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Studie: Ungleichgewicht zwischen Akquisition und Conversion

Viele Unternehmen scheuen weder Kosten noch Mühen, um potenzielle Kunden auf ihre Websites zu locken. Doch was dann? Eine Adobe-Studie (PDF-Download) hat herausgefunden, dass 80% der Werbetreibenden weniger als 15% ihrer Online-Marketing-Budgets für die Optimierung ihrer Website ausgeben. Dies ist Ausdruck eines deutlichen Ungleichgewichts zwischen Akquisition und Conversion, bei dem die Einnahmen generierende Seite der Gleichung außer Acht gelassen wird.

Die Ausgabentrends legen nahe, dass Unternehmen nicht erkannt haben, dass die Online-Conversion von Kunden genau so schwierig – oder sogar schwieriger – ist, als Besucher überhaupt auf die Website zu ziehen. Die Konversionsrate – so die Studie – stagniert bei 3%. Wie kann das sein und vor allem, wie lässt sicher dieser Zustand ändern? In dem Adobe Whitepaper wird das Ungleichgewicht bei hunderten von führenden Marken untersucht und die Erfolgsfaktoren von Unternehmen mit überdurchschnittlicher Konversion identifiziert. Außerdem stellt es einen Maßnahmenplan vor, der einen nahtlosen Übergang von der Online-Akquisition zu erfolgreichen Konversionsergebnissen ermöglicht.

Adobe Catch the Digital Wave-Tour: “Für eine Roadshow ist der Informationsgehalt sehr hoch”

Mit dem Zwischenstopp in Zürich heute, hat die Adobe Catch the Digital Wave Tour schon über die Hälfte ihrer Stationen hinter sich gebracht. Es bleiben jetzt noch München (8.5.) und Köln (10.5.). Von der Berliner Veranstaltung berichtet Enrico Gräfe ausführlich in seinem Weblog “Marketing Guide“. Sein Fazit: “Für eine Roadshow war der Informationsgehalt meiner Meinung nach sehr hoch, es hat sich also gelohnt. Die Vorträge waren dabei niemals langweilig, weder von der Dauer noch vom Inhalt.

Um was es im Einzelnen in den Vorträgen geht – z.B. Auswertung von “Big Data” für das Predictive Marketing, die Ausgabe der eigenen Website(s) auf verschiedenen Endgeräten, die Conversionoptmierung oder die Verbesserung der Produktsuche in Onlineshops – lässt sich sehr schön in dem Bericht nachlesen. Und heute läuft auch wieder unsere Twitterwall mit den aktuellsten Meldungen aus Zürich (Hashtag #adobedigitalwave):

Multi-Channel-Vertrieb: Persönliches Gespräch bleibt unverzichtbar

Das Digital-Marketing-Team von Adobe ist ja zur Zeit auf Roadshow – gestern in Frankfurt/Main, nächste Woche in Zürich – und dabei taucht immer mal wieder die Frage auf: “Warum macht ihr das nicht digital, sondern setzt immer noch auf die klassische Face-to-Face-Kommunikation?“. Die Antwort liefert eine Studie, die der Adobe E-Commerce-Partner hybris zusammen mit dem Kölner ECC Handel vorgestellt hat. 1.047 Entscheider aus verschiedenen Industrien und Handelsbranchen wurden dazu zu ihrem Multi-Channel-Informations- und Kaufverhalten bei dem zuletzt für ihr Unternehmen getätigten Kauf befragt.

Danach kann der persönliche Kontakt auch im Multi-Channel-Vertrieb verkaufsentscheidend sein. Zumindest im Business-to-Bussiness-Bereich. Laut der Studie „Informations- und Kaufverhalten von Geschäftskunden im B2B-Multi-Channel-Vertrieb“ werden knapp 75 Prozent der Umsätze in Online-Shops von Kunden erzielt, die sich zuvor in einem persönlichen Gespräch informiert haben. Die Gründe für den Kanalwechsel sind dabei offenbar vielfältig: Beim persönlichen Kontakt haben die Kunden die Möglichkeit, Produkte zu sehen und anzufassen, im Internet können hingegen Preise besser miteinander verglichen werden.

