Studien: Data Driven Marketing auf dem Vormarsch

Digital Marketing

Gle­ich mit zwei Stu­di­en zum The­ma „Data Dri­ven Mar­ket­ing“ haben die Mark­t­forsch­er von Forbes Insights in den let­zten Tagen auf sich aufmerk­sam gemacht. Laut der einen Unter­suchung erre­ichen 74 Prozent der Wer­be­treiben­den, die überwiegend eine datengestützte Tak­tik nutzen, Wet­tbe­werb­svorteile bei der Kun­den­bindung, ver­glichen mit 24 Prozent der Wer­be­treiben­den mit wenig oder keinen datengestützten Ansätzen.

Und in der anderen Studie geben 90 Prozent der befragten Mar­ket­ingver­ant­wortlichen an, dass „die Indi­vid­u­al­isierung des Mar­ket­ings zu ihren Pri­or­itäten“ gehört. Sie wollen nicht mehr nur eine Seg­men­tierung, son­dern eine wirk­liche Eins-zu-Eins-Per­son­al­isierung in Echtzeit umset­zen.

Der erste Bericht „Data Dri­ven and Dig­i­tal­ly Savvy: The Rise of the New Mar­ket­ing Orga­ni­za­tion“ basiert auf der weltweit­en Befra­gung von über 300 Führungskräften und kommt zum Schluss, dass datenges­teuertes Mar­ket­ing entschei­dend ist für den Erfolg in ein­er wet­tbe­werb­sin­ten­siv­en glob­alen Wirtschaft.

Das Ergeb­nis: Fast die Hälfte der Wer­be­treiben­den ist allerd­ings überzeugt, mit den eige­nen Bemühun­gen nicht recht voranzukom­men oder dass isolierte Bere­iche — Silos — im Unternehmen die Erfas­sung und Nutzung des Daten­schatzes erschw­eren. Dabei ist ger­ade die Nutzung von Dat­en aus dem gesamten Unternehmen entschei­dend für den Erfolg, der im datenges­teuerten Mar­ket­ing liegt.

Wer­be­treibende, die darauf set­zen, erzie­len im Ver­gle­ich zu Mit­be­wer­bern über sechs Mal häu­figer einen Vorteil hin­sichtlich der Rentabil­ität (45 Prozent) und erhöhen drei Mal häu­figer den Umsatz als Kol­le­gen, die keine Dat­en nutzen. So kon­nten 55 Prozent der Wer­be­treiben­den, die in ihrer Kam­pagne Dat­en nutzten, ihren Umsatz deut­lich steigern – im Ver­gle­ich zu 20 Prozent der­jeni­gen, die kein datenges­teuertes Mar­ket­ing nutzen.

Die zweite Studie „Glob­al Data-Dri­ven Mar­ket­ing Sur­vey 2015” kommt zu ähnlichen Erken­nt­nis­sen. Befragt wur­den hier­für 1.506 Mar­ketin­gentschei­der in Unternehmen in allen Regio­nen und Branchen. Danach hal­ten neun von zehn Umfrageteil­nehmer indi­vid­u­al­isiertes Mar­ket­ing als wichtig. Den­noch nutzen nur die Hälfte ihre vorhan­de­nen Dat­en, um Nachricht­en und Ange­bote zu per­son­al­isieren.

Weit­ere Ergeb­nisse:

  • Schnellere und bessere Entschei­dun­gen sehen nahezu zwei Drit­tel der Befragten als wichti­gen Vorteil der Daten­nutzung an.
  • 38 Prozent sehen ihre größte Her­aus­forderung darin, sich in den Bere­ichen Kun­dengewin­nung und Kun­den­bindung zu verbessern.
  • Die zweit­größte Her­aus­forderung ist der Nach­weis, dass sie die Unternehmen­sziele unter­stützen (29 Prozent), gefol­gt von der Ein­hal­tung der Com­pli­ance-Vorschriften (26 Prozent).
  • In den ver­gan­genen 18 Monat­en hat sich der Ein­satz von daten­basiertem Mar­ket­ing ver­dop­pelt. 78 Prozent der Befragten nutzen jet­zt sys­tem­a­tisch ihre Dat­en, während es 2013 erst 36 Prozent waren.
  • Daten­basiertes Mar­ket­ing wird als das zen­trale Mit­tel ange­se­hen, mit dem sich indi­vidu­elle Ein­blicke gewin­nen lassen, und es gibt einen hohen Bedarf an inte­gri­erten Mar­ket­ing­plat­tfor­men.
  • Doch über 80 Prozent sagen, dass die Silos im Mar­ket­ing sie daran hin­dern, Kampagnen­ergebnisse über ver­schiedene Kanäle hin­weg zu analysieren.
  • 43 Prozent der Mar­keters geben an, dass sie nun für die Kun­den­dat­en ihres Unternehmens ver­ant­wortlich sind (gegenüber 34 Prozent im Jahr 2013). Eine überwälti­gende Mehrheit (83 Prozent) ver­wen­det einen Omni-Chan­nel-Ansatz, um ihre Kun­den zu erre­ichen.
  • 84 Prozent sind der Mei­n­ung, dass eine strate­gis­che Part­ner­schaft zwis­chen Mar­ket­ing und IT entschei­dend ist.
  • 92 Prozent sind der Mei­n­ung, dass die teamüber­greifende Inte­gra­tion von Dat­en den Kun­denser­vice verbessern kann.

Digital Marketing
Adobe DACH

Posted on 02-12-2015


Join the discussion