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Social Media Marketing Report 2013: Wer hat die Zauberformel?

2013industryreport-coverFür den “Social Media Marketing Report 2013“, den das US-Blog Social Media Examiner nun schon zum fünften Mal veröffentlicht hat, wurden mehr als 3000 Marketingverantwortliche zu ihrer Social-Media-Nutzung und den Zukunftsplänen auf diesem Gebiet befragt.

97% der Teilnehmer setzen Social Media mittlerweile bereits in ihrem Marketing ein und immerhin 86% halten das auch für “sehr wichtig für das Geschäft“. Etwa durch die bessere Sichtbarkeit ( 89%), Trafficzuwächse auf der Website (75%), neue Erkenntnisse über den Markt (69%) oder die Gewinnung von loyalen Anhängern der eigenen Marke (65%). Die Generierung von Leads (61%), verbesserte Positionen im Suchmaschinen-Ranking (58%) oder höhere Umsätze (43%) spielen dagegen eine geringere Rolle.

Facebook liegt mit 92% an der Spitze

Bei den genutzten Plattformen für das Social Media-Marketing liegt Facebook mit 92% vorne, gefolgt von Twitter (80%), LinkedIn (70%) und Blogs (58%). Google+ erreicht bereits 42%, Pinterest 41%. In der Gunst der Marketingverantwortlichen gesunken sind Bookmarking-Dienste (nur noch 10%) und Foursquare (14%). Wenn man der Befragung Glauben schenken darf, wollen Unternehmen ihr Engagement in diesem Jahr vor allem bei YouTube (69%), Facebook (66%) und Blogs (66%) ausbauen. Ob sich in der letzten Zahl auch der aktuelle Tumblr-Boom widerspiegelt, verrät die Studie nicht.

Die befragten Entscheider nutzen auch andere Formen des Marketings wie E-Mail-Newsletter (87%), Suchmaschinenoptimierung (61%), Events (59%), PR (55%), Direktmarketing (39%), Online-Werbung inkl. SEM (38%), Printanzeigen (34%), Sponsoring (25%), Mobiles Marketing (18%), Webinare (18%), Radiowerbung (16%) und TV-Spots (11,5%). Das aktuelle Buzzword “Content Marketing” taucht in der Studie nicht explizit auf, obwohl einzelne Bereiche daraus sich in der Aufzählung wiederfinden.

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Nur 26% der Marketingverantwortlichen können den RoI messen

Bringt der ganze Social-Media-Rummel etwas? Das können die meisten Marketingverantwortlichen nicht sagen. Nur 26% der Befragten erklärten, dass sie den Return on Investment (RoI) ihrer Social Media-Aktivitäten messen können. Konkret am Beispiel Facebook: Lediglich 29% der Umfrageteilnehmer im B2B- und 44% im B2C-Bereich können die Effizienz von Maßnahmen in diesem Kanal belegen.

Interessant auch die Fragen, mit denen sich die Befragten selbst im Zusammenhang mit Social Media derzeit am meisten beschäftigen. So möchten 90% gerne wissen, welche Taktik am Besten funktioniert? 88% treibt die Frage um,. wie sich das Engagement des Publikums erhöhen lässt? 87% suchen nach einem Weg zur Messung des RoI und 84% wollen wissen, nach welchen Kriterien die Auswahl der passenden Werkzeuge erfolgen soll. 83% schließlich fragen sich, wie sie eine Social-Media-Strategie entwickeln können? Die Social-Media-Zauberformel ist also noch nicht gefunden und der neue Report hat sie auch nicht entdeckt. Er kann höchstens einige aktuelle Trends aufzeigen.

 

 

Ein gelungener Auftakt der Roadshow 2013

Die geplante interaktive Diskussion muss aus Zeitgründen leider ausfallen. Dafür fasst Andreas Helios als Moderator die einzelnen Highlights des Tages noch einmal zusammen. Aber die stehen ja auch hier im Blog. Insgesamt war der Auftakt der “Adobe Digital Marketing Days 2013” sehr gelungen, auch wenn noch einige Plätze in dem Kinosaal frei waren. Vielen Dank an alle, die sich heute live vor Ort oder in den sozialen Medien an der Diskussion beteiligt haben.

