Blog Post:Das ist doch mal eine Schlagzeile: "Kein Nutzen, kein ROI: Social-Media-Aktivitäten verpuffen wirkungslos". Grundlage für diese Überschrift war die in dieser Woche veröffentlichte Studie "Mastering Digital Feedback: How the Best Consumer Companies use Social Media", für die der IT-Services-Anbieter Tata Consultancy Services (TCS) weltweit 655 Unternehmen aus elf Branchen befragen lies. Ihre Kernaussage:
Durchschnittlich geben die befragten Firmen pro Jahr 19 Millionen Dollar für Social-Media-Aktionen aus und beschäftigen dafür 56 Personen. Doch bislang bleiben die erhofften nachhaltigen Vorteile für das Business aus, weil die jeweiligen Zielgruppen über die eingesetzten sozialen Medien nur schwer erreicht werden.  .... Nur zehn Prozent der Betriebe erschließen die Nutzenpotenziale von Social Media und erzielen dadurch Vorteile im Business, etwa bei der Akquise neuer Kunden oder bei After-Sales-Services.
Nun ist die Studie zwar differenzierter, als die reißerische Überschrift es vermuten läßt, doch die Skepsis gegenüber Social Media Marketing ist deutlich zu spüren. Ins selbe Horn stieß gerade auch Forrester-Analyst Nate Elliott in seinem Blog unter Berufung auf eine Befragung von knapp 400 Marketing-Entscheidern in den USA, Kanada und Großbritannien in diesem Sommer. "Viele Marketer stecken inzwischen eine Menge Geld in Facebook-Marketing, aber relativ wenige sind damit auch erfolgreich", konstatiert Elliott und verlangt in einem offenen Brief an Mark Zuckerberg einen schnellen Kurswechsel.

Umsatz pro Besucher wächst bei Twitter schneller als bei Facebook

Zu ganz anderen Ergebnissen kommt dagegen der neue Adobe Digital Index Report („Social Media Intelligence“), der die Entwicklung von Paid, Earned und Owned Media in sozialen Netzwerken untersucht hat. Und zwar auf einer sehr breiten Datenbasis von Anwendern der Adobe Marketing Cloud aus den Branchen Einzelhandel, Medien, Unterhaltung und Tourismus. Insgesamt handelt es sich dabei um 131 Milliarden Facebook Ad Impressions, 400 Millionen Unique Visitors von Social Media-Seiten sowie über eine Milliarde Posts und 4,3 Milliarden Interaktionen (Comments, Shares und Likes) auf Facebook. Danach hat sich innerhalb eines Jahres der Umsatz pro Besucher via Twitter um 300 Prozent erhöht. Damit werden Facebook und Pinterest deutlich abgehängt. Während bei Facebook der RPV-Wert (Revenue per Visitor) um 39 Prozent wuchs, ist bei dem Bilderdienst ein Plus von 150 Prozent zu verzeichnen. Allerdings macht Facebook in absoluten Zahlen zweimal so viel Umsatz pro Besucher, nämlich 93 US-Cent – im Vergleich zu Twitters 44 Cent und den 55 Cent von Pinterest. Digital Index_Social visits Weitere zentrale Ergebnisse der Studie sind: Und was zeigt diese Studie? Allen Unkenrufen zum Trotz reift Social Media immer mehr zu einem etablierten Marketingkanal. Angetrieben wird diese Entwicklung durch Aktivitäten von Facebook und Twitter, die es Marketingverantwortlichen ermöglichen, ihre Kampagnen stärker auf soziale Kanäle auszurichten. Im Ergebnis verzeichnen immer mehr Unternehmen einen positiven Return on Investment ihrer Social Media-Aktivitäten und die Bedeutung von Social Media im Einkaufsprozess wächst, was sich auch im bevorstehenden Weihnachtsgeschäft deutlich zeigen wird.
Author: Date Created:31 Oktober 2013 Date Published: Headline:Traue keiner Studie, die Du nicht selbst erstellst hast Social Counts: Keywords: Publisher:Adobe Image:http://blogs.adobe.com/digitaleurope/files/2013/10/Digital-Index_Social-visits-e1383169931325.jpg

Das ist doch mal eine Schlagzeile: “Kein Nutzen, kein ROI: Social-Media-Aktivitäten ver­puffen wirkungs­los”. Grund­lage für diese Über­schrift war die in dieser Woche veröf­fentlichte Studie “Mas­ter­ing Dig­i­tal Feed­back: How the Best Con­sumer Com­pa­nies use Social Media”, für die der IT-Services-Anbieter Tata Con­sul­tancy Ser­vices (TCS) weltweit 655 Unternehmen aus elf Branchen befra­gen lies. Ihre Ker­naus­sage:

Durch­schnit­tlich geben die befragten Fir­men pro Jahr 19 Mil­lio­nen Dol­lar für Social-Media-Aktionen aus und beschäfti­gen dafür 56 Per­so­nen. Doch bis­lang bleiben die erhofften nach­halti­gen Vorteile für das Busi­ness aus, weil die jew­eili­gen Ziel­grup­pen über die einge­set­zten sozialen Medien nur schwer erre­icht wer­den.  .… Nur zehn Prozent der Betriebe erschließen die Nutzen­poten­ziale von Social Media und erzie­len dadurch Vorteile im Busi­ness, etwa bei der Akquise neuer Kun­den oder bei After-Sales-Services.

