Creative Connection

Einfach unglaublich: Das Leben des freiberuflichen Fotografen und Videofilmers Rick Ray

Nur wenige Menschen können den Dalai Lama einen persönlichen Freund nennen – Rick Ray kann es. Der mehrfach ausgezeichnete Filmemacher, Editor und Kameramann, der den Dokumentarfilm 10 Fragen an den Dalai Lama drehte, war eigentlich in Indien, um ein Werbevideo für Air India zu drehen. Die Fluggesellschaft übernahm zwar seine Reisekosten für die vorgesehenen sechs Monate, aber Ricks Produzent konnte ihm seinen Zeitaufwand nicht bezahlen. Stattdessen bot er an, einen Tag mit dem Dalai Lama zu organisieren.

„Ich hatte Rechnungen und Mieten zu zahlen, aber dies war eine Chance, die es nur einmal im Leben gibt, deshalb sagte ich bei dem Projekt zu. Bei meiner Ankunft in Indien fragte ich das Produktionsteam, wann wir zum Kloster aufbrechen würden, erntete aber nur verständnislose Blicke. Wie sich herausstellte, war ich ausgetrickst worden.“

Auftritt des 30-jährigen Fahrers, der Rick begleiten sollte. Er zog eine Karte aus seinem Rolodex mit der E-Mail-Adresse des Dalai Lama. Rick schickte eine E-Mail von einem Internet-Café und arrangierte ein Treffen für vier Monate später. Er musste aber zehn Fragen im Voraus einreichen und wurde gewarnt, dass für das Gespräch zwar eine Stunde angesetzt war, dass der Dalai Lama es aber nach 20 Minuten beenden könnte, wenn er wollte.

Foto von Elana Ben Amir

„Das Gespräch dauerte länger als eine Stunde, und dann lud er mich ein, einige Tage im Kloster zu bleiben und ihn zu filmen“, erzählt Rick. „Wir verstanden uns auf Anhieb, und es wurde der Dokumentarfilm seines Lebens.“

Rick ist voller Geschichten wie dieser – wie beispielsweise die Flucht vor somalischen Banditen, ein Aufenthalt in einem äthiopischen Gefängnis, die Beschlagnahmung seiner gesamten Ausrüstung durch korrupte Grenzschützer in Mazedonien –, die er in all den Jahren bei seinen Reisen rund um die Welt als Fotograf und Filmemacher gesammelt hat. Wenn er von einer Reise zurückkommt, bringt er wunderschöne Aufnahmen und Videos von Menschen, Orten, Tieren in der Wildnis, Naturphänomenen und auch politischen Ereignissen in diesen Ländern mit. Er schuf zwei erfolgreiche Bild- und Filmarchive mit lizenzfreiem Bildmaterial und verkauft jetzt auch sein lizenzfreies Video und Bildmaterial an Adobe Stock.

„Adobe Stock ist ein dynamischer und wichtiger Anbieter für Urheber von lizenzfreien Inhalten“, so Rick. „Die nahtlose Integration der Lizenzierungsplattform Adobe Stock in die Adobe Software wie Premiere Pro und Photoshop bedeutet, dass jeden Tag deine Inhalte von mehr Kreativen gesehen und autorisiert werden als über eine Standardbibliothek lizenzfreier Inhalte. Ich bin optimistisch, dass diese und viele andere topaktuelle Innovationen Adobe zu einem Weltmarktführer bei der Lizenzierung von Inhalten machen werden, und ich freue mich, dabei meinen Beitrag leisten zu können.“

Ein unerwarteter Lebensweg

Nach seinem Abschluss an der University of California in Santa Barbara im Fach Film kam er mit hohen Erwartungen in Los Angeles an. „Ich nahm an, dass ich eine sehr hohe Position im nächsten Hollywood-Spielfilm bekommen würde, stellte aber zu meiner großen Überraschung fest, dass es nicht so funktioniert“, lacht er.

Zwei Jahre später bekam er einen Anruf von seinem Neffen, der bei der Show Ripley’s Believe It or Not! arbeitete. Er bot Rick an, ihm einen Job als Produktionsassistent zu beschaffen. Sein Job stellte sich als Fahrer für den Gastgeber der Show, Jack Palance, heraus, den er von seinem Haus ins Studio kutschierte. Während dieser Fahrten erhielt Rick einige Ratschläge von dem Star, die seine Karriere verändern sollten.

„Jack riet mir, ein Notizbuch und eine Kamera zu besorgen und mir die Welt anzusehen, so dass ich einige gute Geschichten zu erzählen hätte, denn nur eine Kopie von einer Kopie von einer Kopie zu sein ist einfach nicht gut genug“, erinnert sich Rick. „Und wer hätte das gedacht – einige Jahre später verließ ich die Show, kaufte mir einen Rucksack, eine 16-mm-Kamera und ein Flugticket um die Welt. Ich war der Rumtreiber geworden, den meine Eltern immer befürchtet hatten.“

Erfolgsgeschichte eines Weltreisenden

Seitdem hat er mehrere Dokumentarfilme gedreht, die auf PBS, National Geographic und Discovery Channel gezeigt wurden. 10 Fragen an den Dalai Lama läuft derzeit auf Netflix. Und irgendwann entdeckte er dabei, wie er seinen Lebensunterhalt mit dem Weiterverkauf seiner Aufnahmen verdienen kann.

Bei der Planung seiner nächsten Reise geht Rick so vor: Er studiert gründlich sein Archiv der Bilder, die er in dem betreffenden Land gemacht hat, um neue Ideen zu entwickeln und bei der aktuellen Situation auf dem Laufenden zu sein, um möglichst vorhersagen zu können, welche Bilder gefragt sein würden. Auf seinen Reisen verwendet er die App „Easy Release“, mit der er die Unterschrift der Menschen einholt, die er dokumentiert, so dass er seine Aufnahmen bei Adobe Stock verkaufen kann. Nach seiner Rückkehr bearbeitet er alle seine Aufnahmen mit dem Lumetri Color Panel in Adobe Premiere Pro.

Wenn er fertig ist, werden die Aufnahmen bei Adobe Stock eingestellt, häufig direkt aus Premiere Pro. Produktionen wie 60 Minutes und VICE News sowie zahllose Fernsehshows, Musikvideos und Spielfilme gehören zu seinen Lizenzarbeiten.

Mehr dazu bei Rick Ray on Adobe Stock und auf Instagram unter @rickrayfilms.

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