Multi-Channel für den Einzelhandel: Magento kündigt PWA Studio an

Mobile Marketing

Das Smart­phone ist heute die trans­for­ma­tivste Kraft im Einzel­han­del, soviel ste­ht fest. Nicht zulet­zt während des Wei­h­nachts­geschäfts 2018 wurde dieser Trend ein­mal mehr deut­lich. Laut „Adobe Hol­i­day Retail Sur­vey 2018“ schnellt die mobile Nutzung in die Höhe, mehr als die Hälfte (51,4 Prozent) des Daten­verkehrs geht von Smart­phones aus. Der Wer­mut­stropfen: Der Anteil von Mobil­geräten am Umsatz beträgt nur 31 Prozent. Für Einzel­händler heißt das: Die Kon­ver­sion­srate muss verbessert wer­den. Dafür ist ein opti­males Kun­den­er­leb­nis über alle Kanäle hin­weg Pflicht.

Wir freuen uns deshalb, mit Pro­gres­sive Web Appli­ca­tions (PWA) eine Suite von Tools zu veröf­fentlichen, die den Auf­bau von App-ähn­lichen Online Shops ermöglicht. Händler kön­nen so ihre Con­ver­sions im Mobil­bere­ich erhöhen und hoch­per­son­al­isierte Cross-Chan­nel-Erleb­nisse anbi­eten. Die neusten Inno­va­tio­nen der Adobe Expe­ri­ence Cloud ermöglichen Einzel­händlern außer­dem ein erfol­gre­ich­es Cus­tomer Expe­ri­ence Man­age­ment (CXM) sowohl Online als auch im sta­tionären Han­del.

In der mobilen Weben­twick­lung bedeuten PWAs einen entschei­den­den Fortschritt, ver­gle­ich­bar mit dem Übergang von kon­ven­tionellen Desk­top­seit­en hin zum respon­sive Web­de­sign vor fünf Jahren. Durch PWAs ver­schwim­men die Gren­zen zwis­chen App und mobil­er Web­site: Mit offe­nen Web APIs lässt sich ein Front-End auf­bauen, mit dem App-ähn­liche Designs direkt in den Brows­er imple­men­tiert wer­den kön­nen. Diese sind schnell, bieten ein hohes Engage­ment, steigern die Con­ver­sions und ver­längern das In-Store Erleb­nis naht­los ins Web.

PWAs lösen viele Herausforderungen für Einzelhändler

Gut gemachte Apps bieten eine naht­lose Expe­ri­ence, die das Shop­pinger­leb­nis am Desk­top bei weit­em übertrifft (gute Beispiele sind Apple oder Ama­zon). Das Prob­lem: Smart­phone Apps sind nicht nur teuer in der Entwick­lung und Pflege. Die wenig­sten Kun­den wollen eine App herun­terzu­laden, die sie nicht regelmäßig benutzen. Laut For­rester kön­nen die meis­ten Marken nicht ein­mal 10 Prozent ihrer Kun­den für den Down­load ihrer App gewin­nen. Mobile Web­sites sind deshalb die Haup­tan­lauf­stelle für Kun­den.

Hier spie­len PWAs ihre Stärken aus: Sie liefern ein schnelles und flüs­siges „App-Gefühl“ direkt im mobilen Brows­er. Einzel­händler kön­nen so mehrere Fliegen mit ein­er Klappe schla­gen:

  • Schnelleres Sur­fen: PWAs ermöglichen schnellere Inter­ak­tio­nen, Seit­en­wech­sel und flüs­sigeres Scrollen, da die Expe­ri­ence pro­gres­siv aufge­baut ist und die Seit­en nicht jedes Mal neu laden müssen. Das lohnt sich: Ein­er der Ear­ly Adopters, AliEx­press, kon­nte seine Con­ver­sion Rates um 100 Prozent steigern, seit der Händler auf PWAs set­zt. Einen Richtwert für die eigene PWA Per­for­mance lässt sich mit dem Test­tool Light­house von Google ermit­teln.
  • Instant „App“ Grat­i­fi­ca­tion: PWAs kön­nen direkt im Brows­er genutzt wer­den – ohne zuvor eine App herun­terzu­laden und instal­lieren zu müssen.
  • Push Benachrich­ti­gun­gen: Span­nend für Online Mar­keter ist die Möglichkeit, Push Benachrich­ti­gun­gen (für Android Geräte) direkt im Brows­er zu imple­men­tieren. Ein ein­fach­er Opt-in mit einem Klick ermöglicht so eine pass­ge­naue, per­son­al­isierte Ansprache in Echtzeit – direkt von der PWA Site.
  • Schnelles Re-Engage­ment: Genau wie eine App lässt sich eine PWA direkt auf dem Start­bild­schirm spe­ich­ern (für Android Geräte). So kann man schnell wieder auf die Anwen­dung zugreifen, ohne erneut den Brows­er öffnen und eine URL ein­tip­pen zu müssen. Auch der Voll­bild­modus der PWAs trägt zum echt­en App-Gefühl bei: Die Adresszeile des Browsers oben und die Nav­i­ga­tion­sleiste am unteren Bild­schirm­rand ver­schwinden.

Das Bewusst­sein für PWAs wächst, ihr Nutzen reicht weit über das Smart­phone hin­aus. Neben Push Benachrich­ti­gun­gen lässt sich auch die Stan­dortabfrage in die Architek­tur der Web­site ein­bet­ten. Marken kön­nen so per­son­al­isierte Cross-Chan­nel Expe­ri­ences genau zum richti­gen Zeit­punkt anbi­eten – zu einem Bruchteil der Kosten ein­er App. Auch der sta­tionäre Han­del prof­i­tiert von in die PWA inte­gri­erten Aktio­nen: Bar­codes an Regalen etwa kön­nen mit der Smart­phonekam­era einges­can­nt und direkt mit inte­gri­erten Bezahlser­vices wie Google oder Apple Pay bezahlt wer­den – für eine schnelle und unmit­tel­bar über den Web­brows­er ver­füg­bare Mobile Expe­ri­ence mit der eige­nen Marke.

Auch für Mitar­beit­er im Einzel­han­del eröff­nen PWAs völ­lig neue Möglichkeit­en. Kun­den erwarten von ihnen, dass sie stets über alle online ver­füg­baren Pro­duk­te informiert sind – logis­tisch ist das eine echte Her­aus­forderung. Zukün­ftig haben PWAs das Poten­zial, alte POS-Sys­teme und Han­delspart­ner­plat­tfor­men zu erset­zen. Mitar­beit­er kön­nen Pro­duk­te schnell, effizient und kostengün­stig in der Fil­iale oder online für den Kun­den find­en und den Verkauf direkt auf ihrem Smart­phone für sich ver­buchen. Kun­den prof­i­tieren von Self-Check­out Ser­vices und Retouren direkt im Geschäft.

Von erhöhtem Kun­den- und Fil­ial-Engage­ment, höheren Con­ver­sion Rates bis hin zu gerin­geren Entwick­lungskosten: PWAs bieten noch jede Menge Möglichkeit­en für Händler.


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Adobe DACH

Posted on 01-16-2019


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