Nun ist die Studie zwar dif­feren­zierter, als die reißerische Über­schrift es ver­muten läßt, doch die Skep­sis gegenüber Social Media Mar­ket­ing ist deut­lich zu spüren. Ins selbe Horn stieß ger­ade auch Forrester-Analyst Nate Elliott in seinem Blog unter Beru­fung auf eine Befra­gung von knapp 400 Marketing-Entscheidern in den USA, Kanada und Großbri­tan­nien in diesem Som­mer. “Viele Mar­keter stecken inzwis­chen eine Menge Geld in Facebook-Marketing, aber rel­a­tiv wenige sind damit auch erfol­gre­ich”, kon­sta­tiert Elliott und ver­langt in einem offe­nen Brief an Mark Zucker­berg einen schnellen Kurswechsel.

Umsatz pro Besucher wächst bei Twit­ter schneller als bei Facebook

Zu ganz anderen Ergeb­nis­sen kommt dage­gen der neue Adobe Dig­i­tal Index Report („Social Media Intel­li­gence“), der die Entwick­lung von Paid, Earned und Owned Media in sozialen Net­zw­erken unter­sucht hat. Und zwar auf einer sehr bre­iten Daten­ba­sis von Anwen­dern der Adobe Mar­ket­ing Cloud aus den Branchen Einzel­han­del, Medien, Unter­hal­tung und Touris­mus. Ins­ge­samt han­delt es sich dabei um 131 Mil­liar­den Face­book Ad Impres­sions, 400 Mil­lio­nen Unique Vis­i­tors von Social Media-Seiten sowie über eine Mil­liarde Posts und 4,3 Mil­liar­den Inter­ak­tio­nen (Com­ments, Shares und Likes) auf Facebook.

Danach hat sich inner­halb eines Jahres der Umsatz pro Besucher via Twit­ter um 300 Prozent erhöht. Damit wer­den Face­book und Pin­ter­est deut­lich abge­hängt. Während bei Face­book der RPV-Wert (Rev­enue per Vis­i­tor) um 39 Prozent wuchs, ist bei dem Bilder­di­enst ein Plus von 150 Prozent zu verze­ich­nen. Allerd­ings macht Face­book in absoluten Zahlen zweimal so viel Umsatz pro Besucher, näm­lich 93 US-Cent – im Ver­gle­ich zu Twit­ters 44 Cent und den 55 Cent von Pinterest.

Digital Index_Social visits

Weit­ere zen­trale Ergeb­nisse der Studie sind:

  • Paid Social-Trends: Face­book wird für Mar­ket­ingver­ant­wortliche immer attrak­tiver mit Blick auf das Ad-Klick-Volumen, das im let­zten Jahr um 29 Prozent zugenom­men hat. Darüber hin­aus haben die Ad-Impressions um 85 Prozent zugelegt und die Kosten pro Tausend Aufrufen einer Anzeige (Cost per Thou­sand Impres­sions of an Ad = CPM) stiegen um 120 Prozent. Gegenüber dem Vor­jahr sanken bei Face­book die CPC-Werte (Kosten per Klick) um 40 Prozent, die Click-Through-Raten hinge­gen stiegen um 275 Prozent, der Return on Invest­ment um 58 Prozent.
  • Owned Social-Trends: Der Umsatz pro Besucher (RPV) wuchs im Jahresver­lauf bei allen großen Net­zw­erken, was deut­lich macht, dass die wirtschaftliche Rel­e­vanz von Social-Media-Marketing sich immer deut­licher her­auskristallisiert. Das Gros des Traf­fics auf Retail-Webseiten kommt weit­er­hin von Face­book, allerd­ings ver­ringerte sich der Anteil um 20 auf 57 Prozent. Twit­ter und Pin­ter­est kom­men dage­gen auf ein Plus von 258 bzw. 84 Prozent.
  • Earned Social-Trends: Das Marken-Engagement auf Face­book wuchs im Jahresver­lauf um 115 Prozent, während die Anzahl der Posts um neun Prozent anstieg. Beiträge mit Bildern sorgten dabei für eine 600 Prozent höhere Inter­ak­tion­srate als reine Text-Posts. Sentiment-Analysen aller Net­zw­erke ergeben zudem, dass bei Tum­blr die pos­i­tivsten Inter­ak­tio­nen stattfinden.

Und was zeigt diese Studie? Allen Unken­rufen zum Trotz reift Social Media immer mehr zu einem etablierten Mar­ket­ingkanal. Angetrieben wird diese Entwick­lung durch Aktiv­itäten von Face­book und Twit­ter, die es Mar­ket­ingver­ant­wortlichen ermöglichen, ihre Kam­pag­nen stärker auf soziale Kanäle auszurichten. Im Ergeb­nis verze­ich­nen immer mehr Unternehmen einen pos­i­tiven Return on Invest­ment ihrer Social Media-Aktivitäten und die Bedeu­tung von Social Media im Einkauf­sprozess wächst, was sich auch im bevorste­hen­den Wei­h­nachts­geschäft deut­lich zeigen wird.