Neues Adobe-Projekt verbindet Print- und digitale Dokumente mittels AR

Adobe Summit

Von Cur­tis Wig­ing­ton, Forsch­er bei Adobe Research im Doc­u­ment Intel­li­gence Lab

Egal ob pri­vat oder beru­flich: Oft arbeit­en wir mit ein und dem­sel­ben PDF-Doku­ment auf ver­schiede­nen Geräten. Immer mehr Men­schen arbeit­en im Home­of­fice und greifen von Lap­top oder Desk­top-Rech­n­er auf die Datei zu, unter­wegs erlauben uns Tablets und Smart­phones, Änderun­gen und Anpas­sun­gen vorzunehmen.

So weit, so nor­mal. Doch auch wenn das Lesen, Unter­schreiben und Noti­zen hinzufü­gen in dig­i­tal­en Dateien längst Stan­dard gewor­den ist – ab und zu arbeit­en wir doch mit aus­ge­druck­ten Doku­menten. Für die gemein­same Bear­beitung eines Doku­ments ist dieser Medi­en­bruch natür­lich ein echter Killer – bish­er.

Adobe Doc­u­ment Cloud bietet dieser Her­aus­forderung mit dem Mixed Real­i­ty-Pro­jekt namens Project Dual­ly Not­ed die Stirn. Das im Rah­men der Sneaks auf dem Adobe Sum­mit vorgestellte Vorhaben vere­in­facht den Aus­tausch von Feed­back und Anmerkun­gen sowohl zu dig­i­tal­en als auch analo­gen Doku­menten erhe­blich – und das in Echtzeit, egal wo sich die Bear­bei­t­en­den ger­ade befind­en.

Digitale und analoge Dokumente werden eins

Doch wie soll das genau funk­tion­ieren?

Möchte beispiel­sweise eine Lehrerin Anmerkun­gen zu einem bere­its aus­geteil­ten Buch oder Arbeits­blatt hinzufü­gen, kann sie ihre eigene PDF-Ver­sion mit gängi­gen Tools wie der Kom­men­tar­funk­tion in Adobe Doc­u­ment um die entsprechen­den Noti­zen ergänzen.

Ihre Schü­lerin­nen und Schüler kön­nen diese Kom­mentare dank Aug­ment­ed Real­i­ty (AR) eben­falls sehen, indem sie das Blatt mit ihren Smart­phones scan­nen. Gle­ichzeit­ig kön­nen die Ler­nen­den ihre Ideen mit dem Lehren­den und ihrer Klasse teilen, indem sie ihre Wort­mel­dung ein­fach in ihr Tele­fon dik­tieren und als Text an die Klasse schick­en. Was son­st über den Adobe Read­er stat­tfind­et, wird dank Aug­ment­ed Real­i­ty zu einem inter­ak­tiv­en Erleb­nis.

Die Kom­bi­na­tion aus AR, ver­schiede­nen Geräten und Doku­menten hat das Poten­tial, nicht nur Doku­menten­prozesse, son­dern jeden Aus­tausch zwis­chen mehreren Per­so­n­en erhe­blich zu verbessern – von Patien­ten­for­mu­la­ren in der Arzt­prax­is über kom­plexe Verträge, Abrech­nun­gen bis hin zu Buchbe­sprechun­gen.

Adobe treibt Innovationen voran

Basis des Pro­jek­ts ist die Arbeit eines unser­er Prak­tikan­ten, Jing Qian. Der Dok­torand der Brown Uni­ver­si­ty brachte im Rah­men eines Brain­storm­ings über Möglichkeit­en, dig­i­tale und analoge Doku­mente miteinan­der zu verbinden, Aug­ment­ed Real­i­ty ins Spiel.

Print ist nicht tot

Auch wenn dig­i­tale Doku­mente kol­lab­o­ra­tives Arbeit­en entsch­ieden ein­fach­er machen – viele Men­schen schätzen es noch immer, ein aus­ge­druck­tes Papi­er in der Hand zu hal­ten. Wir arbeit­en daran, dass bei­de Wel­ten opti­mal zusam­men­spie­len.

Denn ganz gle­ich ob das Mixed Real­i­ty-Pro­jekt umge­set­zt oder abge­wan­delt wird: Wir feiern alle Ideen, die Work­flows angenehmer und ein­fach­er machen.


Adobe Summit
Adobe DACH

Posted on 04-27-2020


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