Deutliche Unterschiede konnte die Studie beim Kundenverhalten ausmachen, wenn Produkte nicht verfügbar sind: Hat ein Online-Shop einen Artikel nicht vorrätig, überwiegt zumeist die Kanaltreue. Knapp 52 Prozent der Befragten suchen in diesem Fall nach einem anderen Anbieter und sind bereit, zur Konkurrenz zu wechseln. Anders bei Print-Medien oder einem persönlichen Kontakt: Hier ist der Kunde meist nicht verloren, sondern kann stattdessen über alternative Kanäle bedient werden. Knapp 58 Prozent (Print) beziehungsweise 50 Prozent (persönlicher Kontakt) der Befragten würden mit hoher Wahrscheinlichkeit im Online-Shop desselben Anbieters kaufen.

Für Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln, bedeutet dies, dass es durchaus von Vorteil sein kann, eine Kannibalisierung des eigenen Vertriebssystems in Kauf zu nehmen, um die Kunden letztendlich nicht an die Konkurrenz zu verlieren. Außerdem seien rund 80 Prozent der Online-Umsätze keine Kannibalisierung im eigentlichen Sinne, da diese Umsätze ohne den Online-Kanal gar nicht generiert worden wären und es sich deshalb um Zusatzumsätze handele. Cross-Channel-Strategien, die den Kunden das Wechseln zwischen den Kanälen ermöglichen, können daher das Abwandern von Kunden verhindern.

Genau darüber wird auf der Adobe Catch the Digital Wave-Tour anhand konkreter Beispiele geredet. Persönlich und Angesicht-zu-Angesicht. Und das kommt an. So twitterte nach der Veranstaltung letzte Woche ein Teilnehmer: “Das Event heute in Berlin gab mehr zum Nachdenken, als jeder Chat in der virtuellen Welt. Interessante Kontakte und Gespräche. Dank.”

Kann das sein: Ohne Plan in die sozialen Netzwerke?

Gestern haben wir zur Eröffnung des Adobe Digital Marketing Summit 2012, zu dem ich mich gerade in Salt Lake City am Fuße der Rocky Mountains aufhalte, unsere neue Lösung Adobe Social als Teil der Digital Marketing Suite vorgestellt. Sie vereint das Handling beliebig vieler Social Media-Auftritte von Unternehmen, die Aussteuerung und das Management von Social Media-Kampagnen, weitreichende Analysen, das Erstellen und Publizieren von Inhalten und Applikationen sowie das Monitoring von Social Media-Kanälen in einem einzigen Produkt. Das zudem sehr intuitiv zu bedienen ist.

Hier in Salt Lake City ist es bei den rund 4000 Marketingexperten aus aller Welt und über 50 Branchen relativ unstrittig, dass das Thema „Social Media“ für die Firmen in diesem Jahr höchste Priorität im Marketing hat. Das bestätigt auch die Umfrage für das “Quarterly Digital Intelligence Briefing“, das Adobe zusammen mit Econsultancy alle drei Monate erarbeitet und gerade in der Version 1/2012 veröffentlicht hat.  Und eine aktuelle GfK-Studie für Deutschland kommt ebenfalls zu diesem Ergebnis. Danach betreibt in “good, old Germany” mittlerweile jedes zweite Unternehmen Social Media- beziehungsweise Community-Marketing.

So weit, so gut. Was einen dann allerdings hier auf der anderen Seite des großen Teichs etwas erschreckt aufhorchen lässt, sind die weiteren Ergebnisse dieser Befragung. Denn  lediglich 40 Prozent der Firmen verfügen nach eigenem Bekunden über eine entsprechende Strategie. Knapp neun Prozent der Marketingverantwortlichen wissen noch nicht einmal, ob eine Social-Media-Strategie in ihrem Unternehmen vorhanden ist oder nicht.

