Blog Post:Lektüre für die Osterfeiertage: Für die 40seitige Studie „Total Retail – Wie der Multi-Channel-Konsum das Geschäftsmodell des Handels von morgen verändert“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC wurden auch 2014 wieder 1.005 Konsumenten in Deutschland befragt, die schon einmal im Internet eingekauft haben. Was sind die wesentlichen Erkenntnisse? 172x243_studie_retail_u_consumer_2014_140409_thumbFür fast 90 Prozent der Onlinekäufer ist ein attraktives und bei der Konkurrenz nicht erhältliches Produktangebot das ausschlaggebende Kriterium für die Auswahl eines Händlers. Weitere wichtige Kriterien sind die Verfügbarkeit von Produkten in den Filialen oder im Onlineshop (83 Prozent), das Vertrauen in den Händler und seine Marken (77 Prozent) und günstige Preise (77 Prozent). „Das Internet hat für Konsumenten einen absolut transparenten Markt geschaffen. Mit dem Smartphone lässt sich beim Shopping in der Innenstadt jederzeit herausfinden, ob ein Artikel beim Händler gegenüber oder online günstiger zu haben ist oder ob es bessere Alternativen zum Produkt gibt. Einzelhändler müssen sich daher stärker über ihre Marke und ein Sortiment differenzieren, das bei Wettbewerbern nicht erhältlich ist“, erläutert Gerd Bovensiepen, PwC-Partner und Leiter des Bereichs Handel und Konsumgüter in Deutschland und Europa, die Studienergebnisse.

Wissen, was der Kunde will

Damit die Differenzierung gelingt, müssen die Einzelhändler die Wünsche ihrer Kunden genau kennen. Die Interaktion mit dem Verbraucher über alle verfügbaren Einkaufskanäle und insbesondere die sozialen Netzwerke werden daher immer wichtiger. Wie die Studie belegt, sind aktuell zwar bereits 40 Prozent der befragten Onlinekäufer auch „Follower“ ihrer bevorzugten Händler oder Herstellermarken in sozialen Netzwerken. Jedoch sagen nur gut 20 Prozent, dass sich ihr Engagement in irgendeiner Weise für sie lohnt. Dies lässt darauf schließen, dass jeder zweite Nutzer beispielsweise kein Feedback bekommt, obwohl er dies erwartet. „Präsenz auf allen Kanälen schafft noch keine Kundenbindung. Einzelhändler müssen exakt definieren, welche Kunden sie auf welchem Weg erreichen wollen, die segmentorientiere Strategie konsequent umsetzen und die Ergebnisse messen. Dabei gilt es, die Bedürfnisse der ‚Generation Y’ ebenso zu genau zu analysieren und zu berücksichtigen wie die der überzeugten Offlinekäufer“, erläutert Bovensiepen. Eine erfolgreiche Multi-Channel-Strategie trägt wesentlich zur freiwilligen Selbstbindung der Kunden bei: Während nur 13 Prozent aller Onlinekäufer einen einzigen Händler nutzen, kauft mehr als jeder zweite (53 Prozent) Multi-Channel-Shopper, also der Konsument, der mindestens zwei Einkaufskanäle nutzt (Filiale, online mit PC oder Tablet-PC, online mit Smartphone), bei einem einzigen Multi-Channel-Händler ein.

Läden bleiben wichtig

Das stationäre Geschäft ist nach wie vor ein entscheidender Faktor für die Kundenbindung. Wenn der bevorzugte Händler die nächstgelegene Filiale schließt, würden sich rund die Hälfte der deutschen Konsumenten für den Einkauf in einer anderen Filiale entscheiden: 58 Prozent würden ihren Einkauf in die nächste Filiale ihres bevorzugten Händlers verlagern und 46 Prozent würden die Filiale eines anderen Händlers mit einem ähnlichen Produktangebot suchen. [caption id="attachment_7669" align="alignright" width="300"]Pwc Bevorzugter Online-Einkaufsweg[/caption] Nur etwas mehr als ein Drittel der Konsumenten (37 Prozent) verlagert seinen Einkauf auf den Onlineshop seines bevorzugten Händlers. Dagegen weicht der globale Durchschnittskäufer eher auf den Onlineshop seines bevorzugten Händlers (44 Prozent) als auf die Filiale eines anderen Händlers (42 Prozent) aus. „Für Händler in Deutschland bedeutet dies, dass sie weiter daran arbeiten müssen, ihre Marke und ihr Angebot über alle Vertriebskanäle hinweg zu entwickeln und für ihre Kunden attraktiv zu gestalten“, betont Bovensiepen.

