#AdobeChatDE Recap: Künstliche Intelligenz und die Zukunft des Marketings

Digital MarketingTechnologie

Die Kün­stliche Intel­li­genz gehörte sich­er zu den wichtig­sten The­men der dmex­co 2017 und wurde in vie­len Gesprächen und Vorträ­gen disku­tiert. Zwar gibt es KI schon seit vie­len Jahren, doch erst die bre­ite Ver­füg­barkeit hoch­per­for­man­ter Rech­n­er und die gestiegene Nach­frage nach intel­li­gen­ten Lösun­gen für die Nutzung von Big Data macht­en KI zu ein­er Schlüs­sel­tech­nolo­gie – auch oder ger­ade für das Mar­ket­ing. Grund genug für Adobe, das The­ma per Twit­ter Chat zu disku­tieren.

Hin­ter­gründe zum Twit­ter Chat

Ein Twit­ter Chat ist eine mod­erne Kom­mu­nika­tions­form, bei der ein The­ma zu ein­er definierten Zeit öffentlich und live auf der Microblog­ging-Plat­tform Twit­ter disku­tiert wird. Die dmex­co als Tre­ff­punkt der Dig­i­tal­branche bietet einen per­fek­ten Kon­text und eine gute Möglichkeit, Kom­mu­nika­tion­sex­perten aus ver­schiede­nen Bere­ichen an einen Tisch zu holen. Zum The­ma „Kün­stliche Intel­li­genz und die Zukun­ft des Mar­ket­ings“ hat Adobe in diesem Jahr Heike Scholz (@mobilezeitgeist), Robert Weller (@toushenne), Marinela Potor (@basicthinking) und Johannes Ceh (@johannesceh) ein­ge­laden. Außer­dem war von Adobe auch noch Timo Kohlberg (@t_kohlberg) dabei.

Für alle, die den Twit­ter Chat ver­passt haben, fassen wir hier die Fra­gen und die wichtig­sten Antworten zusam­men.

Fragen & Antworten

Frage 1: Was ver­ste­ht ihr unter kün­stlich­er Intel­li­genz?

Kün­stliche Intel­li­genz hat also schein­bar einen direk­ten Bezug zum Men­schen und kann ihn erweit­ern oder ihn sog­ar schla­gen. Dabei gibt es genü­gend Anwen­dungs­beispiele, bei denen KI etwas leis­tet, was Men­schen in der Form nicht kön­nten. Die vie­len Algo­rith­men zum Beispiel, die wir von Google oder Face­book ken­nen.

Frage 2: In welch­er Form seid ihr mit KI erst­ma­lig in Kon­takt gekom­men?

Der Erstkon­takt wird häu­fig gar nicht bemerkt, schließlich ste­ht nicht überall „KI Inside“ drauf, wo KI drin­steckt. Das wird sich auch in Zukun­ft nicht ändern. Auch wenn wir bei dem The­ma gerne von den großen Zukun­ftsvi­sio­nen sprechen, wird es viele kleine Anwen­dungs­bere­iche geben, die weniger spek­takulär, aber eben­so nüt­zlich sind.

Frage 3: Welche Indus­trie wird KI am stärk­sten bee­in­flussen?

Arti­fi­cial Intel­li­gence ist dem­nach kein Branchen-Phänomen, son­dern eine neue Tech­nolo­gie-Ebene, die im Laufe der Zeit in allen Branchen zu find­en sein wird. Möglich macht das die Dig­i­tale Trans­for­ma­tion, die eben­falls branchenüber­greifende Verän­derun­gen in Gang set­zt.

Frage 4: Wie wer­den Mar­keter Dat­en dank KI kün­ftig ein­set­zen?

Die Ein­satzmöglichkeit­en scheinen beina­he gren­zen­los zu sein, wenn die Daten­men­gen groß genug sind. Ein ler­nen­der Chat­bot wird aber nur dann immer bess­er, wenn er aus möglichst vie­len Kon­ver­sa­tio­nen ler­nen kann.

