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November 26, 2018 /Adobe Acrobat DC /

Sprachsteuerung und PDF? Ein Forschungsprojekt.

Die Adobe Sommerpraktikanten Monsi Magal, Student an der San Jose State, und Cedrick Ilo, Student an der Virginia Tech, arbeiteten mit den Adobe Acrobat-Entwicklern Russ Doi und Eddie An an einem experimentellen Prototyp namens PDF Audible, der Sprachtechnologien und PDF kombiniert, um digitale Dokumente besser zugänglich zu machen. In unserem Interview mit Cedrick, Monsi und Russ haben wir sie nach diesem besonderen Projekt und ihrem Praktikum befragt.

Kurz gesagt, was ist PDF Audible?

Cedrick: PDF Audible vereint die Funktionen von Adobe Document Cloud mit der Sprachtechnologie, die viele Menschen zu Hause über Sprachassistenten, wie z.B.  Alexa, Siri und Cortana nutzen.

Monsi: Du beginnst ein Dokument zu scannen – vielleicht ist es ein Rezept, eine Anleitung oder eine Seite aus einem Buch – und Adobe Scan wandelt diesen Scan in ein PDF um. Das Tool führt dann eine OCR (Optical Character Recognition) auf dem gescannten Dokument durch und lädt es automatisch in Adobe Document Cloud hoch. Die OCR wandelt den gedruckten in einen digitalen Text um, der direkt ausgewählt, kopiert oder kommentiert werden kann. Wir haben nun einen Sprachassistenten, in diesem Fall einen Amazon Echo Dot, mit Adobe Document Cloud synchronisiert, sodass du deine dort abgelegten Dateien mit deiner Stimme verwalten, lesen und überprüfen kannst.

Cedrick: Ich denke, viele Menschen benutzen Amazon Alexa, Google Home und Siri aus Spaß, aber PDF Audible eröffnet neue Möglichkeiten.

 

Woher kam die Inspiration zu diesem Projekt?

Russ: Im letzten Jahr beim Adobe TechSummit war ich mit Andres Gonzalez, einem Acrobat-Informatiker, der sehbehindert ist, beim Launch. Er und ich hatten ein tolles Gespräch über Barrierefreiheit und insbesondere die visuelle Herausforderung in Adobe Acrobat DC. Das Gespräch ging mir nicht aus dem Kopf und schlussendlich konnten unsere Praktikanten Cedrick und Monsi, den ganzen Sommer über an dieser Idee arbeiten.

Cedrick: Andres war mit uns an dem Prototyp beteiligt und gab uns Feedback und Ideen, wie PDF Audible für Menschen mit Sehbehinderung, wie ihn, funktionieren könnte.

 

Erzählt uns von dem Prozess hinter der Entwicklung von PDF Audible. Wie sah eine Woche bei euch aus? Mit wem habt ihr sonst noch gearbeitet?

Monsi: Das Projekt dauerte den ganzen Sommer, also 12 Wochen. Wir haben eine so genannte “agile” Methodik übernommen, bei der zweiwöchige Sprints durchgeführt wurden, um an Elementen unseres Projekts zu arbeiten. Alle zwei Wochen demonstrierten wir den anderen Praktikanten und den Ingenieuren unsere Fortschritte. Außerdem haben wir jeden Tag unsere Mentoren getroffen!

Cedrick: Wir haben sehr viel gelernt! Zum Beispiel wussten wir beide nicht viel über die Plattform, mit der wir diesen Prototyp entwickelten haben. Damit haben wir uns in der ersten Woche beschäftigt. Die Woche danach lernten wir Alexa kennen, die Technologie zum Datenaustausch, und bauten dann alles zusammen. Es war definitiv eine Lernkurve.

Großartig war auch die Bindung zu den anderen Praktikanten, nicht nur in Bezug auf das, woran wir gearbeitet haben, sondern auch innerhalb der Praktikumskultur bei Adobe. Alle haben ineinander investiert, und es ist nicht nur ein “Hallo” jeden Tag. Wir nannten Jeff, einen der anderen Praktikanten, mit denen wir zusammengearbeitet haben, “Geriatrie-Praktikant”, wegen all der Erfahrungen, die er hier bei Adobe gemacht hatte. Er war einfach gut in allem, von seinen Aufgaben als unser Mentor über die Zusammenarbeit mit dem Ingenieurteam bis hin zur Suche nach einem Konferenzraum. Und er hatte nur ein Jahr mehr Erfahrung als wir! (lacht)

Was waren die großen Herausforderungen bei der Entwicklung eines Prototyps, wie PDF Audible?

Monsi: Das war mein erstes Praktikum, also lernte ich viele neue Dinge, wie die Arbeit in einem Team. Dinge wie Standup-Meetings und Sprintsitzungen waren mir vorher gänzlich unbekannt, aber ich schätzte, die Aktivitäten kennenzulernen, welche mich nach dem Studium in der “Arbeitswelt” erwarten würden.

Cedrick: Die größte Herausforderung für mich war die Kommunikation meiner Ideen. Ich verstehe die Besonderheiten der Technologie, an der ich arbeite, aber es ist nicht immer einfach, das den anderen Menschen in der Organisation mitzuteilen, insbesondere, wenn sie keine Ingenieure beziehungsweise nicht so tief in der Materie sind. Ich denke, das war nicht nur die größte Herausforderung, sondern auch mein höchstes Lernpotential. Meine Erkenntnis: Ingenieur zu sein bedeutet mehr, als nur Codes zu schreiben.

 

Russ, wie würdest du die Auswirkungen von Monsis und Cedricks Arbeit beschreiben?

Russ: Es fühlt sich gut an, etwas Sinnvolles für die Allgemeinheit zu tun. Also gebe ich jedem Praktikanten, der mit mir zusammenarbeitet, die Gelegenheit, seinen Beitrag zu leisten. Im Gegenzug sollen sie sich geschätzt fühlen. Ich wollte, dass wenn Monsi und Cedrick wieder zur Schule gehen, stolz auf das sind, woran sie über den Sommer gearbeitet haben.

Monsi: Ich schätze sehr, dass ich gelernt habe mit Deadlines umzugehen und vor Führungskräften zu präsentieren!

 

Cedrick und Monsi, wie hat dieses Projekt im Nachhinein eure Wahrnehmung von PDF verändert?

Monsi: Um ehrlich zu sein, bevor ich mich mit dem Thema beschäftigt habe, dachte ich, PDFs seien nur zum Lesen da…

Cedrick: Es ist erstaunlich, wie viel man heutzutage mit einem PDF machen kann, selbst mit dem, was Adobe Document Cloud bereithält. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie PDFs jedem helfen können, seinen Tag zu gestalten, ob bei der Arbeit oder anderswo.

 

Was möchtest du als nächstes für PDF sehen?

Monsi: Ich würde gerne sehen, wie Adobe Document Cloud mehr junge Leute anspricht. Ich denke immer wieder daran, wie viele Menschen während Meetings und Vorträgen noch in ihren Notizbüchern kritzeln.

Cedrick: Ich denke, es gibt noch viel Potential, mit Augmented Reality in PDF zu experimentieren. Macht es auffälliger und cool! Es gibt immer wieder neue Ideen, wie diesen Saturday Night Life-Sketch, bei dem Alexa Slangs übersetzt. Vielleicht gibt es hier eine Möglichkeit, Adobe Document Cloud einzubeziehen? (lacht)

 

Das gesamte Interview in der Originalfassung, lest ihr auf dem US Document Cloud-Blog.

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