Bessere Apps und mobile Websites

Die deutschen Onlinekäufer shoppen häufiger via Smartphone und Tablet: Etwa jeder vierte Konsument nutzt ein Mobilgerät mindestens einmal im Monat für den Online-Einkauf. Das Smartphone ist darüber hinaus für viele Konsumenten ein geschätzter Einkaufshelfer: Im Ladengeschäft nutzen 44 Prozent der Befragten ihr Mobilgerät zum Preisvergleich, 39 Prozent scannen QR Codes. 35 Prozent nutzen mittlerweile digitale Rabattcoupons und ein Drittel der Onlinekäufer recherchiert im Laden weitere Produkteigenschaften. Insgesamt ist das mobile Einkaufserlebnis aber noch verbesserungswürdig und erfordert weitere Investitionen: Während mobile Websites im Vergleich zu Apps aus Nutzersicht bei den Kriterien Geschwindigkeit (35 Prozent gegenüber 25 Prozent) und Bedienfreundlichkeit (46 Prozent gegenüber 33 Prozent) eindeutig besser abschneiden, sind Apps die klaren Sieger in puncto Einfachheit der Nutzung auf dem Smartphone (41 Prozent gegenüber 19 Prozent).
Author: Date Created:17 April 2014 Date Published: Headline:Studie: Multi-Channel verändert den Handel Social Counts: Keywords: Publisher:Adobe Image:http://blogs.adobe.com/digitaleurope/wp-content/themes/pagelines-template-theme/images/no-image.jpg

Lek­türe für die Oster­feiertage: Für die 40seitige Studie „Total Retail – Wie der Multi-Channel-Konsum das Geschäftsmod­ell des Han­dels von mor­gen verän­dert“ der Wirtschaft­sprü­fungs– und Beratungs­ge­sellschaft PwC wur­den auch 2014 wieder 1.005 Kon­sumenten in Deutsch­land befragt, die schon ein­mal im Inter­net eingekauft haben. Was sind die wesentlichen Erkenntnisse?

172x243_studie_retail_u_consumer_2014_140409_thumbFür fast 90 Prozent der Onlinekäufer ist ein attrak­tives und bei der Konkur­renz nicht erhältliches Pro­duk­tange­bot das auss­chlaggebende Kri­terium für die Auswahl eines Händlers. Weit­ere wichtige Kri­te­rien sind die Ver­füg­barkeit von Pro­duk­ten in den Fil­ialen oder im Onli­neshop (83 Prozent), das Ver­trauen in den Händler und seine Marken (77 Prozent) und gün­stige Preise (77 Prozent).

Das Inter­net hat für Kon­sumenten einen abso­lut trans­par­enten Markt geschaf­fen. Mit dem Smart­phone lässt sich beim Shop­ping in der Innen­stadt jed­erzeit her­aus­finden, ob ein Artikel beim Händler gegenüber oder online gün­stiger zu haben ist oder ob es bessere Alter­na­tiven zum Pro­dukt gibt. Einzel­händler müssen sich daher stärker über ihre Marke und ein Sor­ti­ment dif­feren­zieren, das bei Wet­tbe­wer­bern nicht erhältlich ist“, erläutert Gerd Boven­siepen, PwC-Partner und Leiter des Bere­ichs Han­del und Kon­sumgüter in Deutsch­land und Europa, die Studienergebnisse.

Wis­sen, was der Kunde will

Damit die Dif­feren­zierung gelingt, müssen die Einzel­händler die Wün­sche ihrer Kun­den genau ken­nen. Die Inter­ak­tion mit dem Ver­braucher über alle ver­füg­baren Einkauf­skanäle und ins­beson­dere die sozialen Net­zw­erke wer­den daher immer wichtiger. Wie die Studie belegt, sind aktuell zwar bere­its 40 Prozent der befragten Onlinekäufer auch „Fol­lower“ ihrer bevorzugten Händler oder Her­steller­marken in sozialen Net­zw­erken. Jedoch sagen nur gut 20 Prozent, dass sich ihr Engage­ment in irgen­deiner Weise für sie lohnt. Dies lässt darauf schließen, dass jeder zweite Nutzer beispiel­sweise kein Feed­back bekommt, obwohl er dies erwartet.

