Creative Connection

„Motoröl aufs Brathähnchen? Mach‘ ich nicht!“ – Adobe Stock #NewFace Corinna Gissemann über Food-Fotografie

Corinna Gissemann ist leidenschaftliche Food-Fotografin. Auch das Styling übernimmt die Brandenburgerin selbst. „Mir ist wichtig, dass fotografiertes Essen nicht nur lecker aussieht – sondern hinterher auch tatsächlich genießbar ist!“ Deshalb verzichtet sie auf die Tricks der Food-Stylisten, wie Motoröl auf Brathähnchen und Haarspray auf Obst. Ein Konzept mit Erfolg. Denn Corinnas Werke sehen zum Anbeißen aus! Wir haben die Food-Fotografin und Adobe Stock Anbieterin getroffen und ihr einige Profi-Tipps für euch entlockt. Kleines Schmankerl: Corinna wird euch ihren Workflow in einem Live-Shoot bei der #AdobeNacht am 27.09. präsentieren. Und drei tolle Presets gibt’s for free obendrauf. Bon Appétit!

ID: 220397246

Appetizer – wie alles begann

Eigentlich war Corinna bis vor acht Jahren noch Arzthelferin. Doch obwohl der Job ihr Spaß machte, fehlte ihr die Möglichkeit, ihre Kreativität  auszuleben. Als sie eines Abends auf der Couch saß und im Internet surfte, sah sie eine Werbung für Stockfotografie. „Geld mit Fotos verdienen? Das hört sich doch super an!“, dachte sie sich. Einziger Haken: Corinna hatte damals keine Ahnung vom Fotografieren. Trotzdem kündigte sie ihren Job von heute auf morgen. „Ich bin ein sehr spontaner Mensch“, lacht sie. Ihre Eltern unterstützten diese Spontaneität, sponserten ihre erste Fotoausrüstung. Als nächstes überlegte sie sich, was sie eigentlich gerne fotografieren würde. „Die Portrait- und Landschaftsfotografie lag mir nicht so, deshalb habe ich mich für Food entschieden, da ich schon immer gerne gekocht und gebacken habe und ich es spannend fand, die Endresultate festzuhalten. Außerdem hat man alle Zeit der Welt, um Dinge auszuprobieren und zu lernen.“ Das Food-Styling hat sie sich ebenfalls selbst beigebracht, durch Videos, Tutorials und jede Menge Lesen. Corinna ist also das beste Beispiel, dass Übung den Meister macht – und Motivation sich auszahlt: Denn 2015 veröffentlichte sie ihr erstes Buch „Food Fotografie: Leckere Bildrezepte für Einsteiger“. Inzwischen sind weitere dazugekommen. Und schon seit Beginn ihrer steilen Karriere bietet Corinna ihre Bilder erfolgreich bei Adobe Stock an.

ID: 220227333

Hauptgericht – jetzt geht’s ans Eingemachte

„Zu Beginn habe ich von einem Motiv 50 bis 60 Aufnahmen gemacht, heute mache ich fünf bis sechs und es passt. Mein Stil hat sich stark entwickelt, das sieht man. Ich habe clean und hell angefangen, inzwischen mag ich es mehr moody und rustikal“, erzählt uns Corinna. Dafür spielt sie viel mit ausdrucksstarken Motiven und Hintergründen, mit Licht und Schärfe. Und: Corinna arbeitet mit Stativ. „Wenn die Kamera schon fix ist, kann man viel besser noch etwas am Set ändern oder einen Reflektor halten.“ Für die Nachbearbeitung benutzt sie am liebsten Adobe Lightroom CC. Hier kann sie mit Tiefen und Lichtern spielen, um Details in ihren Bildern herauszuarbeiten. „Am Kontrast ändere ich meist wenig. Einzelne Details hebe ich manchmal noch mit dem Korrekturpinsel hervor, schärfe und helle sie auf. Bei richtig dunklen Fotos arbeite ich auch mit Vignetten, diese setze ich aber nur dezent ein. Diese Einstellungen kann ich bei Lightroom CC als Presets speichern und immer wieder verwenden, was meinen Workflow natürlich enorm erleichtert.“

ID: 220397252

Seid ihr neugierig, wie vielfältig und geschmackvoll Corinna Food ablichtet? Dann schaut einmal auf ihrem Adobe Stock-Portfolio vorbei! Kleines Highlight: Bei der Anmeldung bei Adobe Stock bekommt ihr im ersten Monat 10 Downloads zum Testen! Oder wollt ihr, dass beim Anblick eurer eigenen Fotos, anderen das Wasser im Mund zusammenläuft? Dann lasst euch diese exklusiven Tipps  von Corinna nicht entgehen!