Frage 5: Wie bee­in­flussen KI & maschinelles Ler­nen das Marken­er­leb­nis pos­i­tiv?

Chat­bots polar­isieren noch. Sie besitzen zwar großes Poten­zial, müssen dieses aber auch max­i­mal abrufen. Reine Daten­bank­abfra­gen besitzen nicht mehr Charme als ein Tele­fon-Automat und kön­nen das Nutzer­erleb­nis sog­ar ver­schlechtern. Marken soll­ten bei der Kun­denkom­mu­nika­tion einen sehr hohen Anspruch haben.

Frage 6: Wie verän­dert Tech­nolo­gie die Kun­den­beziehung?

Auch hier zeigt sich: Das Poten­zial ist groß, sollte von den Unternehmen aber sin­nvoll einge­set­zt wer­den. Der Nutzen darf nicht nur beim Unternehmen liegen, denn es geht um eine sehr wertvolle Beziehung – die zum Kun­den.

Frage 7: Wie wird sich Per­son­al­isierung in Zukun­ft entwick­eln?

Per­son­al­isierung bedeutet in Zukun­ft nicht mehr die Aus­rich­tung auf Ziel­grup­pen, son­dern auf einzelne Per­so­n­en. Zu den Inhal­ten gehören aber nicht nur Wer­beanzeigen, son­dern auch Tex­tin­halte, Ange­bote und sog­ar die Nav­i­ga­tion ein­er Web­site. Das alles wird in Echtzeit per­son­al­isiert.

Frage 8: Wie verän­dern VR und AR das Kun­den­er­leb­nis?

Vir­tu­al & Aug­ment­ed Real­i­ty erweit­ern buch­stäblich das Kun­den­er­leb­nis um eine zusät­zliche Ebene. Eine inter­es­sante Möglichkeit ist dabei unter anderem die Verbindung von dig­i­tal und offline. Eine Chance, die der krisel­nde Sta­tionärhan­del nutzen kön­nte.

Frage 9: Welche Rolle spielt in Zukun­ft der Mar­keter?

Für den Mar­keter bedeutet der Ein­satz von KI ein­er­seits ein großer Erken­nt­nis­gewinn, da große Daten­men­gen erst­mals sin­nvoll aus­gew­ertet kön­nen. Ander­seits kön­nen sie sich auch wieder auf ihre Kreativ­ität zurückbesin­nen, für die sie wieder mehr Zeit bekom­men.

Faz­it: KI wird das Mar­ket­ing kom­plett verän­dern

Das Poten­zial von Kün­stlich­er Intel­li­genz im Mar­ket­ing ist gigan­tisch. Richtig einge­set­zt kann KI die Dis­tanz zwis­chen den Unternehmen und ihren Kun­den so sehr reduzieren, dass wertvolle Beziehun­gen entste­hen. Aus dem unbekan­nten Ele­ment ein­er nur grob definierten Masse, wird der Kunde zu einem Indi­vidu­um mit klaren Erwartun­gen, Inter­essen und Bedürfnis­sen. Dafür ist es von großer Wichtigkeit, dass KI-Tech­nolo­gien max­i­mal trans­par­ent einge­set­zt wer­den und für bei­de Seit­en einen Nutzen gener­ieren. Gelingt das, wird das Mar­ket­ing von mor­gen nichts mehr mit dem Stochern im Nebel der Ver­gan­gen­heit gemein­sam haben und damit seinen Anteil am Unternehmenser­folg sig­nifikant steigern.

Alle Fra­gen und Antworten kön­nt ihr euch noch ein­mal in unserem Twit­ter Moment anse­hen:

Ein ganz beson­der­er Recap kommt von Stephanie Kowal­s­ki (Online PR Guide). Sie hat den Twit­ter Chat in Sketch­notes zusam­menge­fasst:


Digital Marketing, Technologie
Falk Hedemann

Posted on 09-18-2017


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