Ein weitere Erkenntnis der Studie: Neben der Strategie an sich mangelt es offensichtlich auch an Social-Media-Guidelines und an Tools für das Online-Monitoring. Diese Werkzeuge werden jeweils nur von rund der Hälfte der in den sozialen Netzwerken aktiven Unternehmen genutzt. Die fehlende strategische Ausrichtung und der vergleichsweise geringe Einsatz von Tools steht allerdings in einem starken Widerspruch zu dem Potenzial, das die befragten Entscheider dem Digital Marketing bescheinigen.

Fast drei Viertel messen beispielsweise Social Networks eine große bzw. sehr große Bedeutung bei. Knapp 62 Prozent sagen dies über Video-Portale wie Youtube. Entsprechend wollen zwei Drittel der Firmen ihre Investments ins Digitalmarketing steigern bzw. stark steigern. 74 Prozent rechnen für den Gesamtmarkt mit höheren Budgets.

Doch in welche digitalen Werbekanäle soll man sein Geld stecken und wie kann man den Erfolg von Kampagnen messen? Das sind zwei der Fragen, die wir auf der Catch the Digital Wave-Tour von Adobe diskutieren wollen. Diese Roadshow macht vom 17.4. bis 10.5. in verschiedenen Großstädten in Deutschland, Österreich und der Schweiz Station und gibt einen Überblick darüber, was heute bereits möglich ist. Das dürfte sowohl für Einsteiger als auch für Marketingprofis, die jetzt die nächste Stufe im Digital Marketing erreichen wollen, sehr interessant werden. Wir wollen dort auch die neuesten Erkenntnisse einfließen lassen, die derzeit in Salt Lake City auf einem der größten Digital-Marketing-Treffen der Welt diskutiert werden. Sie dürfen also zu Recht gespannt sein.

 

Die digitale Welle erfolgreich reiten: Wo soll ich investieren?

Nach einer Studie von Forrester Research soll bereits im Jahr 2016 – zumindest in den USA – der Anteil von Digital Marketing im gesamten Marketing-Mix genauso groß sein, wie heute die Ausgaben für TV-Werbung. Auf 77 Milliarden $ schätzen die Marktforscher dann das gesamte Budget für diesen Kanal. Bis 2016 bleiben uns gerade noch einmal vier Jahre. Also kann man das Thema nicht mehr auf die lange Bank schieben. Sondern schon heute müssen die Weichen dafür gestellt werden, damit dieser unaufhaltsame Zug in die richtige Richtung fährt.

Wenn immer mehr Unternehmen auf den Online-Werbezug aufspringen, wird es allerdings auch schwieriger, darüber Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Es kommt deshalb umso mehr darauf an, frühzeitig genau zu schauen und zu verstehen, in welche der rasant wachsenden Kommunikationskanäle man investieren soll und welche Technologien Zukunftspotenzial haben. Denn zu Recht wird bei solch immensen Ausgaben nach dem Return on Investment gefragt. Wenn Technologie in Zusammenhang mit großen Datenmengen das Marketing massiv und in Rekordzeit verändert, steht man als Verantwortlicher oft etwas hilflos da.

Werbetreibende werden mit einer Vielzahl von Möglichkeiten bombardiert, die angeblich alle zum Erreichen der Geschäftsziele beitragen. Als Digital-Marketier muss man seine Ressourcen auf die erfolgversprechendsten Lösungen mit dem größten Effekt fokussieren, um in diesem Werbe-Haifischbecken zu überleben. Die Auguren von Forrester wagen in ihrer Studie die Prognose, dass der mobile Kanal in den nächsten vier Jahren die Werbung per E-Mail und in sozialen Netzwerken überholen wird. Für Display-Werbung erwarten sie weiteres Wachstum, während die Ausgaben für Suchmaschinen-Marketing deutlich sinken sollen.