Und die Roadshow geht ja weiter. Das sind die nächsten Stationen:

Hier geht es zur Anmeldung für die wenigen noch verfügbaren Restplätze.

Online-Weihnachtsgeschäft 2012: Einige interessante Beobachtungen

Die letzten Geschenke sind umgetauscht, alle Gutscheine eingelöst und auch die Auswertung der Analysedaten des Online-Weihnachtsgeschäfts ist inzwischen abgeschlossen. Mit einigen interessanten Ergebnissen. In den USA – so das Adobe Dig­i­tal Index Team, das Milliarden von Vis­its bei fast 500 Online-Shops in den letzten Wochen untersucht hat – ist die Vorhersage eines Gesamtumsatzes in der Größenordnung von etwa 2 Milliarden Dollar alleine am Cyber Mon­day tatsächlich nahezu erreicht worden. Die Überraschung: Auch an Thanks­giving (1,34 Mrd.$) und am Black Fri­day (1,57 Mrd.$) gab es Rekordumsätze.

Die Big-Data-Analysen verraten auch, dass Mobile-Shop­ping wesentlich zu diesem Ergebnis beigetragen hat. Die Verbraucher nutzten die traditionellen Einkauftstage in den USA erstmals in diesem Umfang für das “Couch-Shopping” per Tablet oder Smartphone. Wobei das gar nicht unbedingt im heimischen Wohnzimmer stattfand, sondern auch unterwegs bei Familienbesuchen oder in den am Black Friday üblichen Warteschlangen vor den realen Geschäften mit ihren massiven Sonderangeboten.

Eine Erkenntnis der Analyse: Klassische Händler, die ihre Webangebote effizient für mobile Endgeräte aufbereitet haben, konnten den Umsatz in ihren Geschäften dadurch sehr stark ankurbeln. Mehr zu dieser Studie gibt es im amerikanischen Digital Marketing-Blog von Adobe.

Suchmaschinenmarketing verlagert sich in den Mobil-Bereich

Dort berichtet auch ein zweites Team über die Auswertung des Weihnachtsgeschäfts. Darin geht es um das Suchmaschinenmarketing. Paid Search im Online-Handel – so diese Studie – ist im 4. Quartal 2012 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 16% gewachsen. Nur zum Vergleich: Auch im vorletzten Jahr gab es bereits ein Wachstum von 13% gegenüber 2010.

Google konnte dabei seinen Marktanteil nochmals auf auf nun 86,5% ausbauen (2011: 85,9%). Dafür gibt es zwei Hauptgründe:  Der Zuwachs beim mobilen Traf­fic und der Wechsel bei Google Shop­ping von einem Kostenlos-Modell zu den gebührenpflichtigen Prod­uct List­ing Ads (PLAs), der in den USA schon stattgefunden hat. Der Suchmaschinen-Traf­fic von mobilen Endgeräten hat sich nach dieser Untersuchung gegenüber 2011 nahezu verdoppelt und ist im Onlinehandel mittlerweile für einen von fünf Klicks verantwortlich.

Eine interessante Erkenntnis der Auswertung ist die Rolle des “Unboxing-Effekts“. Der hohe Anteil der iPhones, iPads und Android-Geräte auf dem Gabentisch führt mittlerweile zu einer massiven Umverteilung der Werbeausgaben des Handels. Die Zahl der Suchmaschinenzugriffe über die neuen Tablets unmittelbar an den Weihnachtsfeiertagen wächst seit Jahren sprunghaft und ist mittlerweile der Normalzustand. Weitere wichtige Schlussfolgerungen, zum Beispiel zur wachsenden Bedeutung der neuen Product Listing Ads bei Google im vergangenen Weihnachtsgeschäft, kann man im Adobe Digital Marketing Blog nachlesen.

