PDF ist 20 Jahre alt geworden — und bekannter als der neue Papst

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Am let­zten Sam­stag war es soweit: Das uni­verselle Dateifor­mat PDF hat seinen 20. Jahrestag gefeiert. Als Adobe am 15. Juni 1993 das Portable Doc­u­ment For­mat (PDF) und die Acro­bat 1.0 Suite vorstellte, stand dahin­ter eine ein­fache Idee: Ein Dateifor­mat, mit dem der Empfänger ein Doku­ment genau so lesen und aus­druck­en kon­nte, wie es der Absender erstellt hat­te. Eine uni­verselle Sprache für den Aus­tausch von Doku­menten, über die Gren­zen von Sys­te­men, Soft­ware-App­lika­tio­nen, Betrieb­ssys­te­men und Geräten hin­weg.

PDF Download kennt fast jeder

Heute ist PDF das meist­genutzte Dateifor­mat der Welt und in Deutsch­land sog­ar bekan­nter als der derzeit amtierende Papst, wie eine aktuelle Umfrage zeigt, die das Mark­t­forschungsin­sti­tut Inno­fact im Auf­trag von Adobe Sys­tems anlässlich des 20. Geburt­stags von Adobe Acro­bat und PDF durchge­führt hat: 94 Prozent aller Befragten ken­nen das plat­tfor­munab­hängige Dateifor­mat für den Aus­tausch elek­tro­n­is­ch­er Doku­mente; der Bekan­ntheits­grad unter den 18- bis 29-Jähri­gen beträgt sog­ar 99 Prozent. Hinge­gen gaben lediglich 23 Prozent aller Befragten an, Jorge Mario Bergoglio zu ken­nen, der unter dem Namen Franziskus kür­zlich zum neuen Papst gewählt wurde.

Das Schweiz­er Fernse­hen nutzte die Umfrageergeb­nisse auch gle­ich zu einem direk­ten Ver­gle­ich der bei­den grossen P:

Für alle, die das Schwyz­erdütsch nicht ver­ste­hen, hier die Überset­zung:

  • Das PDF-Logo ist weiss und rot. Der Papst trägt eine weisse Soutane und schicke rote Schuhe.
  • Ein PDF kann man mit jedem Com­put­er erstellen. Um einen Papst zu erstellen, braucht man Kardinäle.
  • Die meis­ten Doku­mente lassen sich in PDF kon­vertieren. Nur alte weisse Män­ner lassen sich in Papst kon­vertieren. Kon­ver­titen nicht.
  • PDF ist in der zehn­ten Ver­sion des Dateifor­mats. Der Papst ist schon Ver­sion 265.
  • PDF funk­tion­iert auf allen Plat­tfor­men. Der Papst funk­tion­iert nur auf Katho­liken.
  • PDF spricht vierzehn Schriften, wie Hel­veti­ca und Zapf Ding­bats. Der Papst spricht Spanisch, Por­tugiesisch, Ital­ienisch, Franzö­sisch, Deutsch und Latein und ver­ste­ht Alt­griechisch und -hebräisch.
  • Ein PDF kann man ohne Qual­itätsver­lust gröss­er oder klein­er machen. Den Papst kann man nicht ohne Knochen­brüche gröss­er oder klein­er machen.
  • Ein PDF lässt sich mit einem Pass­wort schützen. Der Papst lässt sich von 110 Schweiz­er Gardis­ten schützen.
  • Ein PDF lässt sich leicht per E-Mail ver­schick­en. Den Papst ver­schickt man im Papamo­bil.
  • PDF stürzt kaum ab. Der Papst stolpert öfter.
  • Ein PDF kann man per Knopf­druck löschen. Den Papst löscht nur der Scheff per­sön­lich. Gilt nicht für Bay­ern.
  • PDF hat Bugs. Der Papst ist unfehlbar.

Das PDF-For­mat ist jedoch nicht nur all­ge­mein bekan­nt, son­dern wird im Durch­schnitt auch schon lange inten­siv genutzt: Lediglich ein Drit­tel der Befragten hat nach eige­nen Schätzun­gen aktuell weniger als 25 PDFs auf ihrem Rech­n­er gespe­ichert. Alle anderen gehen von weit mehr PDF-Dateien aus. 47 Prozent schätzten, dass sich zwis­chen 26 und 100 PDF-Dateien auf ihren Sys­te­men befind­en und 13 Prozent geben sog­ar an, dass es mehr als 250 PDFs sind. Nur 27 Prozent der Befragten nutzen PDFs seit weniger als fünf Jahren, zwei Drit­tel hinge­gen set­zen das Dateifor­mat bere­its seit mehr als fünf Jahren ein. Und sieben Prozent sind schon länger als 15 Jahre PDF-Nutzer.

Format mit vielen unbekannten Möglichkeiten

Was sind die wichtig­sten Gründe, warum Anwen­der so gerne PDFs ein­set­zen? „Weil die Dateien klein­er sind und sich somit bess­er per Mail versenden lassen“ (56 Prozent), „Weil es beim Öffnen keine Prob­leme mit älteren oder neueren Ver­sio­nen gibt“ (54 Prozent), „Weil andere den Inhalt des Doku­ments nicht mehr verän­dern kön­nen“ (53 Prozent) und „Weil ich ver­schiedene Doku­mente ein­heitlich zusam­men­führen kann“ (42 Prozent). Eben­falls 42 Prozent der Befragten nen­nen zudem die Beibehal­tung der For­matierung als Grund dafür, warum sie PDFs nutzen.