Welcher Werbekanal und welche Taktik werden in den nächsten Jahren den größten Effekt auf das eigene Geschäft haben? Mit diesem spannenden Thema beschäftigen wir uns auch intensiv auf der Catch the Digital Wave-Tour, die vom 17.4. bis 10.5. in verschiedenen Großstädten in Deutschland, Österreich und der Schweiz Station macht. Wir stellen dort Best Practice-Beispiele aus verschiedenen Branchen vor und diskutieren die Zukunftstrends im Digital Marketing.

Wenn Sie zu denjenigen gehören wollen, die auf der digitalen Welle erfolgreich reiten und damit Wettbewerbsvorteile erzielen, empfehle ich eine rasche Anmeldung. Denn die Plätze in den einzelnen Städten sind limitiert und auf einigen Stationen dieser Roadshow sind wir schon fast ausgebucht.

Mobile World Congress 2012: Photoshop Touch für iPad, Primetime und eine Publishing-Studie

In Barcelona geht der gestern offiziell eröffnete Mobile World Congress 2012 weiter und Adobe hat dort nicht nur die App Adobe Photoshop Touch für das iPad 2 vorgestellt. Sondern auch Primetime, die erste komplett integrierte digitale Videolösung. Damit können Premium-Videoinhalte und Werbung einheitlich für alle zentralen Plattformen, darunter Apple iOS, Google Android, Desktop-Betriebssysteme und internetfähige Fernsehgeräte erstellt werden. Die Lösung, deren Bestandteile voraussichtlich im Laufe des Jahres 2012 erhältlich sein werden, schafft einen einheitlichen und durchgängigen Workflow, der Adobes Streaming-Technologien mit der kürzlich erworbenen Plattform für Videowerbung, Auditude, verbindet und so den Schutz, die Analyse und Optimierung von Inhalten ermöglicht.

Premium-Videoanbieter können durch nahtlose und dynamische Einbindung von Werbeanzeigen –ob linear, live oder on-demand – ihren Kunden ein außergewöhnliches visuelles Erlebnis bieten. Ein Kernbestandteil von Primetime ist die Adobe Digital Marketing Suite, mit deren Hilfe Medienunternehmen ihre Kunden- und Umsatzdaten miteinander in Beziehung setzen und so Werbeinhalte personalisieren können. Mehr dazu im neuen Digital Media Blog.

Aber auch die Adobe Digital Publishing Suite spielt in Barcelona eine Rolle. Denn auf dem Mobile World Congress wurden gestern die wichtigsten Ergebnisse einer Erhebung unter nahezu 600 internationalen Verlegern veröffentlicht, die mithilfe dieser Lösung in den letzten Monaten rund 1.500 Tablet-Publikationen erstellt haben. Die Untersuchung gibt unter anderem Aufschluss darüber, wie digitale Magazine und Zeitungs-Apps den Geschäftswert steigern können.

Die anonym erhobenen Nutzerdaten zeigen Veränderungen des Leseverhaltens, die Bereitschaft für Tablet-Applikationen zu zahlen sowie beschleunigte Kaufprozesse und eine stärkere Werbebindung. Einige der Untersuchungsergebnisse:

  • 68 Prozent der Leser zahlen für digitale Magazine und Zeitungen. Hierunter fallen der Kauf von Einzelausgaben (15 Prozent), Abonnements (26 Prozent) und Pakete aus Print- und Digital-Ausgaben (27 Prozent).
  • Die Leser befassen sich stark mit redaktionellen wie auch mit Werbeinhalten. Jeder fünfte Seitenaufruf in den untersuchten Magazin-Apps ist Werbung. Interaktive Elemente, die Webansichten, Videos, Slide-Shows, Audio-Clips, Bilder, Hyperlinks und andere Elemente beinhalten, können erheblichen Einfluss auf die Rezeption der Inhalte und die Beschäftigung mit digitalen Ausgaben haben. Leser interagieren mit nahezu der Hälfte (48 Prozent) aller interaktiven Elemente. Dabei werden Webansichten und Videos von den Lesern am häufigsten genutzt.
  • Mehr als die Hälfte der Leser (56 Prozent) verbringen zwischen 25 Minuten und 2,5 Stunden pro Monat mit dem Lesen digitaler Magazine. Dieser Wert ist in den letzten sechs Monaten um 70 Prozent gestiegen. Dies ist auf ansprechendere und spannendere Inhalte zurückzuführen sowie auf die vermehrte Nutzung von Tablets. Konsumenten neigen dazu, eine Applikation durchschnittlich bis zu fünf Mal pro Monat zu öffnen und neun Prozent der Leser verbringen mehr als fünf Stunden pro Monat mit dem Lesen digitaler Titel. Dies zeigt, dass sie sich auf dem Tablet immer wieder mit den Marken beschäftigen, die sie mögen.