Ähnliche Tendenzen auch in Europa sichtbar

Und wie ist das E-Commerce-Weihnachtsgeschäft in Europa gelaufen? Die Adobe-Analysen konzentrieren sich vorrangig auf Großbritannien und kommen zur Erkenntnis, dass “die Weihnachtsfeiertage selbst für viele Online-Händler extrem wichtig für das Geschäft geworden sind“. Es ist bereits seit Jahren ein kontinuierliches Wachstum des E-Retail am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag festzustellen, der in Großbritannien “Boxing Day” (Geschenkschachtel-Tag) heißt. Aber durch die steigende Zahl von verschenkten Tablets und anderen mobilen Endgeräten hat sich dieser Trend diesmal weiter deutlich beschleunigt.

Die Auswertung der Zahlen zeigt, dass fast die Hälfte des Traffic in den Online-Shops der untersuchten Händler am 1. Weihnachtsfeiertag von mobilen Devices stammte. Interessanterweise ist das deutlich mehr als einem normalen Tag. Nimmt man etwa den 1. Dezember zum Vergleich, lagen die mobilen Zugriffe bei den Tablets um 44% und bei den Smartphones um 25% höher. Und auch der Vergleich mit Heiligabend zeigt am 1. Feiertag einen 40%igen Zuwachs beim Tablet-Traffic, bei den Smartphones waren es 14%.

Der Vergleich der Cost-per-Clicks (CPC) für die Suchmaschinenwerbung widerspiegelt das: Die Kosten für einen durchschnittlichen Klick am Tablet haben mittlerweile 90% der Desktop-Rate erreicht, bei den Smartphones sind es 65%. Die CTRs (Click-Through-Raten) sowohl bei Tablets als auch Smartphones liegen dabei deutlich höher als bei den Desktop-PCs und sind an Weihnachten massiv nach oben geschnellt.

Als Schlußfolgerung aus den Analysen empfiehlt Jonathan Beeston, Direktor für Produktinnovation EMEA bei Adobe Media and Advertising Solutions, in einem Blogbeitrag den Online-Händlern eine Anpassung ihrer Paid-Search-Kampagnen. Angesichts der Tatsache, dass der “Nicht-Desktop-Anteil” bei der Suche enorm angewachsen ist, rät er zu unterschiedlichen Kampagnen für Desktop, Mobile/Smartphone und Tablet, um die unterschiedliche Dynamik in den jeweiligen Bereichen optimal nutzen zu können. Man solle

  • sicherstellen, dass für jede Endgeräteklasse einzeln geboten wird.
  • mit Analyetools Cross-Plattform-Effekte messen und den unterschiedlichen ROI ermitteln.
  • und gewährleisten, dass die eigene Website auf allen Plattformen einwandfrei funktioniert.

Das Einkaufsverhalten der Verbraucher verändert sich entsprechend der technologischen Entwicklung bei den Endgeräten. Das hat das Weihnachtsgeschäft 2012 deutlich gezeigt. Online-Händler, die Wettbewerbsvorteile erringen wollen, sollten das berücksichtigen, ihre Analysedaten genau auswerten und entsprechende Konsequenzen für die Business-Strategie im Bereich Suchmaschinenmarketing ziehen.

 

Digital Marketing ist wie U-Bahnfahren ….

… könnte man meinen, wenn man diese Karte im Stil des Londoner U-Bahn-Plans sieht:

Digital Marketing Map

Die britische Agentur Hallam Internet hat den 150. Geburtstag der Londoner Tube genutzt, um eine Übersicht (hier noch mal in groß) der unterschiedlichen Kanäle, Disziplinen und Buzzwords des digitalen Marketings zu erstellen. Von Paid Search und Analytics über Social Media und SEO bis zu CRM und Personalisierung sind alle Begriffe als “Stationen” des U-Bahn-Plans enthalten.

