Creative Connection

#CreativeResidency: Julia Nimke über ihr Jahr als Adobe Creative Resident

Ein unvergessliches Jahr

von Julia Nimke

Als ich damals von der Creative Residency erfuhr, bin ich gerade an einem Punkt in meiner beruflichen Laufbahn angekommen, an dem ich mich gefragt habe, wie lange ich in dieser Art und Weise noch weitermachen möchte: Angestellt sein und die verbleibende Zeit mit freien Aufträgen und Projekten verbringen. Eine Freundin sagte mir vor Kurzem, dass es wichtig sei, seine Energie zu bündeln und sich auf eine Sache zu fokussieren. Energie bedeutet in diesem Fall vor allem Zeit: Zeit aufbringen für etwas, dem man sich voll und ganz widmen will. In einer Welt, die immer schnelllebiger und komplexer wird, wird Zeit zu einem Luxusgut.Was genau ist die Creative Residency und wie gefällt es dir?

In den letzten Monaten bin ich gemeinsam mit Adobe insgesamt drei Mal in die Vereinigten Staaten geflogen. Ich bin für mein Projekt durch zehn Länder gereist, habe Mentoren und Vorbilder getroffen und an Workshops teilgenommen, die meinen Horizont erweitert haben.
Ich durfte sechs Vorträge halten, habe in zwei Adobe Live-Sessions direkt aus dem Studio an meinen Projekten gearbeitet und habe durch meine Zeit als Creative Resident in den anderen Residents Freunde gefunden. Auch zu meiner Mentorin Julieanne Kost (Adobe Lightroom-Guru und Adobe Evangelist) habe ich eine enge Bindung aufgebaut.

Das Stipendium als Creative Resident bietet mir ein Tableau an Möglichkeiten, welches ich jeden Tag zu schätzen weiß. Es klingt wie ein Märchen und das ist es gewissermaßen auch: Du bekommst ein Jahr lang Zeit geschenkt und die nötige finanzielle Unterstützung, sowie Mentorings von den ganz großen Namen der Kreativszene und kannst an deinem zuvor eingereichten Traumprojekt arbeiten. Übrigens: Mehr zu meinem Projekt “Folk Tales” findet ihr hier.Was hat dir die Creative Residency bis jetzt gegeben?

Meine erste Antwort lautet definitiv “Zeit”. Ich habe ein ganzes Jahr Zeit mich künstlerisch zu entwickeln und auszuprobieren.

Gleichzeitig bin ich, vor allem am Anfang, an meine Grenzen gekommen und habe unentwegt dazugelernt. Schließlich besteht ein Teil der Aufgaben während der Creative Residency nicht nur darin, die eigenen Arbeiten und Erlebnisse via Social Media (Instagram, Twitter, Facebook, Blogposts) zu teilen, sondern auch darin Vorträge zu halten. Im ersten Monat, direkt zu Beginn des Programms, habe ich einen Vortrag bei der TYPO Berlin halten dürfen, die mit über 1200 Teilnehmern zur größten Designkonferenz Europas zählt. Immer wieder musste ich meine Ideen veranschaulichen, Einblicke in noch laufende Prozesse meiner Arbeit geben und Interviews führen. Das alles hat mich selbstbewusster werden lassen und bringt mich noch immer dazu, meine Arbeit regelmäßig zu reflektieren.Was sollten andere Kreative wissen, wenn sie sich bewerben wollen?

Integriere Herausforderungen in dein Konzept! Bei der Creative Residency geht es darum, dass du dich weiterentwickelst, neue Techniken ausprobierst und dich auf Dinge einlässt, die du noch nicht kennst. Es geht primär nicht darum, alles perfekt zu meistern, sondern die Freude an der Kreativität auszuleben und dabei deine eigenen Techniken und Fertigkeiten zu erweitern. Du solltest dir darüber im Klaren sein, dass du vor vielen Menschen sprechen wirst. Es kann zwar ein bisschen angsteinflößend sein Vorträge zu halten, aber mit jedem Mal wird es dir leichter fallen und du selbst wirst immer selbstbewusster – versprochen! Sei einfach mit dem ganzen Herzen dabei, dann wird die Creative Residency ein Jahr, das du mit Sicherheit nie wieder vergessen wirst!

Mehr von Julia Nimke findet ihr auf ihrer Webseite, ihrem Facebook-Kanal oder ihrem Instagram-Channel. Ab Ende Januar könnt ihr euch hier selbst für die Creative Residency bewerben und euren kreativen Traum wahrwerden lassen.

Bildbearbeitung, Fotografie, Inspiration, kreative Fotografie, Reisefotografie

Diskutiere jetzt mit