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Mobile Working unter der Sonne Thailands

Einfach besser arbeiten – aber wie? Die Blogserie „Make it New Work!“ dreht sich rund um verbesserte Workflows in einem intelligenten, technologiegestützten Arbeitsumfeld. Wie unterschiedlich Arbeitskonzepte aussehen können zeigt dieser Teil der Serie und führt auf die thailändische Insel Koh Phangan. Dort arbeiten derzeit Tobias Meyer und Marcel Gorgolewski vom Reiseblog „Home is where your Bag is“. Sie erzählen uns, wie sie „Mobile Working“ für sich umgesetzt haben und unterwegs online an ihrem Blog arbeiten und weshalb PDF ihr bester Freund bei der Erstellung ihrer Reiseführer wurde.

Ortsunabhängiges Arbeiten – Urlaub und ein bisschen bloggen nebenbei?

Vor unserer ersten Langzeitreise 2013 kam uns die Idee, selbst zu bloggen, um Freunde und Familie an unserer Reise teilhaben zu lassen. Einen Blog als Beruf? Der Gedanke nahm erst Gestalt an, als unsere Leserschaft stark wuchs und wir bemerkten, wie gefragt Berichte mit authentischen Erfahrungen sind.

Immer wieder sagen uns Leute, dass wir einen schönen Job mit viel Urlaub haben, im Paradies leben, am Strand entspannen und nur wenig arbeiten. Das typische Klischee eben. Dabei kann sich kaum einer vorstellen, wie viel Arbeit ein Blog tatsächlich birgt, quasi ein Dutzend Berufe in einem. Die meisten Aufgaben des eigentlichen Bloggens erledigen wir online, doch gerade bei einem Reiseblog gehört auch viel Recherche vor Ort dazu. Ohne neues Material, keine neuen Artikel. Fotos und Videos müssen erstellt, dann gesichtet und ausgewählt werden. Die Bildbearbeitung mit Adobe Photoshop CC oder Lightroom CC ist dabei ein sehr wichtiger Teil für uns.

Das Schreiben der Artikel ist natürlich die Hauptaufgabe. Nachrecherche, Korrekturlesen und eine SEO-Optimierung gehören ebenfalls dazu. Nach der Veröffentlichung auf dem Blog kommt schließlich der Social Media Manager in uns hervor und die Artikel werden geteilt und promotet. Danach wollen Kommentare und unzählige Mails von Lesern beantwortet werden. Es gibt immer etwas zu tun, die Vierzig-Stunden-Woche ist für uns ein Mythos.

Das Schöne hierbei ist jedoch, dass wir den Großteil dieser Aufgaben von überall auf der Welt aus erledigen können: im Reisebus, am Flughafen, bei unseren Eltern in Deutschland, im Co-Working Space, im Café und – hier wird das Klischee ganz selten auch mal wahr – auf der Terrasse direkt am Strand. Eine entscheidende Rolle spielt natürlich eine gute Internet-Leitung. Das ist in vielen Ländern Südostasiens leider noch etwas schwierig.

Zum mobilen Arbeiten von unterwegs gehört natürlich auch unser gesamtes technisches Equipment, das wir immer dabei haben. Ohne Laptop, Kameras, Drohne, externe Festplatte mit allen Daten etc. geht gar nichts. Im Laufe der Jahre haben wir auch gelernt, wie wir die Anzahl anderer Gepäckstücke minimieren können. Unsere digitalen Dokumente, Fotos und sonstige wichtige Daten sind zusätzlich in einer Cloud gesichert, denn es kann immer mal passieren, dass die Festplatte beschädigt wird oder sogar der Rucksack verloren geht. Ein totaler Datenverlust würde für uns fast das Aus bedeuten.

Mit PDF und Adobe InDesign zum ersten Reise-E-Book

Unser allererstes E-Book „Same Way But Different – der Routenguide für deine Reise nach Thailand“ war etwas ganz Besonderes. Wir haben Monate an Arbeit hineingesteckt und selbst erfahren, was es bedeutet, ein Buch mit fast 200 Seiten zu kreieren. Neben der monströsen Recherche ist natürlich der Satz die zweite große Hürde, bevor ein Buch oder E-Book an den Start gehen kann.