Wir hoffen, dass unsere Digital Marketing Tube Map eine nützliche Hilfe für die Neueinsteiger ins Internet Marketing ist und für den Rest von uns eine sinnvolle Erinnerung an die Komplexität einer erfolgreichen Internet-Marketing-Kampagne”, schreibt die Agenturgeschäftsführerin in ihrem Blog. Wer dort bis Freitag, den 18. Januar, einen Kommentar hinterläßt, nimmt übrigens an der Verlosung von fünf dieser Karten im DIN A2-Format teil und kann sich mit etwas Glück das komplexe Gebilde in sein Büro hängen.

Infografik: So sehen heute Unternehmenswebsites aus

Die Infografik “Web Design Trends of Fortune 500 Companies” beschreibt die Trends und Fakten im aktuellen Webdesign der Internet-Auftritte der 500 größten Unternehmen auf der Welt. Laut der zu Grunde liegenden Studie:

  • platzieren 93% der Unternehmen ihr Firmenlogo in die linke obere Ecke.
  • enthalten 27% der Logos eine Tagline oder einen Slogan.
  • stellen 63% der Firmen Inhalte oberhalb der Scroll-Grenze dar. Aber die Nutzer scrollen bei den restlichen 37% der Websites auch weiter auf der Suche nach Content.
  • haben 87% der Websites ein Suchfeld.
  • hat die Hälfte der Internet-Auftritte irgendeine Art von Content-Fenster, in dem gescrollt werden muss.
  • verfügen 47% der Websites über eindeutige Call-to-Action-Buttons, die innerhalb von maximal 3 Sekunden gefunden werden können.
  • haben nur 11% der Fortune 500-Websites Social-Media-Links im unmittelbaren Sichtbereich, bei 89% muss danach gescrollt werden.
  • zeigen 60% der Unternehmen aktuelle News oder Blog-Posts auf der Homepage an.
  • sind Kontaktinformationen bei 63% der Firmen nur schwer zu finden.
  • bieten über 80% der Firmen keine Abo-Möglichkeit für einen Newsletter auf ihrer Homepage an.
  • setzten mehr als 70% der Fortune 500-Unternehmen Favicon-Icons ein.
  • beträgt die durchschnittliche Ladezeit der Homepage 6,5 Sekunden, die Größe liegt im Durchschnitt bei 766 KB.
  • liegt die durchschnittliche Breite der Website bei 877 Pixel.
  • setzen lediglich 3% der Websites heute noch Flash auf der gesamten Homepage ein, um Content darzustellen.
  • verwenden 80% der Websites überwiegend einen hellen Hintergrund und ein entsprechendes Farbschema.
  • nutzen 63% der Websites bewußt Bildmaterial in hoher Qualität, um für die Besucher attraktiv zu sein.

 

Besucherregistrierung geöffnet: Die dmexco 2012 wirft ihre Schatten voraus

Bis zum 12./13. September ist es noch eine Weile hin. Dementsprechend herrscht im Blog der dmexco noch weitestgehend Sommerruhe. Doch hinter den Kulissen wird die “internationale Leitmesse und Kongress für die gesamte digitale Wirtschaft” in Köln schon heftig vorbereitet. Und ab heute  hat auch die kostenlose Besucherregistrierung geöffnet.

Die Rekordmarke bei den Ausstellern aus dem vergangenen Jahr hat die dmexco 2012 schon jetzt mit über 500 Unternehmen aus aller Welt geknackt: Sie verzeichnet ein sattes Wachstum von erneut über 20 Prozent auf mehr als 50.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Damit werden wohl beide Expo-Hallen vollständig ausgebucht sein.

Nachdem die dmexco 2011 das Thema “Digital Creativity” mit dem erfolgreichen Pre-Day-Event UBERCLOUD fest in der Digitalwirtschaft verankert hat, findet der internationale Kreativ-Gipfel 2012 seine Fortsetzung als prominent integrierter Bestandteil der dmexco Conference. Unter dem Motto „The Visible Mass Of Digital Creativity“ bringt der Partner ADC New York mit der UBERCLOUD jede Menge kreativen Input direkt ins Programm der Kölner Veranstaltung ein.

