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Tutorial mit Bettina Güber: Eindrucksvolle Blumenbilder

Noch bis zum 15. Oktober läuft in Berlin die Internationale Gartenausstellung. Neben einem umfangreichen Rahmenprogramm, stehen die zahlreichen Pflanzen im Fokus des Interesses. Von internationalen Themengärten, über Hängeterrassen bis zu einer Tropenhallen mit einem balinesischen Garten, bietet die IGA 2017 in Berlin für Blumen-Liebhaber alles was das Herz begehrt. Besonders die vergängliche Schönheit der zahlreichen Blumen bietet ambitionierten Fotografen eine Vielzahl an Motiven. Bettina Güber hat sich auf Blumenfotos spezialisiert und zeigt welches Potential in der Natur schlummert. Bei Adobe Stock zählt die Fotografin zu den vielseitigsten Anbietern von moderner Blumenfotografie.

1) Ab in die Natur!

Pflanzen und Blumen in der freien Natur zu fotografieren ist eine spannende Sache – gerade bei der Makrofotografie. Wind und Licht spielen dabei eine große Rolle…aber das besagte ‘falsche’ Licht gibt es nicht. Bedeckter Himmel eignet sich ebenso gut wie strahlender Sonnenschein. Und auch der Wind kann das Motiv wunderbar verändern und Bewegung hineinbringen. Spielt einfach mit Belichtung, Blende und Wind und experimentiert ein bißchen, versucht absichtlich Über- und Unterbelichtungen und wechselt die Perspektive. Macht auch vor schon verblühenden Blumen keinen Halt, denn auch sie sind wunderbare Motive. Und wenn sich noch eine Schnecke oder ein Insekt zur Blume gesellen, ist das eine perfekte natürliche Dreingabe. Kleiner Zusatztipp: Es ist hilfreich, den Namen der Blume zu kennen, denn man wird oft danach gefragt und für Adobe Stock ist es auch wichtig. Ich fotografiere Blumen auch sehr gerne, wenn es gerade geregnet hat. Sicher kann man das auch mittels einer Wassersprühflasche im Studio nachstellen – aber es gelingt niemals so natürlich wie mit ‘echten’ Regentropfen. Und damit nichts von der Blüte ablenkt,
stelle ich sie anschließend noch frei, vorzugsweise vor einen dunklen Hintergrund, der sie richtig zur Geltung bringt.

2) Licht ist alles

Verfügt ihr über Softboxen oder ähnliche Lichtquellen, seid ihr auch in den Wintermonaten (in denen ihr euch dann mit Motiven aus dem Blumenladen versorgen müsst) völlig unabhängig von der Tageszeit. Ich fotografiere indoor sowohl mit Tageslicht direkt am Fenster als auch mit künstlichem Licht, mit dem es sich noch besser spielen lässt – mal komplett ausgeleuchtet, mal nur von einer Seite. In jedem Fall benutzte ich aber ein Stativ und meist auch einen Fernauslöser, denn gerade bei ganz nahen Detailaufnahmen muss alles knackig scharf sein. Auch was den Hintergrund angeht, habt ihr freie Auswahl. Ein dunkler Hintergrund bringt die Blüte zum Leuchten, ein heller lässt sie noch zarter wirken. Besonders, wenn ihr die Blüte anschließend mit einer Textur versehen möchtet, solltet ihr den Hintergrund von vorneherein dementsprechend wählen. Wechselt die Perspektive und spielt auch mit der Tiefenschärfe, wenn ihr euch auf ein bestimmtes Detail einer Blüte konzentriert. Ich beleuchte manchmal die komplette Blüte nur von hinten – es kommt immer auf die Art der Blütenblätter an und wie lichtdurchlässig sie sind. Auch hier ist Experimentieren gefragt!

3) Das Beste kommt zum Schluß

Die anschließende Bearbeitung der Fotos macht mir am meisten Spaß. Hier kann man sich nach Herzenslust und Stimmung auslassen. Ich stelle die Blüten am liebsten frei, um sie noch besser zur Geltung zu bringen oder versehe sie mit einer Textur, um eine Stimmung zu erzeugen. Ist eine Blüte (z.B. Mohn) selbst schon so spektakulär, dass sie ganz alleine für sich wirkt, stelle ich sie nur frei und gebe ihr keine Textur. Handelt es sich um Blumen, die nicht viele Details, aber prächtige Blütenblätter haben oder um eine Gruppe von Blüten, können Texturen ganz wunderbare Stimmungen erzeugen. Gerade bei Fotos, die man für Adobe Stock vorbereiten möchte, spielt das eine große Rolle – am besten stellt man sich vor, für welchen Zweck man das jeweilige Foto verwenden könnte.

4) Traut euch etwas!

In der Blumenfotografie ist wohl alles schon einmal da gewesen und ich finde, es ist auch alles erlaubt. Ich habe schon eine ‘Back to black’-Serie fotografiert – komplett schwarze Blumen, denn Blumen sind auch ohne Farbe wunderschön. Auch mehrere Serien mit verwelkten Blüten waren schon dabei, keine andere Blüte verwelkt meiner Meinung nach so prachtvoll und zart wie eine Ranunkel. Traut euch ruhig, ungewöhnliche Perspektiven zu wählen oder eine nicht handelsübliche Bearbeitung. Zum Beispiel mit einer Textur, die man normalerweise nicht bei Blüten benutzen würde, wie eine sich in Rauch auflösende Anemone. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

5) Blumen auf Adobe Stock

Sicher wimmelt es auf Adobe Stock von Blumenfotos – aber das ist ja gerade das Wunderbare sowohl für Anbieter als auch für Käufer, denn es ist für jeden Geschmack etwas dabei und Blumen sind immer schöne Motive, die sich für eine Vielzahl von Projekten eignen. Ich denke, es ist wichtig, auch ungewöhnliche Blumenbilder anzubieten, denn schließlich sollte das vielleicht einmal damit bestückte Buch- oder CD-Cover oder die Werbung in einer Zeitschrift ja aus der Menge herausstechen. Probiert es aus – ab zur Buga und anschließend über das komfortable Anbieterportal bei Adobe Stock Fotos hochladen! Ihr werdet feststellen, dass es sehr spannend ist, seiner Phantasie freien Lauf lassen zu können und sich dabei vorzustellen, für welche Zwecke man die Motive benutzen könnte.

Ihr wollt noch mehr von Bettina sehen? Dann schaut euch doch mal in ihrem Adobe Stock Portfolio um. Wenn ihr Adobe Stock selber ausprobieren wollt, dann meldet euch am besten jetzt an, denn im ersten Monat erhaltet ihr 10 Downloads kostenlos. Wenn das kein Ansporn ist.

 

 

 

 

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