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Adobe Digital Index: Samsung in Europa auf dem Vormarsch

Immer mehr Europäer nutzen Smartphones von Samsung, um mobil im Web zu surfen. Das ist eines der Ergebnisse des aktuellen Adobe Digital Index-Reports („The State of Mobile Benchmark“). So wuchs die Zahl der Webseiten-Besuche über Samsung-Geräte in Europa in den letzten 12 Monaten um 9 auf 30 Prozent. Basis der Untersuchung ist die Auswertung von 150 Milliarden Besuchen auf 1.500 Webseiten in 19 europäischen Ländern. Spitzenreiter bleibt allerdings weiterhin das iPhone, über das 48 Prozent der Page Visits diesseits des Atlantiks erfolgen (+ 4 Prozent). Platz 3 belegt HTC, in Deutschland hat Sony Ericsson Platz 4 inne, in Frankreich ist es Motorola und in Großbritannien hält Blackberry Position 4.

90 Prozent der Smartphone-Suchen erfolgen über iOS & Android

iOS und Android teilen den Markt für Handy-Betriebssysteme weltweit weiterhin unter sich auf und konnten ihre Anteile noch einmal um 4 bzw. 1 Prozent vergrößern. Unterschiede gibt es in den untersuchten Ländern bei der Präferenz für iOS oder Android: Während beispielsweise in Frankreich (51 zu 41 Prozent) und Großbritannien (53 zu 37 Prozent) Apple klar die Nase vorne hat, surfen die Deutschen lieber über Android (49 zu 45 Prozent). Windows Phone konnte in Europa in den vergangenen Monaten kaum zulegen – auch wenn die Plattform mittlerweile an erster Stelle bei Nokia-Geräten steht – und wuchs lediglich um 0,5 auf 2 Prozent der Visits.

iPad bleibt das Tablet Nummer 1

Auch wenn andere Anbieter mit oft günstigeren Tablets auf den Markt drängen, bleibt das iPad mit iOS als Betriebssystem weltweit an der Spitze, wenn es um das Surfen im Netz geht.

Welche Lehren sollten Marketingverantwortliche ziehen?

Die Ergebnisse zeigen, dass es neue mobile Betriebssysteme schwer haben, auf den von iOS- und Android-dominierten Märkten Fuß zu fassen. Kunden sind zu sehr an die etablierten Systeme gewöhnt und Wechselkosten sind hoch, unter anderem wegen der erfolgreichen und gut entwickelten App-Angebote. Marketingverantwortliche mit begrenzten Ressourcen sollten sich daher weiter auf die beiden Platzhirsche iOS und Android konzentrieren, um die Mehrheit der mobilen Kunden ansprechen zu können.

Den vollständigen „State of Mobile Benchmark”-Report gibt es hier: http://adobe.ly/10yNnzw

Die Vergleichsstudie aus den USA wird im Digital Marketing Blog vorgestellt.

 

 

 

Auf iPad, iPhone und Android-Geräten: Spiegel.tv setzt auf Flash

Allen Unkenrufen zum Trotz: Adobe Flash ist auch auf mobilen Endgeräten noch längst nicht tot. Gerade hat Spiegel.tv eine neue Android-App gelauncht, die im Frontend auf Adobe AIR basiert. Damit ist das “Fernsehen für die Hosentasche” des Nischensenders inzwischen jetzt auf rund 1400 unterschiedlichen Gerätetypen verfügbar. Eine entsprechende Umsetzung des webTV-Formats auf dem iPhone und iPad gibt es bereits seit diesem Sommer. Nach Kanälen und Themen sortiert, kann damit in einer sehr schön gemachten Mediathek das eigene Programm intuitiv zusammenstellt und angeschaut werden.

Realisiert wurde die iPad-App, die im Frontend ebenfalls auf Flash bzw. Adobe AIR 3.2. basiert, von der Berliner Agentur Schnee von Morgen. Die setzt für ihre Web-TV-Projekte schon länger auf den Flash Player. Mit dem “Projekt Primetime“, das gerade einen wichtigen Schritt vorangekommen ist, hat Adobe zudem eine Komplettlösung für die Verbindung von TV und Online vorgestellt – inklusive Analytics und Werbevermarktung.