Adobe wird nicht nur hier vertreten sein, sondern hat auch sonst noch einige Überraschungen im Köcher. Im Interview mit OnlineMarketing.de hat Andreas Helios letzte Woche schon etwas verraten:

Wir planen eine Präsentation der besonderen Art. Es soll einen Re-Launch von Adobe Social (ehemals die Social Marketing-Suite von Context Optional) geben, das als erstes Produkt von Efficient Frontier dann in die Adobe Digital Marketing Suite voll integriert ist. Schwerpunkt der Kommunikation zur DMEXCO wird das Thema Marketing-Optimierung sein – von einer analytisch optimierten digitalen Präsenz bis hin zur Optimierung von Kampagnen.

In dem Interview hat sich der Senior Group Manager Digital Marketing Solutions bei der Adobe Systems GmbH auch insgesamt zur strategischen Neuausrichtung des Unternehmens geäußert. Ein ähnliches Statement gab es letzte Woche auch von Ulrich Rohde, Marketing Manager DACH für die Bereiche Social und MCAT (Multi Channel Advertising Technologies) bei Adobe, gegenüber dem IdealObserver. Er betonte dort:

Nun können wir Advertisern die gesamte Wertschöpfungspalette für digitales Marketing aus einer Hand anbieten. Verkürzt könnte man sagen: Adobe ist zum One Stop Shop geworden. Damit hören wir auf die Signale der Zeit, im Markt gibt es ein wachsendes Bedürfnis nach Lösungen aus einer Hand. Daten aus allen Anwendungsbereichen können so für die Erstellung der Customer Journey und zur Steigerung der Marketingeffizienz genutzt werden. Das neue Zusammenspiel bedeutet, dass alle Kundendaten, seien sie aus der Webanalyse oder dem Kampagnenmanagement, nahtlos und zielführend miteinander verknüpft werden können.

 

Targeting: Bestimmt der Rechnertyp den Preis des Hotelzimmers?

Die amerikanische Reiseplattform Orbitz sorgte diese Woche auch bei uns für ein erhebliches Rauschen im Blätterwald. Dabei ist es eigentlich eine schon etwas ältere Case Study, die nun zu reißerischen Schlagzeilen wie “US-Reiseportal lässt Mac-Nutzer mehr zahlen” führte. Das Online-Unternehmen, das neben anderen Tracking-Tools auch die Adobe Digital Marketing Suite einsetzt, hat durch die Analyse seiner Big-Data-Schätze herausgefunden, dass es einen Zusammenhang zwischen Rechnertyp und der Bereitschaft gibt, mehr Geld für ein Hotelzimmer auszugeben.

So haben die Auswertungen des Nutzerverhaltens ergeben, dass die Mac-Besitzer  im Schnitt 30 Prozent mehr für Hotelübernachtungen bezahlen als Windows-Nutzer. Außerdem bestehe bei Personen mit Apple-Rechner eine 40 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, dass diese ein Vier- oder Fünfsternehotel buchen. Und sollten sie sich für dasselbe Hotel entscheiden wie ein Windows-Nutzer, würden sie eher die teureren Zimmer wählen.

Neben dem Targeting auf Basis der relativ einfachen Abfrage des Rechnertyps sollen künftig auch noch weitere Faktoren in die maßgeschneiderten Angebote einfließen – zum Beispiel der Wohnort, die Buchungshistorie und Weiterleitungen über bestimmte Webseiten. Auf Basis dieser Zahlen testet das Portal bereits die unterschiedliche Aussteuerung von Angeboten auf Orbitz.com. Nutzer, die von einem Mac auf die Website gelangen, bekommen andere Angebote zu sehen als solche, die von einem PC aus das Zimmer buchen wollen.