In den letzten zwölf Monaten wurden 16 Millionen digitale Publikationen heruntergeladen, ohne Anzeichen eines Rückgangs“, so Zeke Koch, Senior Director Product Management, Digital Publishing bei Adobe. „Da digitale Veröffentlichungen exponentiell steigen, wird Adobe diese Evolution auch weiterhin durch innovative Elemente unterstützen, die es Verlegern und Unternehmen weltweit ermöglichen, ihre digitalen Erträge zu erhöhen, die Leserschaft zu steigern und mehr Inhalte zu verkaufen.“ So wurden bereits die Möglichkeiten verbessert, Inhalte innerhalb der Apps entsprechend dem User-Profil passgenau anzubieten und zu verkaufen. Die Entwicklungszeiten für Apps werden gleichzeitig durch bessere Module verringert.

Gibt es einen RoI für die Customer Experience?

Er ist zwar schon eine Weile her, der Roundtable “Customer Experience Management” (CEM) auf der dmexco in Köln im letzten September. Doch Frank Puscher, der Moderator des runden Tisches, hat jetzt im Portal www.marketing-site.de eine erweiterte Zusammenfassung zum Thema veröffentlicht, in der er den State-of-the-Art des Kundenerlebnismanagements beschreibt. Darauf wollen wir hier gerne hinweisen. Unter anderem schreibt er:

Die Zusammenführung der Kundenerfahrungen aus unterschiedlichen Kontaktszenarios zwischen Kunde und Unternehmen ist die Aufgabe, der sich Customer Experience Management verschrieben hat. Im Idealfall soll der jeweils nächste Kontaktpartner auf Unternehmensseite mit dem gesamten Wissen über die Kundenhistorie ausgestattet sein und entsprechend präzise auf die Anforderungen des Kunden reagieren können. Mehr noch: Das Customer Experience Management versucht Vorhersagen über künftige Bedürfnisse zu treffen und ermöglicht dem Unternehmen, proaktiv auf seinen Kunden zuzugehen und ihn mit hoher Servicequalität zu überraschen.

Mobile Supportkanäle steigern den UmsatzAnhand von zahlreichen konketen Beispielen erläutert Puscher auch, wie sich der Return on Investment (RoI) von CEM-Lösungen darstellen lässt. Und er geht auf die wachsende Rolle der mobilen Kanäle in diesem Umfeld ein:

In der Regel versagen hier die Selfservice-Systeme von Websites, weil sie schwer navigierbar sind. Dem lässt sich durch verbesserte Suchsysteme abhelfen, etwa durch semantische Suchkonzepte, die nicht die Knowledgebase als Ganzes im Volltext durchforsten, sondern eine Auswahl der wichtigsten und wahrscheinlichsten Supportfälle, die von einer Redaktion ausgewählt und auf bereitet werden. Genau diesen Weg wählte The Trainline, ein britischer Verkäufer von Bahntickets. In die mobile App sind gleich mehrere direkte Supportkanäle integriert, um die Kunden bei komplexeren Reisebuchungen zu unterstützen, selbst wenn sie sich bereits im Zug befinden. Der Nutzer hat die Wahl zwischen Chat, E-Mail, Knowledgebase und natürlich Telefon. Fünf Prozent der direkten Buchungen stammen bereits aus der App.