Ziel bei der Entwicklung der verschiedenen Apps bei Spiegel.tv war es, die intuitive Bedienung und die Anlehnung an klassisches Fernsehprogramm des Senders möglichst 1:1 auf die Oberfläche der mobilen Endgeräte zu übertragen und dabei für das jeweilige Interface zu optimieren.

Dadurch fühlt sich Spiegel.tv auch unterwegs wie die perfekte Verbindung von traditionellem TV und interaktiven Web-Features an. “Uns war wichtig, dass sich unser Web-TV auf dem Tablet weder im Inhalt noch in der Funktionalität von www.spiegel.tv im Browser unterscheidet“, erklärt Chefredakteur Steffen Haug den Aufbau der Apps. Um trotzdem ein optimales Nutzererlebnis anbieten zu können, wurde bei den neuen Android-Versionen für Geräte bis sieben Zoll die Navigation optimiert. Bei Android-Tablets über sieben Zoll ist die Funktionalität identisch mit der Web-App von www.spiegel.tv im Browser und der iPad-App.

Neben dem klassischen seriellen Programm, das beim Start der Tablet-App sofort losläuft, hat der Zuschauer aber auch die Möglichkeit in verschiedenen Themen und Kanälen die Sendungen zu wählen, die ihn am meisten interessieren und sich so sein ganz persönliches, individuelles TV-Erlebnis zusammen zu stellen. Neben den selbst produzierten Sendungen wie dem Spiegel.tv Magazin oder der Spiegel.tv Reportage erwarten ihn historische Dokumentationen, Infotainment von BBC Exklusiv und spannende Beiträge vom Vice-Magazin.

 

Auf Tour mit der dmexco-App und ein neues iPhone gewinnen

Sind Sie – so wie über 20.000 erwartete Besucher – diesen Mittwoch und Donnerstag auf der dmexco in Köln? Und steht auf Ihrer Visitenkarte ein Titel wie “Chief Social Media Relations Optimization Strategist“,um die anderen Gäste auf der Kongressmesse gebührend zu beeindrucken. Oder essen Sie gerne Mettbrötchen und trinken Hugo? Dann sollten Sie sofort oder Mittwoch und Donnerstag am dmexco-Stand von Adobe (Halle 7, A011 – A015) an unserem kleinen Quiz auf Facebook teilnehmen: Drei nicht ganz ernst gemeinte Fragen beantworten und eines von drei brandneuen iPhones gewinnen.

Natürlich können Sie uns gerne am 12./13. September in Köln direkt besuchen (Terminvereinbarung hier, vermeidet Wartezeiten). Die App für iPhone oder Android hilft beim schnellen Finden des Standes. Oder Sie nehmen an einer der Guided Tours teil, bei denen unsere Lösungen für das Digital Marketing mit vorgestellt werden. Veranstalter ist an beiden Tagen der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW). Adobe wird insgesamt dreimal besucht, allerdings sind diese Touren derzeit bereits ausgebucht.

Wer auf eigene Faust loslaufen will, ist mit dem Tourplan des Fachmagazins iBusiness gut beraten. Die “lila Tour” zum Thema “Web Analytics” führt auch am Adobe-Stand vorbei. Auf dem iBusiness-Planer sind übrigens die kommenden 20 Trends im Digital Marketing beschrieben, schon deshalb lohnt sich ein Download.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen Viel Glück bei der Verlosung des “neuen Smartphones ohne Flashplayer”, dessen Namen und Versionsnummer der Hersteller bis zum 12. September noch geheim hält.