Dessert – 13 Tipps vom Profi

  • Sucht euch in Ruhe passende Hintergründe und Untergründe aus. Wenn das Bild moody und rustikal wirken soll, dürfen die auch gerne etwas „abgeranzt“ aussehen: alte Holzbretter, Dielen, alte Holztische… Schaut ruhig auch mal auf dem Sperrmüll nach. Es gibt außerdem Shops, in denen man sich Vinylplatten mit einer bestimmten Textur bedrucken lassen.
  • Für den Moody-Effekt wähle ich bewusst schon beim Fotografieren eine leichte Unterbelichtung in der Kameraeinstellung. Das gibt einem ein gutes Gefühl dafür, wie das Ganze hinterher aussehen kann.
  • Alt statt neu: Wie gesagt, das darf alles ruhig „shabby“ aussehen. Es sollte aber schon stimmig sein und zusammenpassen. Auch eine alte Schüssel mit abgeplatztem Rand kann dabei gut aussehen.
  • Nehmt Besteck vom Flohmarkt, das nicht mehr glänzt. Dann habt ihr auch kein Problem mit Spiegelung.
ID: 220397252
  • Beim Aufbauen der Szenerie darauf achten, dass eine kleine Geschichte erzählt wird. Und, dass alles zusammenpasst. Ein Foto, auf dem eine riesig große, ganze Torte abgebildet ist, und daneben vier kleine Kaffeelöffel? Das passt einfach nicht zusammen, da stimmt die Story nicht. Ein Tortenheber oder eine Kaffeekanne würden hier stimmiger wirken.
  • Lasst euch Zeit! Erst in Ruhe das Set aufbauen, ganz zum Schluss das Produkt in Szene setzen. Nicht, dass euch das Eis wegschmilzt, während ihr noch an den Kameraeinstellungen dreht! Tipp: Nehmt während der Vorbereitungen einfach ein Dummy. Eine zusammengeknüllte Serviette in einem ähnlichen Farbton kann zum Beispiel die Eiskugel wunderbar ersetzen.
  • Nie mit Frontlicht fotografieren: Das Licht sollte das Essen von hinten oder von der Seite beleuchten. Sonst geht die Dreidimensionalität flöten, das Ganze sieht platt aus.
  • Packt den Teller nicht zu voll, das sieht nicht schön aus.
  • Kleine Teller lassen sich leichter stylen, als große.
  • Wenn die Vorderseite eures Produkts zu dunkel ist, dann nutzt ein Stück weiße Pappe, um es vorne aufzuhellen.
  • Das Bild nach der Drittel-Regel ausrichten: Unterteilt das Bild in neun gleiche Teile, setzt das Hauptmotiv auf eine der Schnittstellen, dann wirkt es interessant. Bei den meisten Kameras könnt ihr Gitternetzlinien einstellen, das erleichtert euch die Ausrichtung.
  • Nicht verwackeln! Verzichtet auf lange Verschlusszeiten, wenn ihr aus der Hand fotografiert.
  • Nehmt die Seite des Betrachters ein. Stell dir vor, du bist im Restaurant und jemand bringt dir den Teller an den Tisch. Findest du appetitlich, was du siehst? Könnte man noch etwas verbessern? Dann mach das!

Vielen Dank an Corinna für die hilfreichen Tipps. Wir sind jetzt übrigens auch auf Instagram! Folgt @adobecreativecloud_de und zeigt uns unter dem Hashtag #AdobeCreativeCrowd, was ihr draufhabt! Jeden Freitag featuren wir Mitglieder unserer Community beim #FeatureFriyay – vielleicht ja demnächst mit euren Food-Fotos.

 

Adobe Stock, Fotografie, Inspiration, kreative Fotografie

Join the discussion