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Eine Reise nach Namibia mit Fotografin Erin Sullivan und Lightroom für Mobilgeräte

Als Erin Sullivan, Fotografin und Verfasserin des Blogs Erin Outdoors, den Facebook-Post von Colby Brown – ebenfalls Fotograf – liest, in dem er nach Begleitern für seine bevorstehende Namibia-Reise sucht, zögert sie nicht lange. „Namibia stand ganz oben auf meiner Liste von Reisezielen, wegen der Sanddünen, wilden Tiere und einzigartigen Kulturen“, erklärt Sullivan. Diese Reise war also wie gemacht für sie.

Auf ihrem Instagram-Account präsentiert sie unzählige Bilder von verspielten Löwen, bunten Schmetterlingen oder riesigen Bären. Die tierliebe Fotografin beschreibt die Begegnung mit der Wildnis als spirituelle Erfahrung. „Ich möchte Emotionen transportieren – das ist meine Leidenschaft und gleichzeitig größte Herausforderung. Es sind die kurzen Augenblicke, die ich besonders schätze – ein Junges, das nach seiner Mutter greift, ein Elefant, der sich eine Schlammdusche gönnt, oder ein Löwe, der kurz innehält und hinter sich blickt, bevor er seinen Streifzug durch die Akazienbäume fortsetzt.“ Für solche Einblicke in das Leben der Tiere ist Sullivan immer dankbar.

Ethische Aspekte der Reisefotografie

Auch wenn Sullivan oft in anderen Ländern unterwegs ist, liegt ihr viel daran, dass die Menschen, Kulturen oder Tiere, denen sie auf ihren Reisen begegnet, nicht ausgenutzt werden. Reisefotografen tragen eine moralische Verantwortung: „Wir sind nur zu Besuch. Das dürfen wir nicht vergessen. Nur weil man eine Kamera hat, gibt das einem nicht das Recht, Dinge einzufordern. Auch keine Fotos.“ Reisende sollten sich immer und überall respektvoll verhalten und regionale Bräuche und Traditionen achten.

Vor dem Hintergrund, dass Tourismus und Fotografie zur Ausbeutung von Kulturen, Ländern und Tieren beigetragen haben, sagt Sullivan: „Fotografen haben die Pflicht, sich über Zielländer und deren Geschichte zu informieren. Vor allem im Hinblick auf den Tourismus. Sie müssen sich bei jedem Motiv fragen, ob es wirklich angebracht ist, es zu fotografieren.“ In einem Blogpost beschäftigt sie sich eingehender mit den ethischen Aspekten der Fotografie.

Tipps zur Lightroom-App

Da Sullivan so oft auf Reisen ist, ist die Möglichkeit, Bilder unterwegs zu bearbeiten, für sie besonders wichtig. „Ich bin als Fotografin und Bloggerin auf Social-Media-Plattformen aktiv und veröffentliche regelmäßig neue Beiträge (sofern ich Zugang zum Internet habe).“ Damit andere möglichst zeitnah an ihren Erlebnissen teilhaben können, nutzt sie Apps, um einfache Fotokorrekturen vorzunehmen und Bilder schnell für den nächsten Post vorzubereiten. Hier sind fünf wichtige Tipps zur Verwendung von Lightroom für Mobilgeräte:

  1. Histogramm: Mit dem Histogramm lassen sich helle und dunkle Bereiche besser erkennen und bearbeiten. Die Lichtverhältnisse sind bei jeder Aufnahme anders. Mal fotografiere ich bei strahlendem Sonnenschein, mal bei schwacher Innenbeleuchtung. Das Histogramm hilft mir, Lichter und Tiefen optimal herauszuarbeiten.
  2. Schatten: Manchmal befindet sich ein Motiv im Schatten. Damit mehr Details erkennbar werden, erhöhe ich den Wert für Tiefen. Bei RAW-Aufnahmen kann man auf diese Weise viele Details in dunklen Bereichen sichtbar machen. Um mehr Kontrast in den Schattenbereichen zu erzeugen, reduziere ich anschließend den Wert für Schwarztöne ein wenig.
  3. Farben: Wenn ich bestimmte Bildbereiche oder Motive hervorheben möchte, erhöhe (oder verringere) ich die Sättigung und/oder Luminanz bestimmter Farben.
  4. Selektive Korrekturen: Das Tool für selektives Bearbeiten eignet sich hervorragend, um Augen, Gesichtszüge oder andere Bereiche eines Motivs zu betonen.
  5. Vignetten: Eine dezent gesetzte Vignette trägt dazu bei, Motive in der Mitte eines Fotos hervorzuheben.

Rückblick

Mit der Reise nach Namibia betrat Erin Sullivan unbekanntes Terrain – auch buchstäblich. „Ich habe wieder gemerkt, wie hilfreich es sein kann, Dinge spielerisch anzugehen.“ Da sie noch nie zuvor Aufnahmen in einer Wüste gemacht hatte oder während der Trockenzeit auf Safari gewesen war, musste sie viel experimentieren. Sie probierte neue Techniken der Nachbearbeitung aus und erweiterte damit ihr kreatives Know-how.

Ein Rat, den sie am Anfang ihrer Karriere gerne selbst erhalten hätte: „Denk nicht so viel darüber nach, was andere denken, und nimm dich selbst nicht so ernst. Experimentiere. Das Leben ist eine große Schnitzeljagd – wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“

Weitere Arbeiten von Erin Sullivan findet man in ihrem Blog und bei Instagram

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