Olympiade 2012 live auch ohne Flash Player auf iPhone und iPad

Wenn Sie nach einer praktischen Lösung suchen, wie man Flash auf dem iPad darstellen kann, empfehlen wir diesen Beitrag im iPad-Forum

Am letzten Freitag sind die olympischen Sommerspiele 2012 in London mit einer eindrucksvollen Eröffnungsfeier erfolgreich gestartet und einer Umfrage von Riverbed zufolge werden 40 Prozent der Deutschen die Wettkämpfe online ansehen. In den USA hat der TV-Sender NBC gemeinsam mit Adobe zwei Live-Streaming-Apps entwickelt, die nicht nur auf Smartphones und Tablets mit Android-Betriebssystem laufen – sondern auch unter iOS von Apple auf dem iPhone und dem iPad.

Und in Großbritannien selbst setzt die BBC ebenfalls auf die modernste Adobe-Technologie und nutzt als einer der ersten Fernsehsender weltweit einige Schlüsselkomponenten von Project Primetime, um die Live-Übertragungen und Video on Demand-Angebote (VOD) von den Londoner Spielen in hoher Qualität sicherstellen zu können. Die mobilen Inhalte werden durch eine neue, auf HTML5-Basis mit Adobe PhoneGap erstellte App ausgeliefert. Mit diesem Toolset und Framework lassen sich plattformübergreifende HTML5-Anwendungen für Smartphones und Tablets schaffen. Mehr dazu im Digital Media Blog.

Und weil ja interessant ist, unter welchem Umständen die Olympia-Fans – ob mit oder ohne Flash Player – unterwegs Olympia schauen, ruft Adobe zu einem kleinen Wettbewerb auf, bei dem es (allerdings nur für US-Bürger oder Leute, die sich gerade mit einem Arbeits- oder Studienvisum in den USA aufhalten) sogar etwas zu gewinnen gibt.

Wer trotzdem teilnehmen will, muss auf Instagram ein Foto von sich selbst oder von Freunden, Haustieren oder interessanten Personen posten. Auf dem soll zu sehen sein, wie diese Person die Wettkämpfe in London mit einem mobilen Endgerät beobachtet – möglichst an einem einzigartigen und ungewöhnlichen Ort. Wie in dem Beispiel hier. So geht es:

  • Einen Instagram-Account für das iPhone oder das Android -Gerät einrichten (erforderlich)
  • Dem Instagram-Account von Adobe folgen (nicht unbedingt zwingend erforderlich, wäre aber schön)
  • Ein lustiges/normales/interessantes Foto beim mobilen Olympia-Gucken aufnehmen
  • Auf Instagram hochladen und mit #MobileSummerGames taggen (Hashtag nicht vergessen)

Jeder kann soviele Fotos hochladen, wie er will. Der Wettbewerb läuft bis zur Abschlusszeremonie der Olympiade am 12. August  2012. Die Teilnahmebedingungen stehen hier im Detail. Während der Spiele werden jeden Tag die besten Bilder als Profilbild der Adobe-Facebookseite erscheinen.

Einen Überblick über weitere Streaming-Angebote zur Olympiade in Deutschland gibt es hier.

Bringt Olympia Flash auf das iPad und iPhone?

Wenn Sie nach einer praktischen Lösung suchen, wie man Flash auf dem iPad darstellen kann, empfehlen wir diesen Beitrag im iPad-Forum

Zugegebenermassen eine etwas rhetorische Frage. Schließlich ist doch allgemein bekannt, dass Apple den Flash Player von seinen mobilen Geräten verbannt hat. Aber zwei brandaktuelle Apps zu den olympischen Sommerspielen in London, die der US-TV-Sender NBC gemeinsam mit Adobe entwickelt hat, öffnen doch eine Hintertür. Denn sie laufen nicht nur auf Smartphones und Tablets mit Android-Betriebssystem, sondern auch unter iOS auf dem iPhone und dem iPad.