Allerdings betont Orbitz, dass den Nutzern nicht die gleichen Zimmer zu unterschiedlichen Preisen angezeigt werden. Zudem hätten die Kunden immer die Möglichkeit, die vorgeschlagenen Angebote nach Preisen zu sortieren. Worum es bei der Analyse der Nutzerdaten eigentlich geht, beschreibt das Blog “Experience Matters“: Der Nutzen besteht darin, dass jeder von uns mehr relevante und personalisierte Inhalte zu sehen bekommt. Das bedeutet zum Beispiel weniger unnütze Werbung wie “Günstige Kredite” oder “Trinke einen Energy-Drink”. Stattdessen erhalten wir im Austausch für unsere Daten Informationen und Angebote zu Dingen, die uns aktuell wirklich interessieren.

Zu den Unterschieden zwischen Mac- und PC-Nutzern gibt es übrigens auch eine wunderschöne Infografik:

Neue comScore-Studie zur Facebook-Werbung treibt Börsenkurs

Über die Frage, ob Facebook-Werbung einen Nutzen für Unternehmen hat, haben wir hier im Blog im Zusammenhang mit dem Börsengang des sozialen Netzwerkes bereits diskutiert. Inzwischen ist eine Umfrage von Reuters/Ipsos bei 1032 US-Bürgern veröffentlicht worden, laut der bei vier von fünf Facebook-Benutzern Werbeanzeigen oder Kommentare nicht zu einem Kauf führen. Schlußfolgerung: Das Ganze lohnt sich nicht für Firmen.

Dem widersprechen allerdings die Marktforscher von comScore, die morgen auf dem Kongress “Audience Measurement 7.0” in New York ihre neue Studie “The Power of Like 2: How Social Marketing Works” vorstellen wollen. Was bisher davon durchgesickert ist, hat bereits den abgestürzten Börsenkurs der Facebook-Aktie wieder etwas klettern gelassen. In der Untersuchung, deren 1. Ausgabe im letzten Jahr erschienen ist, wird nicht nur die Reuters/Ipsos-Umfrage als unseriös kritisiert. Darin kommt comScore auch zur Erkenntnis:

Facebook-Werbung hat einen statistisch nachweisbaren positiven Einfluß darauf, ob Menschen eine Marke kaufen. Wir zeigen das mit Hilfe einer Test- vs. Kontroll-Methodologie zum Vergleich des Verhaltens, die den Zusammenhang von Engagement auf einer Fanpage und dem späteren Einkauf nachweist. Dabei wird das Shopping-Verhalten von Personengruppen miteinander verglichen, die entweder mit der Werbung in Berührung kamen oder nicht. Für Marken-Werbetreibende ist diese Methodologie inzwischen gebräuchlich, da der Branding-Effekt mehr als nur den sofortigen Klick auf ein Angebot bedeutet. Denn das Anschauen von Online-Werbung kann durchaus langfristige Wirkungen haben, die erst Wochen oder gar Monate später in einem Kauf münden.

Es ist Zeit, die Diskussion über die Effizienz von Marketing und Werbung – so die comScore-Marktforscher – auf eine neue Grundlage zu stellen und über neue Messansätze nachzudenken. “The Power of Like 2” werde einige neue Wege zum Nachdenken über die Effizienzforschung zur Werbung in den sozialen Netzwerken vorstellen. Wir sind gespannt auf dieses Whitepaper, das in den nächsten Tagen kostenlos zum Download angeboten wird.

Nachtrag: Inzwischen steht die Studie zum Herunterladen bereit und viele Online-Medien berichten darüber.

Aha: Mobile Endgeräte werden verstärkt zur Kommunikation genutzt

Der Einstiegssatz der Pressemitteilung, die der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. gestern zum Erscheinen seiner Studie „Dynamic Communication Index“ verschickte, klingt etwas merkwürdig: “Deutsche Internetnutzer setzen ihre mobilen Endgeräte in 2012 weitaus stärker zur Kommunikation ein.” Aha. Und was haben sie vorher damit gemacht? Ist die Kommunikation nicht der Hauptzweck von Handys, Tablets & Co?