Wir haben dabei bewusst auf ein epub-Format verzichtet und unser E-Book von Vornherein nur als PDF konzipiert. Das PDF-Format bietet viele Vorteile und Möglichkeiten zur Interaktion: DRM Kopierschutz, Lesezeichen, Hyperlinks, Notizen, Inhaltsverzeichnis u. v. m. Ein PDF lässt sich heutzutage fast auf jedem Gerät problemlos öffnen. Wir wollten außerdem ein schönes, Foto-lastiges Produkt, das nicht nur gute Infos liefert, sondern eben auch ansprechend aussieht. Mit dem PDF hatten wir alle Freiheiten in Sachen Layout und Design, was bei Reiseführern eine wichtige Rolle spielt, damit sie übersichtlich bleiben. Vor allem der Designer in Marcel wollte nicht eingeschränkt sein. Erstellt haben wir alle unsere E-Books mit Adobe InDesign, die Karten sind mit Illustrator entstanden.

Zusammenarbeit über Grenzen hinweg

Was für uns auch ein Vorteil ist: Wenn wir mal getrennt sind, können wir uns gegenseitig per Adobe Acrobat DC PDF-Kommentare schreiben und Markierungen setzen, um beispielsweise eine Änderung vorzunehmen. Besonders bei Buch-Updates ist das eine sehr praktische Funktion, die wir gerne nutzen. Das PDF-Format lässt sich selbst bei einem E-Book mit fast 300 Seiten (und fast genauso vielen Bildern) so gut komprimieren, dass wir es in wenigen Minuten in unsere Cloud laden können. Dieser Austausch funktioniert unheimlich gut, was uns einen effektiven Workflow ermöglicht.

Nach der Veröffentlichung waren wir überrascht, wie gut sich unser erstes digitales Produkt verkaufen konnte. Die unzähligen Monate an Arbeit waren also nicht umsonst. Das motivierte uns, in Zukunft noch weitere E-Books heraus zu bringen.So kam für uns die nächste Herausforderung. Da Marcel gelernter Mediengestalter im Bereich Print ist und jahrelange Berufserfahrung hat, haben wir im Laufe der Jahre alle unsere E-Books auch in printfähige Versionen umgewandelt, was mit Hilfe von InDesign und Acrobat bestens funktionierte. Später ließen wir sie in kleineren, später auch in größeren Auflagen drucken.

Mittlerweile sind sowohl Bücher als auch E-Books unsere größte Einnahmequelle und ermöglichen uns, unser Online-Business von jeder Ecke der Welt aus zu führen. Wir freuen uns sehr darüber und werden auch in den nächsten Jahren weiterhin motiviert unsere Reiseführer für Südostasien herausbringen. Irgendwann kamen, für uns etwas überraschend, die ersten Anfragen, ob es die E-Books auch als gedruckte Version gäbe. Anders gesagt, als richtiges Buch! In einer digitalen Welt ist die Nachfrage an gedruckten Büchern doch größer, als man denkt. Die Haptik eines Buches kann eben niemals durch ein Tablet, Kindle oder Monitor ersetzt werden.

Ihr wollt noch mehr Information rund ums Thema New Work? Erfahrt, wie Carsten Knobloch von Caschys Blog seinen Weg zum papierlosen Büro beschritt. Und Anna Volquardsen nimmt euch mit in ihren Arbeitsalltag im dezentralen Team.

Über die Autoren
Tobias Meyer und Marcel Gorgolewski führen den Reiseblog „Home is where your Bag is“ seit 2013. Der Schwerpunkt liegt im Bereich Südostasien, wobei die beiden regelmäßig auch andere Länder bereisen. Mittlerweile ist die wunderschöne thailändische Insel Koh Phangan zu ihrer Homebase geworden, wo sie den Großteil des Jahres verbringen. Von dort arbeiten sie online am Blog oder an neuen Reiseführern, wenn sie nicht gerade unterwegs auf Reisen sind.
Adobe Acrobat DC

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