Olympische Sommerspiele 2012: Auf dem iPad live dabei - auch ohne Flash Player

Die App NBC Olympics Live Extra ermöglicht Kabel-TV-, Satellitenfernsehen- und Telekommunikationsanbietern das Livestreaming von 3500 Stunden Berichten aus London, inklusive aller Wettkämpfe in 32 Sportarten und sämtlicher 302 Medaillenverleihungen. Die zweite App, die einfach nur NBC Olympics heißt, stellt im Kurzformat die sportlichen Highlights, TV- und Online -Sendepläne sowie Liveergebnisse, Interviews, Kolumnen und das neue Feature Primetime Companion zur Verfügung, das als “Second Screen” mit Zusatzinformationen auf dem Smartphone oder Tablet die Live-TV-Übertragungen von NBC ergänzt.

Beide Apps gibt es kostenlos im (amerikanischen) App Store auf dem iPhone, iPad und iPod touch oder auf www.itunes.com/appstore. Ebenso bei Google Play auf ausgewählten Android-Geräten oder auf play.google.com.

Die Anwendungen sind in enger Partnerschaft von NBC und Adobe entstanden und nutzen eine Reihe von Technologien und Lösungen des Unternehmens, um zu gewährleisten, dass der TV-Sender seine Inhalte auf vielen unterschiedlichen Tablets und Smartphones zur Verfügung stellen kann. Zu den Kreativtools, die bei der App-Entwicklung eingesetzt wurden, gehören Photoshop, Illustrator, Acrobat, Flash Builder, Flex und andere. Mit Adobe AIR, der Laufzeitumgebung für Flash Content außerhalb des Browsers, ist NBC in der Lage, den existierenden Programmcode zu nutzen und ein konsistentes Playback-Erlebnis für Inhalte und Video auf allen möglichen Endgeräten bereitzustellen, ohne jedesmal eine neue native App für jede Plattform entwickeln zu müssen. Durch die Integration von Adobe Pass kann NBC für seine Olympia-Anwendungen die weltweit führende “TV Everywhere”-Authentifizierungstechnologie für seine kostenpflichtigen Live-Übertragungen aus London nutzen. Man muss nur einfach seine Login-Daten und das Passwort vom TV-Abo eingeben und kann die Bezahlprogramme dann auch unterwegs schauen.

Webanalyse mit SiteCatalyst und die Einbindung von Social Media

NBC nutzt aber auch in beiden Apps die Adobe-Digital-Marketing-Technologien zum Messen und Monetarizieren. Werbung für die mobilen Endgeräte wird über Adobe Auditude ausgeliefert, die von allen führenden Anbietern eingesetzte Videowerbemanagement- und Monetarisierungsplattform. Mit Hilfe der Webanalyselösung Adobe SiteCatalyst kann NBC in Echtzeit den Traffic und das Nutzerengagement parallel für beide Apps und plattformunabhängig auswerten – sowohl in den Livestreams, bei Video-on-demand (VOD) und bei der Werbung. Egal, ob die Inhalte nun auf dem iPad, dem iPhone oder einem Android-Endgerät betrachtet werden. Dadurch kann NBC sehr schnell die App-Experience an das tatsächliche Zuschauerverhalten anpassen und fortlaufend optimieren.

Und natürlich darf auch das Thema Social Media nicht fehlen. Beide Apps sind mit Facebook, Twitter und Google+ verbunden und erlauben über diese Netzwerke eine unmittelbare  Kommunikation zu den Ereignissen in London mit Freunden und Followern. Reminder für die Lieblings-Wettkämpfe sind ebenso möglich, wie Unterbrechungen der Übertragungen mit Hilfe einer Pause-Taste oder das “Zurückspulen” der Aufzeichnungen, um besonders spannende Momente noch einmal zu sehen. Dieses Video hier gibt schon mal einen Vorgeschmack auf das völlig neue Nutzererlebnis, dass die beiden NBC-Apps dem Zuschauer auf seinen mobilen Endgeräten bieten. Und dass der Flash Player auf dem iPad oder dem iPhone immer noch nicht zur Verfügung steht, fällt dabei gar nicht mehr weiter auf.