Präsenz auf allen Kanälen schafft noch keine Kun­den­bindung. Einzel­händler müssen exakt definieren, welche Kun­den sie auf welchem Weg erre­ichen wollen, die seg­men­to­ri­en­tiere Strate­gie kon­se­quent umset­zen und die Ergeb­nisse messen. Dabei gilt es, die Bedürfnisse der ‚Gen­er­a­tion Y’ ebenso zu genau zu analysieren und zu berück­sichti­gen wie die der überzeugten Offlinekäufer“, erläutert Bovensiepen.

Eine erfol­gre­iche Multi-Channel-Strategie trägt wesentlich zur frei­willi­gen Selb­st­bindung der Kun­den bei: Während nur 13 Prozent aller Onlinekäufer einen einzi­gen Händler nutzen, kauft mehr als jeder zweite (53 Prozent) Multi-Channel-Shopper, also der Kon­sument, der min­destens zwei Einkauf­skanäle nutzt (Fil­iale, online mit PC oder Tablet-PC, online mit Smart­phone), bei einem einzi­gen Multi-Channel-Händler ein.

Läden bleiben wichtig

Das sta­tionäre Geschäft ist nach wie vor ein entschei­den­der Fak­tor für die Kun­den­bindung. Wenn der bevorzugte Händler die näch­st­gele­gene Fil­iale schließt, wür­den sich rund die Hälfte der deutschen Kon­sumenten für den Einkauf in einer anderen Fil­iale entschei­den: 58 Prozent wür­den ihren Einkauf in die näch­ste Fil­iale ihres bevorzugten Händlers ver­lagern und 46 Prozent wür­den die Fil­iale eines anderen Händlers mit einem ähn­lichen Pro­duk­tange­bot suchen.

Pwc

Bevorzugter Online-Einkaufsweg

Nur etwas mehr als ein Drit­tel der Kon­sumenten (37 Prozent) ver­lagert seinen Einkauf auf den Onli­neshop seines bevorzugten Händlers. Dage­gen weicht der glob­ale Durch­schnittskäufer eher auf den Onli­neshop seines bevorzugten Händlers (44 Prozent) als auf die Fil­iale eines anderen Händlers (42 Prozent) aus. „Für Händler in Deutsch­land bedeutet dies, dass sie weiter daran arbeiten müssen, ihre Marke und ihr Ange­bot über alle Ver­trieb­skanäle hin­weg zu entwick­eln und für ihre Kun­den attrak­tiv zu gestal­ten“, betont Bovensiepen.

Bessere Apps und mobile Websites

Die deutschen Onlinekäufer shop­pen häu­figer via Smart­phone und Tablet: Etwa jeder vierte Kon­sument nutzt ein Mobil­gerät min­destens ein­mal im Monat für den Online-Einkauf. Das Smart­phone ist darüber hin­aus für viele Kon­sumenten ein geschätzter Einkauf­shelfer: Im Ladengeschäft nutzen 44 Prozent der Befragten ihr Mobil­gerät zum Preisver­gle­ich, 39 Prozent scan­nen QR Codes. 35 Prozent nutzen mit­tler­weile dig­i­tale Rabattcoupons und ein Drit­tel der Onlinekäufer recher­chiert im Laden weit­ere Produkteigenschaften.

Ins­ge­samt ist das mobile Einkauf­ser­leb­nis aber noch verbesserungswürdig und erfordert weit­ere Investi­tio­nen: Während mobile Web­sites im Ver­gle­ich zu Apps aus Nutzer­sicht bei den Kri­te­rien Geschwindigkeit (35 Prozent gegenüber 25 Prozent) und Bedi­en­fre­undlichkeit (46 Prozent gegenüber 33 Prozent) ein­deutig besser abschnei­den, sind Apps die klaren Sieger in puncto Ein­fach­heit der Nutzung auf dem Smart­phone (41 Prozent gegenüber 19 Prozent).