Der weitere Text löst dann das Rätsel: “Der direkte Vergleich der Erhebungen von April 2012 gegenüber Juli 2011 zeigt bei mobilen Chat-Apps den stärksten Zuwachs mit einem Plus von 8,8 Prozentpunkten. Die mobile Nutzung von sozialen Netzwerken steigt um insgesamt 7,3 Prozentpunkte, dicht gefolgt von mobilen E-Mails und mobiler Videotelefonie.”Die Schlußfolgerung, die der BVDW aus diesem Vergleich zieht, klingt logisch: “Digitale Inhalte müssen für die mobile Nutzung optimiert werden“. Mit diesem Thema haben wir uns ja erst gestern hier im Blog beschäftigt und auch der Adobe-Experte Gunnar Klauberg hat dazu gestern gebloggt. Er ist heute übrigens ab 18.00 Uhr einer der Teilnehmer des Tweet Jam “Creating Great Mobile Experiences” (Hashtag #CXMChat), das vom Online-Magazin CMSWire veranstaltet wird.

Das mobile Internet – so die repräsentative BVDW-Studie – stehe zwar in Deutschland noch am Anfang, aber der Verband rechne mit weiteren Wachstumsraten, so dass die mobile Nutzung sozialer Netzwerke und E-Mails noch in diesem Jahr deutlich über 40 Prozent liegen wird. Also höchste Zeit zum Handeln, wenn man es noch nicht getan hat, und die eigene Website für die mobilen Nutzer besser les- und navigierbar machen.

Ganz am Schluß der Pressemitteilung kommt dann der Aha-Effekt der Befragung: “Die mit 94,9 Prozent bereits auf sehr hohem Niveau bestehende Nutzung von Mobiltelefonen in der Kommunikation wächst im Untersuchungszeitraum um einen Prozentpunkt.” Also sind es lediglich 4,1 Prozent der Besitzer, die mit ihrem Handy etwas anderes tun als zu kommunizieren. Nur was?

Manager sind auf LinkedIn aktiv, nicht auf Facebook

Laut einer aktuellen Studie von Eurocom-Worldcom, für die 300 europäische Führungskräfte aus Technologiefirmen befragt wurden, sollen in diesem Jahr die Ausgaben der Unternehmen für das Social-Media-Marketing weiter steigen – das gab knapp die Hälfte der Befragten (49 Prozent) an. Interessant ist, dass trotz des wachsenden Budgets 57 Prozent der interviewten Manager anführen, dass sie die Wirkung ihrer Investitionen in Social Media nicht präzise messen können. Gerade einmal 23 Prozent aller Umfrage-Teilnehmer analysieren überhaupt ihre Social-Media-Aktivitäten.

Eine große Veränderung gab es im Vergleich zu der Studie 2011 bei der Nutzung von sozialen Netzwerken durch die Führungskräfte selbst. Nicht Facebook (64 Prozent), sondern LinkedIn liegt nun mit 74 Prozent als meist genutzte Plattform an der Spitze, gefolgt von Twitter mit 67 Prozent und YouTube mit 56 Prozent. Die Inhalte für die sozialen Netzwerke kommen dabei vorwiegend (78 Prozent) aus internen Quellen und am zweithäufigsten aus Agenturen (12 Prozent). Aber auch das Corporate Blogging erfreut sich laut der Studie anhaltender Beliebtheit.

57 Prozent der Befragten, deren Unternehmen ein Blog veröffentlicht, sagen, dass dieses das Unternehmensprofil schärfen oder zur Meinungsführerschaft beitragen soll. Fast ebenso viele (55 Prozent) erklären, dass das Bloggen die Interaktion mit den Kunden verbessern soll, während 37 Prozent als Ziel eine verbesserte Suchmaschinenoptimierung nennen und 36 Prozent die Absicht verfolgen, sich dadurch an Debatten in der Branche beteiligen zu können. Wie in den früheren Umfragen, ist auch dieses Jahr der Hauptgrund auf ein Blog zu verzichten der Zeitaufwand – das gaben 42 Prozent der Befragten an. Jeder fünfte sieht darin keinen Mehrwert und 14 Prozent fürchten negative Kommentare.