Infografik: Vor- und Nachteile von App vs. mobile Website

Wer heute Kunden erreichen will, muss seinen Content auch für mobile Endgeräte aufbereiten. Denn immer mehr Nutzer greifen per Smartphone oder Tablet auf die Inhalte zu. Doch was ist besser: Eine eigene App für iPhone, iPad und Android-Geräte oder eine mobile Website, die auf allen Plattformen läuft – beispielsweise mit HTML5 oder Flash erstellt. Über die jeweiligen Vor- und Nachteile haben wir nicht nur hier im Blog geschrieben, auch auf der Webinale 2012 letzte Woche in Berlin wurde diesem Thema ein eigener Diskussionstag gewidmet. Und jetzt bringt – pünktlich zum Wochenende – diese Infografik das Für und Wider der beiden Lösungen auf den Punkt:

 

Adobe Digital Publishing Suite unterstützt jetzt auch das iPhone

Auch wenn manche Analysten meinen, dass die fehlende Unterstützung von Adobe Flash durch Apple-Geräte wie iPhone und iPad Probleme für Adobe mit sich bringt, weisen die aktuellen Zahlen in eine andere Richtung. So haben seit April 2011 über 850 Verlage und Unternehmen aus aller Welt mit der Adobe Digital Publishing Suite mehr als 1.700 Publikationen herausgebracht. Über 25 Millionen Ausgaben für iPad und Kindle Fire sowie für Android-Tablets, die damit erstellt worden sind, wurden in diesem Zeitraum heruntergeladen. Adobe übermittelt derzeit 120.000 Publikationen pro Tag an Tablet-Leser und entwickelt die Digital Publishing Suite kontinuierlich weiter, um mit den sich schnell verändernden Anforderungen des Marktes Schritt zu halten.

iPhone: Auch ohne Unterstützung für Flash sorgt Adobe für spannende Inhalte

Die Neuerungen der nächsten Generation der Digital Publishing Suite (DPS) sind unter anderem:

  • Der neue Content Viewer für das iPhone ermöglicht Medienhäusern und Unternehmen jetzt auch Veröffentlichungen auf iPhone- und iPod Touch-Geräten, in Ergänzung zu iPad, Kindle Fire und Android -Tablets. Damit steigt die Reichweite zusätzlich zu anderen Abspielgeräten auf über 220 Millionen iPhone- und iPod Touch-Nutzer weltweit.
  • Neue Möglichkeiten des Social Sharing ermöglichen es Lesern und Kunden, aus den Applikationen der Digital Publishing Suite heraus auf Facebook, Twitter und via E-Mail auf Artikel hinzuweisen. Dadurch ist eine breite Inhaltsstreuung möglich, ebenso wie ein kostenfreies Probelesen im Web-Browser, welches der Verlag kontrollieren kann.
  • Die Adobe Edge Preview ermöglicht es Designern, animierte HTML5-Inhalte zu erstellen, die mit InDesign einfach in die Digital Publishing Suite-Applikationen integriert werden können. Als Teil der jüngst veröffentlichten Adobe Creative Cloud beinhaltet die Adobe Edge Preview eine neue Funktion, mit der sich direkt aus InDesign CS6 für die DPS publizieren lässt. Die finale Version von Adobe Edge wird voraussichtlich in der zweiten Hälfte dieses Jahres verfügbar sein.

 

Sieben aktuelle Mobil-Trends

Kevin Cochrane, Vice President of Enterprise Marketing bei Adobe Systems, hat im Gespräch mit CMSWire die sieben aktuellsten Mobil-Trends zusammengefasst:

1. Unternehmen übernehmen verstärkt Verantwortung für die Mobile Experience

Entgegen dem Ergebnis mancher Studien in Deutschland beoabachtet Cochrane, das seit Jahresbeginn mehr Unternehmen die Verantwortung für die mobile User-Experience ihrer Websites übernehmen. Sie entwickeln das notwendige Know-how für die Gestaltung mobiler Lösungen und kontrollieren diese komplett, inklusive Wartung und Support, statt diese Aufgaben an eine Agentur auszulagern.