Insgesamt ein sehr lesenswerter Text, auch wegen der vielen praktischen Beispiele für überzeugendes Kundenerlebnismanagement aus aller Welt.

 

Studie: Facebook-Werbung boomt weiter und bringt Fans

Der Performance-Marketing-Spezialist Efficient Frontier, seit gestern offiziell ein Teil von Adobe, und sein Tochterunternehmen Context Optional haben jetzt den “Global Digital Marketing Performance Report” für das vierte Quartal 2011 veröffentlicht. Danach hält die schon länger beobachtete Investitionswelle in Social-Media-Werbung mit dem Ziel der schnellen Fangenerierung weiter an. Neu ist, das nun verstärkt eigene Budgets für den Social-Media-Kanal eröffnet und eingesetzt werden und die Ausgaben dafür nicht aus anderen Quellen gespeist werden. Das ist nach Meinung der Studienverfasser “ein deutliches Zeichen für die Akzeptanz der Eigenständigkeit und Wertigkeit von Facebook-Werbung“.

Im Durchschnitt erreichen Markenartikler damit einen Fanzuwachs um 9 Prozent pro Monat. Nach Datenlage des Reports wurden im vierten Quartal bereits 2,7 Prozent des Gesamtbudgets allein für digitale Werbung in Facebook ausgegeben. Aus der Budgetsteigerung resultierend ist mit einer durchschnittlichen Verdoppelung der Fans-Basis pro in Facebook Werbung investierenden Markenartikler für 2012 zu rechnen.

Auch die Ausgaben für Suchmaschinenmarketing wurden im vierten Quartal 2011 erneut deutlich gesteigert. Ausschlaggebend dafür waren die erheblich gestiegenen Budgets der Einzelhandelsbranche. Vom dritten zum vierten Quartal 2011 wurden 40 Prozent mehr Mittel dafür bereitgestellt und damit die Bedeutung als wichtigster digitaler Werbekanal unterstrichen. Während die Ausgaben für Suchmaschinenmarketing stiegen, sanken die Kosten pro Klick (CPC) allerdings um durchschnittlich 5 Prozent. “Ausschlaggebend dafür war eine signifikante Verschiebung der Budgets in die mobile Suche, deren Klick-Kosten deutlich günstiger ausfallen“, heißt es in dem Bericht.

Verbesserungen hinsichtlich der Effizienz der Anzeigenschaltung durch Suchmaschinenbetreiber und Third-Party-Optimierer führten zu einem Zuwachs bei der Click-Through-Rate. Die Ausgaben für die mobile Suchwortvermarktung erreichten im vierten Quartal 2011 einen Anteil von 7 bis 8 Prozent der Gesamtausgaben für Suchmaschinenmarketing. Im Vergleich dazu betrug der Anteil im vierten Quartal 2010 nur 2 Prozent.

Facebook hat seinen hohen Stellenwert für die Aktivitäten von Markenartikler weiter ausbauen können und bleibt momentan der wichtigste Experimentierkanal, für den zusätzliche Marketingbudgets bereitgestellt werden“, fasst David Karnstedt, President und CEO von Efficient Frontier, die Ergebnisse des Reports zusammen. “Wir sehen darüberhinaus auch im mobilen Suchmaschinenmarketing eine erhebliche Steigerung der Marketinginvestitionen und erwarten speziell für Facebook-Werbung und die mobile Suchwortvermarktung eine Fortführung des Trends in 2012“.

