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August 9, 2017 /Adobe Sign /

Stand der Dinge bei der elektronischen Signatur: Vieles wird einfacher, sicherer und besser

Lange hat sich unsere Branche auf die technischen Aspekte der elektronischen Unterschrift konzentriert und die Anwendungsmöglichkeiten vernachlässigt. Das Ergebnis: Viele Anwender im Geschäfts- und im Privatleben haben das volle Potenzial der elektronischen Signatur noch nicht erkannt. Zahlreiche Gesetzesänderungen und eine komplexe Begriffswelt machen’s einem eben auch nicht leicht. 

Die Ausgangslage für eine breite gesellschaftliche Akzeptanz der elektronischen Signatur ist so gut wie nie zuvor! Wir wollen nicht allzu theoretisch werden, aber Digital-Experten haben sich einmal einen Begriff ausgedacht, der das Momentum der elektronischen Unterschrift sehr gut beschreibt. Sie sprechen von einem „Digital Inflection Point“. Das ist der Zeitpunkt, ab dem eine neue Technologie einen Anwendungsbereich digitalisiert, komplett auf den Kopf stellt und von da an den Ton angibt.

Vom Bauchgefühl her werden wir diesen „Digital Inflection Point“ in Kürze erreichen. Die elektronische Signatur wird ein Thema für jedermann, sie erreicht den Massenmarkt. Mit Fakten untermauern lässt sich dieser Eindruck bisher nicht voll und ganz, doch es gibt Indizien: Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind gesetzt, technologische Hürden beseitigt und auch die Begriffswelt wird klarer.

Komplizierter Signatur-Vorgang wird deutlich einfacher

Beginnen wir mit dem letzten Punkt. Die Begriffe Unterschrift und Signatur werden synonym verwendet. Elektronische Unterschrift und elektronische Signatur sind also zwei unterschiedliche Bezeichnungen für ein und dieselbe Sache. Die digitale Unterschrift wiederum ist eine Spezialform der elektronischen Unterschrift. Für sie benötigen Unterzeichner ein digitales Zertifikat, das von einem sogenannten Vertrauensdiensteanbieter, auf Englisch Trusted Service Provider genannt, ausgestellt wird.

Während die qualifizierte digitale Unterschrift der eigenhändigen Unterschrift rechtlich gleichgestellt ist und damit das höchste Niveau an Rechtssicherheit bietet, hatte sie einen technischen Makel: Um die qualifizierte Signatur leisten zu können, brauchten Benutzer neben der Software ein Hardware-Gerät für die Eingabe ihres PIN-Codes und das Lesen der Chipkarte. Das ist zwar eine sichere Angelegenheit, für den Alltagseinsatz allerdings völlig ungeeignet. Bei einer Smartphone-Penetration von knapp 70 Prozent in Deutschland können wir getrost davon ausgehen, dass die meisten Signatur-Vorgänge überall stattfinden, nur nicht am heimischen Schreibtisch, auf dem das Lesegerät langsam Staub ansetzt.

Jahrelange Schockstarre baut sich langsam ab

Gesetzliche und technische Neuerungen haben nun auch diese Hürde beseitigt. Mit der eIDAS-Verordnung, auch Vertrauensdiensteverordnung genannt, hat die Europäische Union neben zahlreichen Änderungen bei der elektronischen Identifizierung die Fernsignatur, auch Cloud Signature genannt, eingeführt. Die Fernsignatur entspricht der sichersten Variante der digitalen Unterschrift und kommt ohne zusätzliche eigene Hardware aus. Mit Adobe Sign haben wir die Fernsignatur bereits umgesetzt: Cloud-basiert, rechtssicher und ohne zusätzliche Hardware.

Seit diesem Jahr ist die Fernsignatur in Deutschland Gesetz und durch die eIDAS-Verordnung wird sie das auch in allen anderen EU-Staaten werden. Warum ist dann von der Umsetzung im Alltag bisher so wenig zu spüren? Das Beratungsunternehmen Arthur D. Little kommt in einer Studie zu dem Ergebnis, dass der Markt hoch fragmentiert ist, sich aber gleichzeitig mit großer Dynamik entwickelt. Die über viele Jahre hinweg gepredigten Sicherheitsbedenken haben den Markt sozusagen in eine Schockstarre versetzt. Unternehmen, Behörden und Anwender lassen ihre Sicherheitsbedenken nur langsam fallen. Aber sie lassen sie fallen, und das ist die gute Nachricht.

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