2. Plattformen für mobiles Content Management werden eingeführt

Viele Firmen suchen mittlerweile nach einer Plattform für das mobile Content-Management und die Applikationsentwicklung. Statt auf der bestehenden Infrastruktur zur Erstellung von Webanwendungen aufzubauen, wird dabei aber verstärkt nach den besten Lösungen und Werkzeugen für diese Aufgabe Ausschau gehalten – auch wenn dies zu separaten Infrastrukturen führt.  Nach Cochranes Einschätzung macht dies aber nicht unbedingt Sinn. Die beste Strategie sei vielmehr der Aufbau einer gemeinsamen Plattform für das Content-Management, die nicht nur Inhalte verbreitet und wiederverwertet, sondern den Kontext über alle Kanäle herstellt.

3. Bring Your own Device (BYOD) verbreitet sich immer mehr

Es gibt viele Diskussionen, ob man Mitarbeitern das Mitbringen ihrer eigenen Endgeräte an den Arbeitsplatz gestatten soll. Denn das bedeutet unter anderem, dass Unternehmen ihre internen mobilen Anwendungen für eine Vielzahl von Endgeräten bereitstellen müssen. Mit Adobe Shadow steht eine Support-Lösung für BYOD zur Verfügung, die auch im eigenen Unternehmen bereits erfolgreich eingesetzt wird.

4. Responsive Design wird zum Mainstream

Bei Adobe ist inzwischen “mobile first” der Grundsatz der Anwendungsentwicklung: Erst kommt eine neue Applikation für das iPhone, dann für das iPad und erst an letzter Stelle folgt die Desktop-Anwendung. Kevin Cochrane: “Unternehmen müssen verstehen, dass mobiles Design nicht das Quetschen der normalen Website in ein kleineres Bildschirmformat ist“. Responsive Design werde zum Mainstream und setze sich immer mehr durch.

5. HTML5 ist die Basis eines neuen Entwicklungsmodells

Laut Cochrane fehlt es an Tools und Frameworks für die Entwicklung von mobilen Apps. Statt native Anwendungen für iOS oder Android zu entwickeln, setzen immer mehr Unternehmen auf HTML5 für ein “einmal schreiben, überall einsetzen“-Entwicklungsmodell.

6. Mobile Mitarbeiter- und Kundenanwendungen werden stärker miteinander verbunden

Vielen Firmen achten stärker darauf, wie ihre Mitarbeiter mit den Kunden interagieren und verbinden deshalb das externe Kundenerlebnis im Web oder auf mobilen Endgeräten mit der Mobile-Experience ihrer Beschäftigten. Es gehe – so Cochrane – darum, den Kundenservice auch von unterwegs zu gewährleisten. Wobei die Mitarbeiter-Apps den Schwerpunkt mehr auf Kundenzufriedenheit und -rückgewinnung legen, während die nach außen gerichteten Anwendungen eher die Kundenakquise im Fokus haben.

7. Soziale Netzwerke werden in das mobile Erlebnis integriert

Der Kontakt zu den Kunden über soziale Netzwerke wird immer wichtiger für den Service von Unternehmen. Deshalb müssen sie auch stärker in mobile Mitarbeiter-Anwendungen integriert werden.

 

 

App oder mobile Website? Das ist die Frage.

In der aktuellen Ausgabe des lesenswerten INSPIRE-Magazins von Adobe beschäftigt sich ein Beitrag auch mit dem Thema “App oder mobile Website“? Die meisten großen Unternehmen und bekannten Marken sprechen zwar die rasch wachsende mobile Zielgruppe bereits effektiv an. Doch weit mehr Firmen – so der Artikel – beginnen gerade erst damit über ihre mobile Strategie nachzudenken und das damit verbundene Nutzungserlebnis zu formulieren. Und da stellt sich die Frage unter verschiedenen Gesichtspunkten, ob man besser eine eigene App entwickelt oder eher auf eine für mobile Endgeräte optimierte Website setzen sollte? Das können z.B. Performance, Suchmaschinenoptimierung, verwendete Technologie, Zielgruppe, Geschäftsmodell, Wartungs- und Updatefragen oder das zur Verfügung stehende Budget sein.