Die Ausgaben für Facebook werden nach Schätzung von Efficient Frontier in 2012 einen Anteil von 5 Prozent der Gesamtausgaben für Online- Marketing erreichen. Markenartikler heizen mit verbesserten Möglichkeiten der Fangenerierung und des Beziehungsmanagements den Trend an und werden auch weiterhin beträchtliche Beträge in diesen Kanal pumpen. Die steigenden Budgets für die Suchwortvermarktung auf mobilen Endgeräten werden bis Ende 2012 circa 16 bis 22 Prozent aller bezahlten Klicks generieren. Immer mehr mobile Endgeräte mit voller Internetfähigkeit beflügeln diesen Trend und verhelfen dem mobilen Internet zu einer wesentlich intensiveren Nutzung. Für Markenartikler genau der richtige Zeitpunkt, einen Schwerpunkt auf dieses Marketingsegment zu legen.

Die Ausgaben für Suchmaschinenmarketing werden in den USA um geschätzte 10 bis 15 Prozent im Jahr 2012 steigen. Die gleiche Wachstumsrate wird für die internationalen Märkte, insbesondere Europa erwartet. Dennoch kann die makroökonomische Situation in Europa durchaus negative Auswirkungen auf diesen Trend haben. Die Klickkosten für Suchmaschinenmarketing werden weiter sinken – um durchschnittlich 4 Prozent. Stärkere Investitionen in die mobile Suchwortvermarktung dürften diesen Prozess verstärken. Ebenso werden weitere Innovationen zur Effektivitätssteigerung von Search-Kampagnen von Google und andern Suchmaschinenbetreibern zu einer Verringerung des CPC beitragen.

Die kontinuierliche Entwicklung von anderen sozialen Netzwerken wie Google+ und LinkedIn wird positive Auswirkungen auf die Budgetierung im Sektor Social Media haben und den Wettbewerb fördern“, glauben die Performance-Martketing-Spezialisten. Trotzdem ihr Fazit: “Dennoch wird Facebook im Jahr 2012 der Platzhirsch in diesem Marktsegment bleiben.”

Adobe will übrigens den Fahrplan für die Integration der Lösungen von Efficient Frontier in die Adobe Digital Marketing Suite auf dem Digital Marketing Summit 2012 vom 20. bis 23. März in Salt Lake City im US-Bundestaat Utah vorstellen. Das Unternehmen hat die erste, vereinheitlichte Performance-Management-Plattform entwickelt, die Kampagnen nach dem Cross-Channel-Prinzip optimiert und für das digitale Marketing ausschlaggebende Werbemedien wie Such-, Display- und Social Media-Kanäle wie etwa Facebook berücksichtigt. Die Verwaltung von weltweit über einer Milliarde US-Dollar an Werbeausgaben zeichnet Efficient Frontier als den führenden Spezialisten auf diesem Gebiet aus.

Bundespräsident Wulff: Keine gute Stimmung im Netz

Der “Fall Christian Wulf ” ist nicht nur in den Massenmedien Dauerthema, sondern entfacht auch im Social Web heiße Diskussionen: Knapp 48.000 Mal war der Bundespräsident seit Bekanntwerden der Kredit-Affäre Gesprächsthema in sozialen Netzwerken, Foren, Blogs oder anderen Social-Media-Kanälen. Die kritischen Beiträge überwiegen dabei deutlich – auf vier wohlwollende Kommentare kommen sechs negative. Das ergab Anfang der Woche eine Untersuchung der Hamburger Beratungsgesellschaft Faktenkontor.

Nach einzelnen Schlagworten analysiert, beschäftigt der mögliche Rücktritt des Bundespräsidenten die Internetnutzer besonders. In knapp 2.000 Beiträgen diskutierten sie im Beobachtungszeitraum darüber, ob Wulff sein Amt aufgeben sollte oder nicht – die große Mehrheit sprach sich dafür aus. Der Anruf bei Kai Diekmann bewegte die Webgemeinde ebenfalls nachhaltig. Die Verbal-Attacke auf der Mailbox des BILD-Chefs wurde in mehr als 600 Kommentaren thematisiert.

