe​.com mit ihren 59 Län­derver­sio­nen pro Jahr mit ca. 100 Pro­duk­ten bere­its einen Umsatz von ca. 500 Mio. Dol­lar. Das ist natür­lich kein Selb­stläufer. Son­dern es muss per­ma­nent getestet, gemessen und opti­miert wer­den. Ein Fün­f­tel unseres Bud­gets fließt deshalb in exper­i­mentelle Kam­pag­nen. Denn jeder Produkt-Launch erfordert einen unter­schiedlichen Mix an Maß­nah­men. Auch bei der Neugestal­tung der Web­site im let­zten Jahr fan­den 35 Einzel­tests statt, um die Kon­ver­sion­sraten zu verbessern und die Abbrüche vor Aus­lösen des Bestel­l­knopfes zu reduzieren. Bei­des ist zwar gelun­gen, doch die dig­i­tale Welt entwick­elt sich schnell weiter. Dadurch entsteht ein per­ma­nen­ter Opti­mierungs­be­darf.

Der Dia­log zum  Kun­den und Kon­sumenten – so die EBS-Studie – wird an Dynamik und Geschwindigkeit zunehmen. Die notwendi­gen Ver­fahren, um das Nutzungsver­hal­ten zu messen und den Erfolg dig­i­taler Mar­ketingak­tiv­itäten zu beurteilen, müssen erst noch etabliert wer­den. Doch: Inter­net findet statt, ob man dabei ist oder nicht. Die EBS-Studie zeigt, dass in den meis­ten Unternehmen noch ein weiter Weg zu gehen ist. Alte und neue Welt wer­den noch länger nebeneinan­der existieren.  Aber – so das Fazit der Autoren – „die Rev­o­lu­tion fällt nicht aus, sie ist nur vertagt wor­den.“