Der Beitrag im Magazin untersucht einige der technischen und wirtschaftlichen Erwägungen, die beim Erstellen einer mobilen Website im Vergleich zur mobilen App von Bedeutung sind, und gibt so dem Leser wichtige Tipps mit an die Hand. Eine für die mobile Nutzung angepasste Website soll mit entsprechenden Browsern auf Telefonen, Tablets und anderen beweglichen Geräten mit unterschiedlicher Displaygröße geöffnet werden können. Diese Webseiten sind normalerweise vereinfachte Versionen der Standardseite, um dem Besucher ein besseres mobiles Erlebnis zu ermöglichen. Durch optimierte Navigation, schnellere Ladezeiten und manchmal durch Neuanordnung des Inhalts rücken spezielle mobile Features in den Vordergrund.

Eine App ist dagegen eine Software-Anwendung, die auf einem bestimmten Betriebssystem eines mobilen Geräts eingesetzt wird. Sie wird auf das Gerät runtergeladen, um verschiedene Funktionen auszuführen. Manche Apps sind dabei geräteabhängig, so wie iPhone- und iPad-Apps“, erläutert der Artikel den Unterschied. Vor dem Hintergrund der Problematik, dass Apple-Endgeräte wie iPad oder iPhone kein Flash darstellen können, gewinnt die Diskussion um mobile Websites, die mit HTML5 erstellt werden, an Bedeutung. Adobe unterstützt diesen Standard ohne Wenn und Aber, wie ein weiterer Beitrag in INSPIRE deutlich macht.

Apps sind meist kostenlos, das Geld wird mit Content verdient

Laut eine Studie von IHS Screen Digest wurden im vergangenen Jahr 96 Prozent aller Smartphone-Apps kostenlos heruntergeladen. Der Trend gehe hin zum sogenannten „Freemium-Modell“, bei dem zwar die App selbst gratis ist, der Nutzer aber innerhalb der Anwendung kostenpflichtige Contentangebote nutzt. Diese In-App-Anschaffungen machten 2011 rund 39 Prozent des Umsatzes auf dem App-Markt aus, bis 2015 prognostiziert IHS einen Anstieg auf 64 Prozent.

Jack Kent, Senior-Analyst für Mobile Media bei IHS, erwartet: “2012 wird es für App-Stores und Entwickler zusehends schwieriger, von den Nutzern für ihre Apps Geld zu verlangen – angesichts der Massen an kostenlosem Content.” Statt hier vergebens auf Umsätze zu hoffen, solle man lieber auf das “Freemium-Modell” setzen und seine Inhalte über In-App-Angebote monetarisieren. Vor allem Spiele-Entwickler haben dieses Prinzip bereits populär gemacht. Die Analysten empfehlen deshalb auch anderen App-Entwicklern, das erfolgreiche Geschäftsmodell aufzugreifen, um die Umsätze mit den mobilen Anwendungen zu erhöhen.

Die IHS-Studie ist allerdings auf den Smartphone-Markt beschränkt. Auf dem iPad und anderen Tablets stellt sich die Rolle von bezahltem Media-Content deutlich anders dar. Denn zu den aktuellen Top-20-Apps im Apple iTunes iPad Store zählen sechs Bezahl-Medienangebote wie z.B. die von New York Post, Zinio, ComiXology, NYtimes und The Daily. Laut Jack Kents haben im zweiten Halbjahr 2011 “Apps mit Videoinhalten von Fernsehsendern sowie Zeitschriften- und Zeitungs-Apps auf dem iPad deutlich mehr Umsatz gebracht als auf dem iPhone.” Die Untersuchungen hätten gezeigt, dass der Verkauf dieser Anwendungen für das Tablet von 8% im dritten Quartal 2011 auf 11% im vierten Quartal gestiegen sei.