Exakte Zahlen im Brand-Dashboard

Für den meisten Zündstoff sorgt das Verhalten des Bundespräsidenten in Foren. Knapp 19.500 Mal wurde die Kredit-Affäre auf den Online-Plattformen diskutiert. Dahinter folgen Blogs mit mehr als 14.400 Treffern. Bei der Analyse relevanter Einzelquellen liegen Facebook und Twitter etwa gleichauf. Das Microblog und das Social Network liefern beide jeweils um die 2.500 Treffer. Was erstaunlich wenig ist.

Solche Zahlen sind auch für alle Marketingverantwortlichen interessant, die auf die Reputation einer Firma und ihrer Marken achten müssen. Mit Tools wie Adobe SocialAnalytics (Demo-Webcast) lassen sich beliebte Social-Media-Plattformen beobachten, darunter Facebook, YouTube, Twitter, Blogs, Foren und alle anderen Orte, an denen im Web über Unternehmen und Marken diskutiert wird. Anhand von zuvor festgelegten Keywords lässt sich das „Sentiment“ bzw. die Stimmung im Netz messen. Durch die Verknüpfung von Daten aus der Webanalyse mit Adobe SiteCatalyst in einem einzigen Report, der aus aggregierten Daten besteht, können sehr viel exaktere Schlussfolgerungen gezogen werden. Geschäftskennzahlen wie Umsatzsteigerung oder Erhöhung des Markenwertes lassen sich ebenfalls in die Auswertung einbeziehen.

Eines kann aber auch die ausgefeilteste Software nicht: Die richtigen Konsequenzen aus der ermittelten Stimmung im Netz ziehen. Da ist dann doch wieder der Mensch gefragt.

Muss Online-Banking sexy sein?

Einfach zu bedienende Banking-App mit Adobe AIR (mehr Infos ANKLICKEN)

Franz Sebastian Welter, Teamleiter E-Business bei der Volksbank im badischen Bühl, hat die letzten Tage des Jahres 2011 für einen interessanten Blogbeitrag genutzt. “8 Erfolgsfaktoren für das digitale Kundenerlebnis im Banking von Morgen” ist er überschrieben und beschäftigt sich sich mit der Frage, wie Geldinstitute eine bessere Customer Experience erreichen können? Denn damit – so verschiedene Studien – steht es ja nicht unbedingt zum Besten.

Das digitale Kundenerlebnis entsteht für mich durch die Kombination und Integration mehrerer Faktoren in vertriebskanalübergreifende Prozesse und neue Produkte. Ein solches digitales Kundenerlebnis erfüllt für mich folgende Bedingungen: Es ist sexy, sicher, mobil, kontextbasiert, spielerisch, einfach und ermöglicht soziale Interaktion…“, schreibt der Volksbanker. Lesens- und diskussionswert.

Zum Beispiel die Frage “Muss Banking schön sein?” Die Meinung  von Welter:

Es wird bestimmt eine Zielgruppe geben, die diese Frage prompt verneint und einfach einen hohen Wert auf Funktionalität legt. Es wird aber auch immer mehr Nutzer geben, die zunehmend einen großen Wert auf Design legen. Ich selbst zähle mich zur letzteren Gruppe. Nun sind Bankdienstleistungen und Bankprodukte größtenteils immateriell, was es zugegebenermaßen erschwert, diese Produkte „sexy“ zu gestalten. Mit neuen Online-Angeboten oder Apps können Banken allerdings zeigen, ob sie in Sachen Design den Nerv des Kunden treffen. Als Nutzer möchte ich höchste Funktionalität, eine herausragende Usability und  ein tolles Design. Insbesondere im Design fallen die meisten Banking Apps noch deutlich hinter anderen Apps zurück. Für eine “Generation iPhone” muss da noch mehr gehen.

Einer These, der wir uneingeschränkt zustimmen können. Das Gute an dem Blogbeitrag: Er stellt nicht nur die richtigen Fragen, sondern zeigt auch an konkreten Best-Practice-Beispielen aus aller Welt, wie es besser gehen kann. Dieses Whitepaper von Adobe (PDF-Download) macht ebenfalls Vorschläge für ein ansprechenderes Kundenerlebnis im Finanzdienstleistungssektor.