Auch wenn PDF von vie­len Anwen­dern schon lange und inten­siv einge­set­zt wird, ist den meis­ten Nutzern nicht bekan­nt, welche Möglichkeit­en das For­mat in Kom­bi­na­tion mit Adobe Acro­bat heute bietet. 60 Prozent der Befragten wis­sen, dass PDF-For­mu­la­re elek­tro­n­isch aus­ge­füllt wer­den kön­nen. Lediglich der Hälfte (51 Prozent) ist bekan­nt, das ein PDF-Port­fo­lio auch Doku­mente im Word-For­mat und Bilder enthal­ten kann. Die Möglichkeit, ein PDF-Doku­ment zurück in das ursprüngliche Word-, Excel oder Pow­er­Point-For­mat zu exportieren, ken­nen 45 Prozent.

Nur 32 Prozent wis­sen allerd­ings, dass sich Texte in einem PDF verän­dern lassen und nur jedem Vierten (26 Prozent) ist die Möglichkeit bewusst, Videos in einem PDF einzu­bet­ten. „Einige verbinden mit PDF lediglich ‚Guck­en und druck­en’, dabei ist auf Basis von Acro­bat längst weit mehr möglich“, so Ulrich Iser­mey­er, Senior Busi­ness Devel­op­ment Man­ag­er Acro­bat bei Adobe Sys­tems. „Wir freuen uns über die große Beliebtheit von PDF speziell bei jün­geren Anwen­dern und wer­den weit­er daran arbeit­en, den Nutzern auch die vielfach noch unbekan­nten und ungenutzten Poten­ziale des For­mats näherzubrin­gen.“

Zwar gibt es heute zahlre­iche unter­schiedliche Pro­gramme, mit denen PDF-Doku­mente erstellt wer­den kön­nen, bei der Frage nach der besten PDF-Soft­ware liegt das Orig­i­nal aber ein­deutig vorne: 72 Prozent der Befragten nen­nen Adobe Acro­bat, 20 Prozent bevorzu­gen Microsoft Word und lediglich 8 Prozent sind von anderen Lösun­gen am meis­ten überzeugt. Fast die Hälfte (42 Prozent) der 1.032 Befragten weiß zudem, dass PDF das am meis­ten im Inter­net ver­bre­it­ete Dateifor­mat ist. 36 Prozent ver­muten das Bild­for­mat JPEG, 14 Prozent gehen davon aus, dass Word-Doku­mente vorne liegen.

Industriestandard für effiziente Workflows

Das PDF wurde im Juni 1993 von Adobe einge­führt und zunächst primär in Unternehmen genutzt. Damals diente es dem reinen Aus­tausch elek­tro­n­is­ch­er Doku­mente, über die Gren­zen unter­schiedlich­er Betrieb­ssys­teme und Plat­tfor­men hin­weg. Zwanzig Jahre nach der Mark­te­in­führung sind PDF und Acro­bat nicht nur ein indus­trieweit­er Stan­dard für den Aus­tausch elek­tro­n­is­ch­er Doku­mente, son­dern bieten ein bre­ites Spek­trum an Bear­beitungs­funk­tio­nen, die weltweit von Pri­vat­per­so­n­en sowie in Unternehmen und Behör­den einge­set­zt wer­den. Dazu gehören die effiziente Zusam­me­nar­beit an Pro­jek­ten, die ein­fache Erfas­sung von Dat­en sowie deren sicheren Aus­tausch über unter­schiedliche Geräte und Orte hin­weg.

Im Jahr 2008 wurde PDF als ISO Stan­dard (ISO 32000) anerkan­nt, der längst nicht mehr nur von Adobe, son­dern von vie­len Fir­men weit­er­en­twick­elt wird. Hinzu kom­men weit­ere PDF-Stan­dards wie PDF/X für die Druck­vorstufe, PDF/A für Langzeitarchivierung, PDF/E für Date­naus­tausch im Engi­neer­ing-Bere­ich (auch mit 3D PDF-Mod­ellen), PDF/UA für Bar­ri­ere­frei­heit und PDF/VT für Vari­ablen Transak­tions­druck im hochvo­lu­mi­gen Bere­ich.

Umfan­gre­iche Infor­ma­tio­nen zu Acro­bat und PDF sind unter www.adobe.com/de/products/acrobat.html sowie unter www.acrobatusers.de/ abruf­bar. Einen Überblick zur Entwick­lung von Acro­bat und PDF liefert auch die Online-Show „Eine Zeitreise: 20 Jahre Acro­bat – Von den Anfän­gen bis zum Super­con­tain­er für jede Anwen­dung“, die am 25. Juni um 16.00 Uhr startet. Eine Anmel­dung ist unter http://www.adobe.com/de/event/acrobatshow.html möglich. Am 8. Juli 2013 begin­nt auf der Adobe Face­book­seite www.facebook.com/AdobeDACH ein Gewinn­spiel.

Und hier die Ergeb­nisse der Umfrage noch ein­mal als Info­grafik:

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Posted on 17-06-2013


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