Creative Connection

Adobe Stock #VisualTrendsRemix – Part 1: Uli Staiger

Zu Beginn der Herbstsaison gehen wir noch mal in uns, werden leise. Wir halten inne, um einen Blick zurück zu werfen. „Geschichte und Erinnerung“ ist der aktuelle Adobe Stock Visual Trend. Der Berliner Digital Artist Uli Staiger hat diesen auf seine ganz eigene Art interpretiert. Ihr dürft gespannt sein …

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In unsicheren Zeiten hilft es manchmal, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Auch Künstler und Marken lassen sich von Kunst aus einer vergangenen Zeit inspirieren. Die schönsten Momente der Geschichte gewinnen neue Relevanz und Bedeutung, indem sie in die Gegenwart übersetzt werden und so neu interpretiert noch einmal aufblühen.

Zur #VisualTrends Collection „Geschichte und Erinnerung

 

Zu jedem Visual Trend fordert Adobe Stock einen Künstler dazu auf, ein Artwork zum Thema zu erstellen. Diesmal: der Digital Artist Uli Staiger. Er hat sich ein Bild aus der aktuellen Visual Trends Galerie ausgesucht und wird dies in seinem ganz eigenen Stil neu interpretieren. Den Workflow hält er für euch in einem Video-Tutorial fest. Dieses Video sowie das fertige Kunstwerk zeigen wir euch im zweiten Teil. Vorab haben wir uns schon mal mit Uli unterhalten, um mehr über ihn und seine Arbeit zu erfahren.

©Uli Staiger

Adobe Stock: Wusstest du schon immer, dass du mal als Fotograf beziehungsweise Composer arbeiten würdest?

Uli: Nö, ursprünglich war mein Plan Tierarzt zu werden. Leider waren meine Noten in der Schule einfach nicht gut genug. Während der Wartesemester wollte ich etwas Handwerkliches lernen und entschied mich für Fotografie. Dass das mehr als ein Lückenfüller war, merkte ich dann schon nach dem ersten halben Jahr der Ausbildung. Nachdem ich meine Lehre abgeschlossen hatte, zog ich dann für eineinhalb Jahre nach New York. Ich verdiente meinen Lebensunterhalt als Tankwart und freier Fotoassistent. Letzteres klappte so gut, dass ich bald voll davon leben konnte.

Adobe Stock: Und wie bist du von der Fotografie dann aufs Composing gekommen?

Uli: Ich nahm einen Job als Assistent bei Neil Molinaro an. Eigentlich hatte ich nicht vor, mich fest anstellen zu lassen. Aber als ich seine Arbeit sah, hat es einfach gezündet. Neil fotografiert nicht, er zaubert. Und das damals noch komplett analog! Seine Artworks sind zwar kommerziell, aber dennoch speziell. Auf jeden Fall hat er mich für die ‚normale‘ Fotografie ein für alle Mal versaut. Neil hat mich geprägt wie kein anderer. Als ich dann wieder in Deutschland war, habe ich in Potsdam noch meinen Meister gemacht. Aber meine Leidenschaft fürs Composing ist nie wieder verschwunden.

©Uli Staiger

Adobe Stock: Was würdest du denjenigen raten, die ihren Stil noch nicht gefunden haben?

Uli: Das geht nicht von heute auf morgen. Stil ist etwas, das sich über Jahre oder sogar Jahrzehnte entwickelt. Man muss es wirklich wollen und sich täglich damit auseinandersetzen. Viel nachahmen, viele Gedanken reinstecken, dran bleiben. Und vor allem: Nicht für Facebook beziehungsweise die Aufmerksamkeit von anderen arbeiten. Sondern für sich selbst. Für den eigenen Kopf.

Adobe Stock: Du machst das Ganze ja nun schon ein paar Jahre. Woher nimmst du ständig neue Inspiration?

Uli: Aus dem Leben. Ok, das sagen sie wahrscheinlich alle. Ich versuch es mal anders zu formulieren. Wenn du authentisch sein willst, musst du die Realität mit der Fantasie, also mit dem, was in deinem Kopf passiert, verknüpfen. Zum Beispiel war ich einmal einen Freund auf seiner Arbeit in einer Werbeagentur besuchen. Da hing ein eigentlich ganz simples Bild an der Wand, auf dem ein weißer Raum abgebildet war. Irgendwie hatte ich da plötzlich eine Eingebung. Wie es wohl aussehen würde, wenn man so einen Raum aus Zuckerwürfeln nachbauen würde? Gesagt, getan. Etwas Einfaches wie ein Foto von einem weißen Raum hat eine ganze ‚Zucker-Serie‘ inspiriert.

©Uli Staiger

Adobe Stock: Wie entstehen deine Kunstwerke?

Uli: Ich fotografiere natürlich immer am liebsten selbst. Aber wenn ich im Hochsommer mal ein Foto einer schneebedeckten Straße suche, dann weiß ich, dass ich bei Adobe Stock fündig werde. Bei der riesigen Auswahl findet man wirklich immer was man sucht. Und mit der Filterfunktion geht das auch noch richtig schnell. Das ist schon praktisch. Naja, und ansonsten nutze ich wirklich seit Anbeginn der Zeit Adobe Photoshop, habe mit der legendären Version 3.05 angefangen. Und zwar wirklich auch zu 95 Prozent. Ich konvertiere mit dem Photoshop CC Raw Converter und nutze natürlich Adobe Bridge. Ich schätze es außerdem sehr, dass sich 3D-Geschichten in Photoshop so gut darstellen lassen. Apropos 3D:  Ich habe die Erstellung von 3D-Characters mit Adobe Fuse CC lieben gelernt. Abgesehen davon habe ich außerdem Cinema 4D in Gebrauch.

Wir bedanken uns bei Uli für das sehr unterhaltsame und nette Gespräch – und sind wahnsinnig gespannt, was er aus dem ausgewählten Bild (siehe unten) zaubern wird. Auf jeden Fall hat er uns versprochen, alle Steps in einem Tutorial für euch festzuhalten. Das fertige Artwork wird zum ersten Mal während der großen #AdobeNacht enthüllt – seid live am 27.09. ab 19.00 Uhr live dabei!

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Ihr seid neugierig auf Adobe Stock? Dann probiert es doch einfach mal selber aus. Im ersten Monat stehen euch 10 Standardbilder zum Testen zur Verfügung.

Alle #VisualTrendsRemix 2018 Artikel findet ihr hier:

Stille und Einsamkeit – Matthias Schwaighofer

Part 1

Part 2

 

 

 

 

 

 

Das flüssige Selbst – DXTR the Weird

Part 1

Part 2

 

 

 

 

 

 

Multilokalismus – Laura Helena

Part 1

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Kreative Realität – JSTN PTRS

Part 1

Part 2

 

 

 

 

 

 

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